laut.de-Biographie
Tränen
Hinter dem Duo Tränen stehen die Musiker*innen Gwen Dolyn und Steffen Israel, die sich bereits vor der Gründung des Projekts in der deutschen Musikszene einen Namen gemacht hatten. Gwen Dolyn macht zunächst Musik mit den Toyboys und verfolgt ihr eigenes Soloprojekt. Steffen Israel ist vor allem als Gitarrist der Chemnitzer Band Kraftklub bekannt und prägt dort seit ihrer Gründung den deutschsprachigen Indie-Rock mit.
Gwen und Steffen lernen sich bei der gemeinsamen Arbeit an einer Coverversion des Deutschpunk-Klassikers "Duell der Letzten" von Chaos Z kennen. Aus dieser Zusammenarbeit entsteht schnell eine kreative Dynamik, die schließlich zur Gründung von Tränen führt. Anfang 2023 taucht zunächst ein geheimnisvolles Instagram-Profil der Band auf, ohne dass die beteiligten Künstler*innen bekannt sind.
Erst mit der Veröffentlichung der Debütsingle "Stures Dummes Herz" im Juni desselben Jahres lüftet sich das Geheimnis. Bereits wenige Monate später folgt mit "Haare eines Hundes" das erste Album des Duos.
Musikalisch bewegen sich Tränen zwischen Indie-Pop, Punk und den Einflüssen der Neuen Neuen Deutschen Welle. Ihre Songs verbinden eingängige Melodien mit kantigen Gitarren und emotionalen Texten. Dabei erinnern einige Stücke an die deutsche Pop- und Indie-Tradition der 2000er-Jahre, während gleichzeitig deutliche Bezüge zur Neuen Deutschen Welle der 1980er-Jahre hörbar sind.
Kritiker*innen zogen bereits Vergleiche zu Wir sind Helden und Ideal. Eine zentrale Rolle bei Tränen spielt das Songwriting von Gwen Dolyn. Die in Berlin geborene Musikerin verarbeitet in ihren Texten persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Beobachtungen und emotionale Zustände. Lange verbindet sie mit ihrer Geburtsstadt eher schwierige Gefühle.
Das Leben in der Hauptstadt konfrontiert sie häufig mit sozialen Problemen und Menschen, denen es nicht gut geht. Die Arbeit mit Tränen verändert ihren Blick auf die Stadt. Die Band und die damit verbundenen Erfahrungen helfen ihr, eine neue und positivere Verbindung zu Berlin aufzubauen.
Tränen ist für Gwen Dolyn und Steffen Israel der musikalische Raum, in dem ihre unterschiedlichen Hintergründe zusammenkommen: die Direktheit des Punk, die Eingängigkeit des Indie-Pop und die Melancholie der Neuen Deutschen Welle. Das Ergebnis ist ein Sound, der nostalgisch wirkt und gleichzeitig unverkennbar in der Gegenwart verankert ist.


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