
laut.de empfiehlt
Kabeaushé
Was um alles in der Welt IST das für eine Mixtur, die die schlaksige Erscheinung da hingebungsvoll mit vollem Körpereinsatz zelebriert?
Konfrontiert mit Kabeaushé, ringen Fans wie Fachpresse gleichermaßen nach Luft und treffenden Worten: "Industrial Hip Hop kollidiert hier mit Gqom und Hip-House, Pop-Rap und EDM", versuchten sie das Spektakel beim Reeperbahn Festival zu beschreiben, ehe sie die Warboys aus "Mad Max" auf Ketamin auf einer Strandparty assoziierten.
Klingt verrückt? Oh, ja! Kabeaushé selbst sieht die Sache gelassener: "Meiner Meinung nach ist das Pop."
Oh ... ach, so?
Wenn jetzt jemand denkt, bei eine Kabeaushé-Show könne man mit einem Drink in der Hand lässig am Rand stehen und gemächlich mitwippen: Vergesst das, vergesst es ganz schnell. Richtet euch stattdessen besser auf eine Ganzkörpererfahrung ein. Drink in der Hand: schön und gut. Es wird nur am Ende garantiert nicht mehr allzu viel im Glas sein. Kabeaushé will keine passiven Zuschauer:innen, sondern verwandelt das Publikum in einen untrennbaren Teil der Performance.
In diesem eklektischen Universum ist schlicht alles möglich. Die Eckpfeiler heißen Groove, Fun und Genderfluidity, alles unter der obersten Direktive der strikten Tanzbarkeit. Wenn ihr knüppelharten Sound sucht, der gleichzeitig ein eruptiv sprudelnder Quell der Freude ist: Richtiger als bei Kabeaushé könntet ihr nicht liegen.
