Was für ein Catch-22: Ich kann jetzt im Vorfeld tausendfach beteuern, dass mir die beiden MCs des Duos 6euroneunzig in Interviews und Podcasts sympathisch vorkommen. Ich kann herauf- und herunterbeten, dass ich allen dargebotenen politischen Messages von Herzen zustimme. Trotzdem werde ich in Verdacht …
"Zwei wahllose empörte Social Media-Accounts, die zufällig rappen." fasst mein Gefühl dazu wirklich perfekt zusammen. Ich denke mit zunehmender Ermüdung wehmütig an SXTN zurück.
Ich denke, dieses ganze Fotzen-Gedöns soll zum Einen die gänzliche Kreativlosigkeit trotz diverser Linguistik-Semester, die eine gewisse Erwartungshaltung aufbauen, überdecken, zum anderen aber auch gleichzeitig verhindern, dass man im German-Pop-Universum landen muss, was zwar viel lukrativer wäre, aber das damit einhergehende Schamgefühl für solche Kreaturen möglicherweise die Verpulverung bedeuten könnte, ähnlich den Vampiren bei Sonnenaufgang.
Was also tun? Vielleicht Tagebucheinträge vorsingen, die davon zeugen, wie man jahrelang mit Selbstzweifeln und Depressionen zu kämpfen hatte, anstatt so zu tun, als wäre ständig "Fotze" zu sagen ein unfassbar originelles Neo-Linguistisches Konzept, das nur schwer zu verstehen ist, weil halt abstrakt und gleichzeitig all das möglicherweise Mit-Symptom und irgendwie gleichzeitig auch wieder Mitursache für die Versagensängste und niedergeschriebenen Depressionen ist!? Ich würde sagen: Ja.
Also ich fand den Track von SXTN ja auch nice, aber könntet ihr evtl. versuchen, das Wort "Fotzen" jetzt nicht total nicht zu eurem Ding zu machen, liebe deutsche Musikerinnen?
Das wirkt irgendwie besser, wenn das so ein bisschen gezielt provokativ eingesetzt wird, und nutzt sich ansonsten doch ziemlich schnell ab und bekommt dann so einen ekligen touch.
Ausnahme ist natürlich Fotzenfritz, den lass ich als Evergreen durchgehen.
Hab mal reingehört und muss der Rezi zustimmen. Uninspirierte Kopie, und dazu noch handwerklich schwach. Dann lieber Ikkimel oder $hoki, die machen das besser.
Deren Content wurde mir immer mal wieder in den Algorithmus gespült und schon da erschienen mir die Kurzvideos immer ein bisschen zu gewollt provokant. Das gab mir alles so Vibes vom Reißbrett-Entwürfen oder Industry Plants.
Ikkimel und Shoki haben bei allem irgendwo doch noch eine künstlerische, originelle Komponente und bei diesem Duo kriegt man einfach den Eindruck, dass mit Ragebait-Content und möglichst eingängiger Musik die schnelle Mark (oder 6,90€ hihi) gemacht werden will. Das ist halt vollkommene Zweckmusik.
Wie eine von alten, weißen Männern, die den Fotzenalgorithmus geblickt haben, gecastete Fotzencombo. Durchchoreogeaphiert bis zum geht nicht mehr. Bin Riesenfan von Ikki und Shoki, aber diese Trittbrettfahrer lassen das Genre beliebig werden.
Ich hab bisher FADM und Slutalarm (?) gehört. Fand erstgenannten Track ziemlich nice, auch wenn es schon SXTN gebitet wirkt. Aber macht mir schon gute Laune. Und einige Lines sind schon dufte. Wobei ich das Gefühl habe, zumindest bei fadm eine Diversifizierung des Männerthemas zu sehen und, dass sie dabei on point sind
Warum wird Frauen-Rap eigentlich immer so gehandhabt wie die Paralympics? Jeder männliche Rapper würde für die zitierten „guten“ Lines zerrissen - und das völlig zu Recht.
Was für ein Catch-22: Ich kann jetzt im Vorfeld tausendfach beteuern, dass mir die beiden MCs des Duos 6euroneunzig in Interviews und Podcasts sympathisch vorkommen. Ich kann herauf- und herunterbeten, dass ich allen dargebotenen politischen Messages von Herzen zustimme. Trotzdem werde ich in Verdacht …
"Zwei wahllose empörte Social Media-Accounts, die zufällig rappen." fasst mein Gefühl dazu wirklich perfekt zusammen.
Ich denke mit zunehmender Ermüdung wehmütig an SXTN zurück.
Ich denke, dieses ganze Fotzen-Gedöns soll zum Einen die gänzliche Kreativlosigkeit trotz diverser Linguistik-Semester, die eine gewisse Erwartungshaltung aufbauen, überdecken, zum anderen aber auch gleichzeitig verhindern, dass man im German-Pop-Universum landen muss, was zwar viel lukrativer wäre, aber das damit einhergehende Schamgefühl für solche Kreaturen möglicherweise die Verpulverung bedeuten könnte, ähnlich den Vampiren bei Sonnenaufgang.
Was also tun? Vielleicht Tagebucheinträge vorsingen, die davon zeugen, wie man jahrelang mit Selbstzweifeln und Depressionen zu kämpfen hatte, anstatt so zu tun, als wäre ständig "Fotze" zu sagen ein unfassbar originelles Neo-Linguistisches Konzept, das nur schwer zu verstehen ist, weil halt abstrakt und gleichzeitig all das möglicherweise Mit-Symptom und irgendwie gleichzeitig auch wieder Mitursache für die Versagensängste und niedergeschriebenen Depressionen ist!? Ich würde sagen: Ja.
Also ich fand den Track von SXTN ja auch nice, aber könntet ihr evtl. versuchen, das Wort "Fotzen" jetzt nicht total nicht zu eurem Ding zu machen, liebe deutsche Musikerinnen?
Das wirkt irgendwie besser, wenn das so ein bisschen gezielt provokativ eingesetzt wird, und nutzt sich ansonsten doch ziemlich schnell ab und bekommt dann so einen ekligen touch.
Ausnahme ist natürlich Fotzenfritz, den lass ich als Evergreen durchgehen.
Schonmal was von Geusenwort gehört?
Nutzt sich auch als solches ab.
Musik für Fotzen.
Lady Bitch Ray war hierzu ja Vorreiterin
Dr. Lady Bitch Ray, so viel Zeit muss sein, die Doktorwürde hat sie ja nicht umsonst.
"Ich habe nicht 6 Jahre an der Evil School Of Medical verbracht um "Mister" genannt zu werden!"
Hab mal reingehört und muss der Rezi zustimmen. Uninspirierte Kopie, und dazu noch handwerklich schwach. Dann lieber Ikkimel oder $hoki, die machen das besser.
Deren Content wurde mir immer mal wieder in den Algorithmus gespült und schon da erschienen mir die Kurzvideos immer ein bisschen zu gewollt provokant. Das gab mir alles so Vibes vom Reißbrett-Entwürfen oder Industry Plants.
Ikkimel und Shoki haben bei allem irgendwo doch noch eine künstlerische, originelle Komponente und bei diesem Duo kriegt man einfach den Eindruck, dass mit Ragebait-Content und möglichst eingängiger Musik die schnelle Mark (oder 6,90€ hihi) gemacht werden will. Das ist halt vollkommene Zweckmusik.
Wie eine von alten, weißen Männern, die den Fotzenalgorithmus geblickt haben, gecastete Fotzencombo. Durchchoreogeaphiert bis zum geht nicht mehr. Bin Riesenfan von Ikki und Shoki, aber diese Trittbrettfahrer lassen das Genre beliebig werden.
Finde es richtig gut, wie junge Frauen sich auch für Männerdomänen wie Sex interessieren.
Ich hab bisher FADM und Slutalarm (?) gehört. Fand erstgenannten Track ziemlich nice, auch wenn es schon SXTN gebitet wirkt. Aber macht mir schon gute Laune. Und einige Lines sind schon dufte. Wobei ich das Gefühl habe, zumindest bei fadm eine Diversifizierung des Männerthemas zu sehen und, dass sie dabei on point sind
Live sind die witzig.
Warum wird Frauen-Rap eigentlich immer so gehandhabt wie die Paralympics? Jeder männliche Rapper würde für die zitierten „guten“ Lines zerrissen - und das völlig zu Recht.
ist der Albumtitel ein Euphemismus für irgendwelche Quotenvorgaben?