Nur wer eine solch loyale, leidenschaftliche Gefolgschaft in seinem Rücken weiß, kommt mit einem Albumtitel durch wie "Piss In The Wind". Jede Vorabsingle wird abgöttisch gefeiert und Joji zum Messias erhoben, der verletzte Seelen tröstend in den Arm nimmt. Endlich versorgt er seine Fans mit elegischen …

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  • Vor einem Monat

    "Sei's drum: "Piss In The Wind" ist ein starkes, melancholisches Winteralbum, das mit liebreizender Tristesse nicht nur tröstet, sondern auch konsequent sein inneres Vakuum ausstellt."

    Der Winter mit seinen lichttechnischen Herausforderungen setzt mir auch immer mehr zu. Ich hab' mir jetzt so ne' Anti-Depressions-Lampe gekauft, die passt perfekt in die Vorratskammer, wenn wieder Sommer ist - Festivalsaison, ich grüße Dich schon mal. Wo war ich? Achja, was mich halt nervt, ist, dass viele Termine leider über den Winter liegen, auch. Tabletten nehme ich nicht so gerne, weil die ungesund sind und nicht in den Diätplan passen, außerdem kotze ich davon regelmäßig. Ich wollt' jetzt demnächst mal meine Mitmenschen in sämtlichen Kontexten darüber informieren, dass ich mutmaßlich depressiv bin. Ich bin jetzt nicht so der Typ, der möchte, dass viel Rücksicht genommen wird, aber vielleicht erkennen sich auch die Anderen hier irgendwie wieder und wir können insgesamt etwas dadurch verbessern, das fänd' ich schön. Dann hätte das Alles was gutes. Was haltet Ihr denn von dieser Idee?

  • Vor 10 Tagen

    Ich muss mich leider den anderen, kritischeren Stimmen anschließen. Das Album war es nicht. Vor allem nach dem Smithereens schon so unausgegart war, aber alle so meinten "Hey, der macht das nur, um aus dem Vertrag zu kommen, sein nächstes Album wird besser!" war ich echt gespannt. Wie funktioniert ein Joji ohne kreative Begrenzung? Spannende Frage.

    Stattdessen wurde hier für mich alles, was ich an Smithereens scheiße fand, jetzt auf doppelte Länge gestreckt. Die Songs, die gerade anfingen, mir zu gefallen, waren direkt schon vorbei und Standard-Slop, den man in deutlich besser von anderen Vertretern des selben Genres gehört hat, wurde zu monotonen 3 bis 4 Minuten gestreckt. Wobei, nicht nur andere Vertreter, sondern auch er selbst hat von vielen der hier veröffentlichten Songs teilweise bessere Varianten in den Jahren zuvor veröffentlicht.

    Wenn der Anspruch ist, Musik für die nächsten Videokollagen auf Instagram und Tik Tok zu erstellen, ja dann, Ziel erreicht. Es ist dann allerdings nur enttäuschend, wenn man Abseits von Short Form Content die Songs hören will, nur im festzustellen, dass hinter dem 15-Sekunden-Snippet nicht viel mehr passiert. Fast schon so, als würde man die Fassade eines Schloßes sehen, doch geht man durch die Tür, stellt man fest, dass es nur eine Attrappe war, weil nichts dahinter ist.