Neongrün ist passé. Wer gedacht hat, Charli XCX würde nach dem riesigen BRAT-Hype einfach noch einmal den Sommer in einer anderen Farbe verkaufen, dürfte schnell merken: "Music, Fashion, Film" will genau das Gegenteil sein. Schon der Albumtitel – entnommen aus der Vorabsingle "SS26" – macht …

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  • Vor 13 Tagen

    Music, Fashion, Film ist kein Album, das sofort zündet. Nach dem ersten Hören wirkt vieles noch sperrig, doch mit jedem weiteren Durchgang entfalten sich neue Details und die Songs gewinnen deutlich an Tiefe. Charli XCX verzichtet bewusst auf den einfachen BRAT-Nachfolger und liefert stattdessen eine mutige, abwechslungsreiche Popplatte, die Zeit braucht. Gerade das macht ihren Reiz aus.

    Mir gefällt es 4 Punkte

  • Vor 13 Tagen

    Gewollter Indie Rock. Dabei ist die Songsubstanz nicht schlecht - aber wirkt alles mutlos und eher wie eine Demo Tape Sammlung. Schade

  • Vor 12 Tagen

    Nach mehrmaligen Hören finde uch es besser als Brat.

  • Vor 12 Tagen

    Vielleicht besser als Brat... Aber ich hab noch keine gute Rockplatte gehört von jemandem aus einem anderen Genre. Das hat immer so was Eißfeldiges. Verzerrte Gitarren alleine reichen nicht.

    • Vor 12 Tagen

      Das ist immer so mein größtes Problem mit solchen Alben. Da wird dann immer ein großes Brimborium darum gemacht, dass man jetzt Rock-Elemente mit Einfließen lässt oder der betroffene Pop-Sänger oder die Pop-Sängerin jetzt ein Rock-Album macht, und dann ist es meistens nur derselbe Kram wie immer, nur das man hier und da ein paar verzerrte Gitarren eingebaut hat und die Texte ein bisschen aggressiver vorgetragen werden. Vielleicht auch noch Live-Drums in manchen Songs. Und die Rock-Elemente sind dann noch nicht mal wirklich originell, es wird da nie versucht, irgendwas neues zu machen.

      Damals bei P!nk haben sie auch immer darauf verwiesen, dass sie ja mehr Rock als Pop sei, aber wenn ich mir die Musik heute anhöre... es ist Popmusik. Sie sah halt nur ein bisschen so aus.

    • Vor 12 Tagen

      ...sie hatte zu derzeit glaub' auch vermehrt pinke Haare...

  • Vor 12 Tagen

    Bestes Punk Album der letzten 10 Jahre.

  • Vor 5 Tagen

    Meine Hypothese zu dem Album ist folgende: Hätte sie es vor Brat veröffentlicht, wäre es für viele wohl eher ein durchschnittliches, fast schon prätentiöses Werk gewesen. Allein schon das recht unnötige David Cronenberg-Outro ganz am Ende gibt einem Vibes einer privilegierten Kunststudentin, die jetzt gerade herausgefunden hat, dass es mehr im Leben gibt als Statussymbole und Konsum:

    "As I was lying there on the sidewalk, I did not think about art at all
    I— I thought about people, I thought about life"

    80% des Albums haben mich komplett kalt gelassen. Das hiesige Fandom hat wie bei allen anderen die Angewohnheit, die Songs in ihrer Tiefe künstlich aufzublasen, dabei lassen sich die Inhalte und Botschaften der Tracks in der Regel in einem Satz zusammenfassen. Versteht mich nicht falsch, ich erwarte nicht, dass ein Popkünstler wie Charli XCX tiefgründige Musik produziert, lediglich, dass sie Spaß macht und das war bei Brat deutlich besser.

    Und außerdem: Brat hat seit seinem Erscheinen mehrere potente Trittbrettfahrer mobilisiert, Raves sind inzwischen als Partyform soweit popularisiert und kommerzialisiert, dass sich die Szene-Gatekeeper links und rechts beschweren. Wie kommt sie auf den in "Rock Music" geäußerten Gedanken, dass der Dancefloor tot sei? Er floriert, zu Teilen auch dank ihrer Einflüsse. Für mich klingt das eher nach einem Versuch oder nach einem Experiment, ihre Wirkmacht auf die Probe zu stellen, indem sie ihren Sound jetzt auf Rock umstellt.

    Ich habe mich hier häufiger schon zu meinen Vorbehalten gegenüber Rock-Ausflügen etablierter Pop-Musiker geäußert, und auch hier erschien mir der Ansatz nicht wirklich fruchtend. Ich verstehe schon das Verlangen, nicht auf dieses eine Werk reduziert zu werden, aber es ist irgendwie immer "der olle Zuverlässige" (Spongebob-Referenz), wenn Popmusiker gerade keine Ideen für einen neuen Sound haben, auf verzerrte Gitarren und Livedrums zurückzugreifen. Meistens mit der Begründung, man wolle jetzt "roh" und "authentisch" sein, als wäre Rockmusik nicht in der Lage, auch glamourös mit großen Gesten aufzufahren oder als wäre EDM lediglich diese künstliche Sache, die einem ehrliche Performances verbieten.

  • Vor 4 Tagen

    SS26 - ein Titel, der in Deutschland eigentlich verboten gehört.
    Aber dann entpuppt er sich als sweeter Ohrwurm.