Zwischen dem belebten Treiben des Sunset Strips und den Filmsets der Studio City liegen die grünen Hügel von Laurel Canyon, Los Angeles. In den Sechzigern bieten sie den Boden für utopisch angehauchten, drogeninduzierten Folkrock. In Joni Mitchells Haus nehmen Crosby, Stills & Nash erste Stücke …
Seit Freitag nahezu unermüdlich im Player am rotieren. Fantastisch. Mullholland Drive trifft's ganz gut, die passenden Medien musikalisch untermalt hat er ja schon mit Breaking Bad ("Magic Arrow" vom Drittwerk "Timber Timbre", irgendwann in der 2. Staffel )
Titeltrack gehört zu meinen absoluten Favoriten, mit diesem wunderbar schmalzigen Sax zum Ende hin... Dieses Jahr bisher erste Wahl für laue Sommernächte am See oder in der Natur.
So langsam kommen die Tage, an denen ich die '14er Veröffentlichungen durchgehe und nach von mir verpassten Juwelen durchforste. Dieses Album ist ganz klar eines davon.
Zwei Kommentare. Einer davon natürlich von Tinco, die "bodenständigere" Hälfte des damals regelmäßigen philosophischen Diskurses in Form einer der kommerziell und edukativ erfolgreichsten Unterhaltungsshows seit Gründung der laut.de-Kommentarspalten, "Tinco & Alfalfa am Nachmittag" (wir hätten dem Intendanten (m/w/d) damals direkt Druck machen sollen, dass die Benennung eine zu offensichtliche Trittbrettfahrt mit dem Hypetrain der damals sehr beliebten "Show in der Show" - "Troy & Abed am Morgen" bei "Community" - war. Das Format hat durch den Namen falsche Erwartungen bei Leserinnen und Lesern (m/w/d) geweckt, zu viele verstanden einfach nicht, dass die "Cleverness" an Community vor allem aus der geschickten Verwaltung und dem wohlportionierten Einsatz von Kostproben aus einem zugegebenermaßen äußerst imposanten Haufen popkultureller (später auch viel Selbst-)Referenzen des Erschaffers entstand, während Tinco & Alfalfa in ihrer Show am Nachmittag halt vor allem intellektuelle Rohkost neben dem musikalischen und popkulturellen Austausch serviert haben.. Dabei blieben sie in ihrer Sphäre stets unerreicht: in Sachen kognitive Ressourcen (soweit das von meinem Sitzplatztaus beurteilbar ist) können und konnten da maximal noch Gleepi & CAPSi ein bissl vorgekochtes Wasser reichen... Witzigerweise wurden sie m.W. ja relativ zeitgleich und alsbald nach offiziellem Aus der "Tinco & Alfalfa am Nachmittag"-Show als deren möglicher Ersatz gecastet. Würde mich ja echt interessieren, was die beiden heute so treiben. Und ob die musikalischen Schnittmengen bei Tinco & mir sich im letzten Jahrzehnt so entwickelt haben, dass immer noch rückbestätigend große Fläche aus ihnen gebildet werden kann. Freut mich, dass Tinco sich bzw. seinen muppet nie offiziell abgemeldet hat nach seinem Weggang aus den Kommentarspalten. Alfalfa ja glaube ich auch nicht? War jedenfalls mit eine der unerwartetsten und angenehmsten Begegnungen mit einem Geist, die ich die letzten 11 Jahre so hatte. Grüßle gehen freilich raus! auch natürlich an so einige andere Leucvhten aus der Zeit: daFunk, Weltraumaffe, TOOLi und einige andere, die mir vielleicht mit Schlafdefizit gerade nicht aus dem Stegreif einfallen wollen).
Der andere Kommentator ist dann passenderweise auch maximal so "tod" wie intro, kannste Gift drauf nehmen, steht auf Gewalt (Ja, auf Gewalt. Und auch auf all diese Gewalt, also gib mir schon endlich das Gift, wenn du selbst nicht vor hast, es demnächst zu nehmen ), sammelt aber zumindest noch keine Punkte, bloß weil mensch ihm das an der Kasse (schon vielfach) so gesagt hat. Sein Geist benutzt oft ungefragt und an häufig eher unpassenden Stelle in sozialen Interaktionen die s.M.n. cleversten One-Liner aus dem lyrischen Vermächtnis der Band Surrogat und zufälligerweise ist er wohl genau wie ich auf Timber Timbre offensichtlich erst mit Erscheinen von deren fünften Album, genauer: dem vielleicht schwülstigsten und im selben Moment passendsten Saxofon-Einsatz in der gesamten westlichen Pophemisphäre - seit "Careless Whisper", sollte klar sein. Kirk durfte das mit den peinlich schwülstigen Saxofonen, die internationale Musikpozilei hat wiederholt Sondergenehmigungen an ihn ausgestellt und er wusste sie stets so untadelig wie unpeinlich für sich und uns zu zu nutzen.
Jedenfalls bin ich ja auch nur hier, weil ich sozialmedial weiterhin unter einem Stein am Grunde eines Ogersumpfes hause und daher erst spät in diesem Jahr vom Tode Taylor Kirks erfuhr. Der ist leider gar nicht (un)tod wie intro und in den Wochen danach, als sich meine medial besser aufgestellten DJ-Freunde schon über mich lustig machten, dass ich ja früh dran sei, mich von der Nachricht seines Todes treffen zu lassen, hat sich zwar zu stabiler Materie verdichtet, was vorher schon so ungeprüft durch meinem Meinungsäther dampfte - nämlich, dass die "Hot Dreams" sein absolutes opus magnum bleibt. Kein Studioalbum richtig mies, auf jedem auch so ein paar totale Killer... Aber nur hier bekommst Du mit jedem (authentisch wirkenden) Stilwechsel (also praktisch mit jedem Track der Platte) auch sofort atmosphärisch perfekt zum Neutrino-Stern verdichtetes Hitmaterial. Eine Platte wie ein Lynch-Film, der Vergleich aus der Rezi sitzt heute noch so perfekt wie ausgehärteter Flüssigsilikon über der eigenen Haut.
Genug jedenfalls, um mir ob der Nachricht gleich den Vorwand für eine weitere Aussteiger-Seitenstranggeschichte zu genehmigen. So konnt ich ma eben in nem kleinen Plattenshop in den Niederlanden vorbeizischen, wo ich die "Hot Dreams" S.E.-LP ad hoc vorbestellt und nach Begutachtung für schlasppe 70Euronen auch gleich mitgenommen hab. Und eine reguläre, noch neue OVP-LP-Version der 2007er "Medicinals". Den Rest hab ich dann aber ganz schäbig via discogs aus halb Europa organisiert, als ich paar Tage wieder zurück war. Ich musste, wenn ich eh gerade dort war, einem Mythos, einem högschd unangepassten Ritual huldigen, hab mir in Amsterdam am Nachmittag noch gut ne Hand voll Pilze beschafft und bin irgendwann ca. 40 Stunden später in einer ungesicherten Wohnblock-Gartenanlage aufgewacht, die ich bis dahin für ein echt naises Fleckchen Strand in Amsterdam-Zuid gehalten hatte.
Moment, hier ging es doch um irgendwas mit Musik? Ah, ja, Timber Timbre! Ein bisschen wie die "Fun Lovin' Criminals" ihrerzeit mit dem "Loco"-Albung, imo. Nur in ernst. Todernst, anscheinend. Hab gemäß seiner Musik und seinen Texten gar nicht erst geschaut, wie genau Taylor Kirk ums Leben kam, dürfte unwesentlich älter als ich gewesen sein zu dem Zeitpunkt... Jedenfalls: Ist halt einfach gar nicht so mein Thema sonst, bin halt von Natur aus eher der Typ Sonne, Ibiza und Feierei, Alda. Nicht so wie der Loser-Kommentator zwei Kommis über mir. Ein Schatten seiner selbst! Hab gehört, er schickt heute noch jede Frau zwischen 20-55 mit manischer Depression und möglicher verdeckter Suizidalität als Symptom in weniger als 5(!) Stunden zu den eh viel besser geeigneten, begabteren und auch hübscher ausschauenden Kolleg*innen! Kannste dir nicht ausdenken, wo doch eh schon alle viel zu wenig ackern wollen in diesem Land!
Der ist... schon so ein bisschen ein Otto geworden, aber ich hab Respekt vor dem!
Zwischen dem belebten Treiben des Sunset Strips und den Filmsets der Studio City liegen die grünen Hügel von Laurel Canyon, Los Angeles. In den Sechzigern bieten sie den Boden für utopisch angehauchten, drogeninduzierten Folkrock. In Joni Mitchells Haus nehmen Crosby, Stills & Nash erste Stücke …
Seit Freitag nahezu unermüdlich im Player am rotieren. Fantastisch. Mullholland Drive trifft's ganz gut, die passenden Medien musikalisch untermalt hat er ja schon mit Breaking Bad ("Magic Arrow" vom Drittwerk "Timber Timbre", irgendwann in der 2. Staffel
)
Titeltrack gehört zu meinen absoluten Favoriten, mit diesem wunderbar schmalzigen Sax zum Ende hin...
Dieses Jahr bisher erste Wahl für laue Sommernächte am See oder in der Natur.
So langsam kommen die Tage, an denen ich die '14er Veröffentlichungen durchgehe und nach von mir verpassten Juwelen durchforste. Dieses Album ist ganz klar eines davon.
Zwei Kommentare. Einer davon natürlich von Tinco, die "bodenständigere" Hälfte des damals regelmäßigen philosophischen Diskurses in Form einer der kommerziell und edukativ erfolgreichsten Unterhaltungsshows seit Gründung der laut.de-Kommentarspalten, "Tinco & Alfalfa am Nachmittag" (wir hätten dem Intendanten (m/w/d) damals direkt Druck machen sollen, dass die Benennung eine zu offensichtliche Trittbrettfahrt mit dem Hypetrain der damals sehr beliebten "Show in der Show" - "Troy & Abed am Morgen" bei "Community" - war. Das Format hat durch den Namen falsche Erwartungen bei Leserinnen und Lesern (m/w/d) geweckt, zu viele verstanden einfach nicht, dass die "Cleverness" an Community vor allem aus der geschickten Verwaltung und dem wohlportionierten Einsatz von Kostproben aus einem zugegebenermaßen äußerst imposanten Haufen popkultureller (später auch viel Selbst-)Referenzen des Erschaffers entstand, während Tinco & Alfalfa in ihrer Show am Nachmittag halt vor allem intellektuelle Rohkost neben dem musikalischen und popkulturellen Austausch serviert haben.. Dabei blieben sie in ihrer Sphäre stets unerreicht: in Sachen kognitive Ressourcen (soweit das von meinem Sitzplatztaus beurteilbar ist) können und konnten da maximal noch Gleepi & CAPSi ein bissl vorgekochtes Wasser reichen... Witzigerweise wurden sie m.W. ja relativ zeitgleich und alsbald nach offiziellem Aus der "Tinco & Alfalfa am Nachmittag"-Show als deren möglicher Ersatz gecastet.

Würde mich ja echt interessieren, was die beiden heute so treiben. Und ob die musikalischen Schnittmengen bei Tinco & mir sich im letzten Jahrzehnt so entwickelt haben, dass immer noch rückbestätigend große Fläche aus ihnen gebildet werden kann. Freut mich, dass Tinco sich bzw. seinen muppet nie offiziell abgemeldet hat nach seinem Weggang aus den Kommentarspalten. Alfalfa ja glaube ich auch nicht? War jedenfalls mit eine der unerwartetsten und angenehmsten Begegnungen mit einem Geist, die ich die letzten 11 Jahre so hatte. Grüßle gehen freilich raus! auch natürlich an so einige andere Leucvhten aus der Zeit: daFunk, Weltraumaffe, TOOLi und einige andere, die mir vielleicht mit Schlafdefizit gerade nicht aus dem Stegreif einfallen wollen).
Der andere Kommentator ist dann passenderweise auch maximal so "tod" wie intro, kannste Gift drauf nehmen, steht auf Gewalt (Ja, auf Gewalt. Und auch auf all diese Gewalt, also gib mir schon endlich das Gift, wenn du selbst nicht vor hast, es demnächst zu nehmen
), sammelt aber zumindest noch keine Punkte, bloß weil mensch ihm das an der Kasse (schon vielfach) so gesagt hat.
Sein Geist benutzt oft ungefragt und an häufig eher unpassenden Stelle in sozialen Interaktionen die s.M.n. cleversten One-Liner aus dem lyrischen Vermächtnis der Band Surrogat und zufälligerweise ist er wohl genau wie ich auf Timber Timbre offensichtlich erst mit Erscheinen von deren fünften Album, genauer: dem vielleicht schwülstigsten und im selben Moment passendsten Saxofon-Einsatz in der gesamten westlichen Pophemisphäre - seit "Careless Whisper", sollte klar sein. Kirk durfte das mit den peinlich schwülstigen Saxofonen, die internationale Musikpozilei hat wiederholt Sondergenehmigungen an ihn ausgestellt und er wusste sie stets so untadelig wie unpeinlich für sich und uns zu zu nutzen.
Jedenfalls bin ich ja auch nur hier, weil ich sozialmedial weiterhin unter einem Stein am Grunde eines Ogersumpfes hause und daher erst spät in diesem Jahr vom Tode Taylor Kirks erfuhr. Der ist leider gar nicht (un)tod wie intro und in den Wochen danach, als sich meine medial besser aufgestellten DJ-Freunde schon über mich lustig machten, dass ich ja früh dran sei, mich von der Nachricht seines Todes treffen zu lassen, hat sich zwar zu stabiler Materie verdichtet, was vorher schon so ungeprüft durch meinem Meinungsäther dampfte - nämlich, dass die "Hot Dreams" sein absolutes opus magnum bleibt. Kein Studioalbum richtig mies, auf jedem auch so ein paar totale Killer... Aber nur hier bekommst Du mit jedem (authentisch wirkenden) Stilwechsel (also praktisch mit jedem Track der Platte) auch sofort atmosphärisch perfekt zum Neutrino-Stern verdichtetes Hitmaterial. Eine Platte wie ein Lynch-Film, der Vergleich aus der Rezi sitzt heute noch so perfekt wie ausgehärteter Flüssigsilikon über der eigenen Haut.
Genug jedenfalls, um mir ob der Nachricht gleich den Vorwand für eine weitere Aussteiger-Seitenstranggeschichte zu genehmigen. So konnt ich ma eben in nem kleinen Plattenshop in den Niederlanden vorbeizischen, wo ich die "Hot Dreams" S.E.-LP ad hoc vorbestellt und nach Begutachtung für schlasppe 70Euronen auch gleich mitgenommen hab. Und eine reguläre, noch neue OVP-LP-Version der 2007er "Medicinals". Den Rest hab ich dann aber ganz schäbig via discogs aus halb Europa organisiert, als ich paar Tage wieder zurück war. Ich musste, wenn ich eh gerade dort war, einem Mythos, einem högschd unangepassten Ritual huldigen, hab mir in Amsterdam am Nachmittag noch gut ne Hand voll Pilze beschafft und bin irgendwann ca. 40 Stunden später in einer ungesicherten Wohnblock-Gartenanlage aufgewacht, die ich bis dahin für ein echt naises Fleckchen Strand in Amsterdam-Zuid gehalten hatte.
Moment, hier ging es doch um irgendwas mit Musik? Ah, ja, Timber Timbre!
Ein bisschen wie die "Fun Lovin' Criminals" ihrerzeit mit dem "Loco"-Albung, imo. Nur in ernst. Todernst, anscheinend. Hab gemäß seiner Musik und seinen Texten gar nicht erst geschaut, wie genau Taylor Kirk ums Leben kam, dürfte unwesentlich älter als ich gewesen sein zu dem Zeitpunkt... Jedenfalls: Ist halt einfach gar nicht so mein Thema sonst, bin halt von Natur aus eher der Typ Sonne, Ibiza und Feierei, Alda. Nicht so wie der Loser-Kommentator zwei Kommis über mir. Ein Schatten seiner selbst! Hab gehört, er schickt heute noch jede Frau zwischen 20-55 mit manischer Depression und möglicher verdeckter Suizidalität als Symptom in weniger als 5(!) Stunden zu den eh viel besser geeigneten, begabteren und auch hübscher ausschauenden Kolleg*innen! Kannste dir nicht ausdenken, wo doch eh schon alle viel zu wenig ackern wollen in diesem Land! 
Der ist... schon so ein bisschen ein Otto geworden, aber ich hab Respekt vor dem!
"I wanna dance
I wanna dance
I wanna dance
With a black woman
I wanna still
I wanna still
I wanna still
My mind
And I want a chance
I want a chance
I want another chance
To distill
To distill
That time
And I wanna write
I wanna write
I wanna write
To someone so true
I wanna wake
I wanna wake
I wanna wake
From hot dreams, hot dreams of you
Oh, hot dreams
Hot dreams"
...