Elena war gestern
Indes gibt es weiter Neues von diesem anstehenden Album von JAW. Der weiß ja, dass einen Frauennamen als Titel zu wählen, ihm im Rahmen seiner Arbeit immerhin ein bisschen Aufmerksamkeit beschert. Also: Was hat es mit dieser "Hanna" auf sich?
Wir kriegen es hier mit einem in zwei Verses geteilten Storyteller über eine Tochter strenger Eltern zu tun. Der erste Part zeigt eine klischeehafte strenge Mutter, die ihrer Tochter verbietet, einen Jungen zu sehen, und sie anweist, besser in der Schule zu sein. Als Antwort kommt ein Brief der Tochter zurück, die sagt, sie werde davonrennen, weil sie sie hasse.
Und ... joa, nech? Irgendwie fühlt sich der ganze Track völlig unterwältiged an. Es klingt so, als versuche man ohne jede Inspiration, die Form und die Atmosphäre alter JAW-Songs zu reproduzieren. Aber die Charaktere fühlen sich flach und egal an, die Teenie-Angst kommt ulkig, aus dem Mund dieses viel älteren Mannes.
Ich checke einfach nicht, was der Punkt dieses Songs sein soll. Er schockt mich nicht, er hat auch keine über Generika hinausgehenden Gedanken und Charakterisierungen zu bieten. Sogar der Rap fühlt sich irgendwie klobig auf diesen recht austauschabren Beat an. Ich weiß wirklich nicht.
1 Kommentar mit einer Antwort
So fühlen sich in etwa alle JAW-Songs für mich an, seitdem man mir vor über 10 Jahren weiß machen wollte, dass er einer der besten Rapper sei.
Ich hab den hart verschlafen, als der erstmals stattfand, und konnte dann beim nachholen auch absolut nichts daran finden.
Das Interessanteste an ihm war für mich dann letzten Endes dieses Video von Gölz-Spezi und zertifiziertem Freund des Kolumne, Franz Pökler:
https://youtu.be/waEtaaGNWLQ?si=N0tIm5yEGR…