Etwas rast- und ratlos wie nach langer Fahrt stehen sie auf ungewohnt unbeweglichem Boden um einen zur Ruhe gesetzten Oldtimer herum, über ihnen der Rhein, das graue Band ihres Lebens, der weiter fließen wird, so oder so. Es ist Zeit, etwas anderes zu machen. Die Entscheidung scheint unvermeidlich, …

Zurück zum Album
  • Vor 20 Tagen

    Die Lyrik ist wirklich Schauderhaft, weswegen ich mich konsequent weigere, dieses Album zu hören. Warum nicht einfach nochmal alles komplett anders schreiben/mitteilen am Ende? Wie kann man Campino so ungebremst das alles durchgehen lassen? Das Schönste, das für mich jedenfalls bleibt, ist der Sonnenuntergang irgendwann 1996 und wie ich mit meinem Fußball unter'm Arm durch die Nachbarschaft laufe - die übrigens großartig war, damals spielten Kinder noch auf der Straße bis Abends - und irgendwo bei anderen Eltern "Zehn kleine Jägermeister" aus dem Wohnzimmer trällert, selbstredend meistens von dem Nachbar, der Volkswirtschaft studiert hat und bei einer Großbank in Frankfurt am Main angestellt gewesen ist - no Front: die besten Kindergeburtstage fanden immer dort statt, schöner Garten, schönes Haus & die größte Süßigkeiten Abschiedstüte. Ich werd' dich immer fühlen, Campino und das hier am besten ignorieren, so gut es einfach geht. Der Verweis des Rezensenten auf die Volksvertreter, die uns zum Mehrarbeiten bewegen müssen, aufgrund der Zinslasten, die für die Reichen abgearbeitet werden sollen, ist endlich mal etwas, womit man Campino gehörig den Kopf waschen müsste. Vielleicht hätte auch er einfach die Arbeit liegen lassen sollen am Ende, um zu zeigen wie es im 21. Jahrhundert wirklich geht - das wäre das größte Geschenk an die (deutsche) Gesellschaft gewesen.

    Ungehört Unsterblich 1/5

    • Vor 20 Tagen

      Gewisse alte Perlen will man nicht abstreiten, man hat schlichtweg gute (Kindheits)Erinnerungen, geht mir sehr ähnlich wie dir.

      Dass er jedoch so grausamen lyrischen Bullshit wie auf diesem Album durchgehen lässt (in der Doku ist noch 'Teddybär' zu hören, was schlimmeres hab ich noch nicht gehört), während er seinen Mitmusikern teilweise erzählt, wie kacke ihre Solos sind, dass ist schon spektakulär.

    • Vor 19 Tagen

      Na toll, jetzt hab ich nen DÄ Ohrwurm von Oh-oh-ohho-ho-o Mein Teddy... Danke für nichts

    • Vor 19 Tagen

      @Lord Fentavinyl du redest QUARK, um NICHTS IN DER WELT solltest du REBELL jetzt in deinem GEISTERHAUS sitzen bleiben, sondern im FRIEDENSPANZER zur Diele und ZITRONENEIS mampfen. WAS HAT DER JUNGE DOCH FÜR NERVEN!

    • Vor 19 Tagen

      Wiesel X - Eine weiße deutsche Geschichte

  • Vor 20 Tagen

    Eine letztes Album inkl. Doku - das weckt natürlich bei jedem Fan, Sympathisanten, selbst beim Kritiker, ein bisschen Hoffnung, genau dass rausziehen zu können, was ihm so zum personal Gusto passt. Und hoppla - diese Idee funktioniert wunderbar, denn die Doku ist schonungslos ehrlich und das Ergebnis zumindest für Kritiker nicht überlebensgroß.

    Die Hosen sind 2026 eine Remiszenz an das, was einem persönlich am Ehesten von ihnen hängengeblieben ist: geiler Deutschrock von früher, unhumorige Ärzte-Konkurrenz aus Rüsselschroff, Partyrockband der 80/90er, Festivalhelden der großen RaR-Ära oder lame Befindlichkeitsrocker für Leute, die zur Hochzeit Sketchers tragen. Was sie heute nicht mehr sind - so wirklich relevant, hot, important to follow. Und wenn man sich die Doku ansieht, dann trieft das Selbstwissen über diese Adjektive auch aus den Poren der einzelnen Bandmitglieder und des Produzenten. 

    Wenn Campino auf'm Sofa sitzt und ächzend versucht, noch irgendwas 'spaßiges' aus der Birne in sein Leitz-Büchlein zu kritzeln, wenn er Ideen wie 'Oktoberfest' verfolgt, weil man nach Eigenaussage halt 'Material braucht', dann erklärt dass viele Autsch-Aspekte des neuen Albums. Und wenn Vom, Kuddel und Breiti vom überlebensgroßen Kreativ-Gatekeeping des selbst so unkreativen Sängers gefrustet sind, dann zeigt sich der wahre Grund, warum es nun doch besser ist, aufzuhören: weil da gemeinsam nichts neues mehr entstehen kann. Der Satz des Pythagoras ist aufgestellt, und egal welchen Buchstaben man random in die Gleichung einfügt, it's still the same algebra. Die Hierarchie ist eindeutig, das Ziel ist gesteckt, Neuland betritt hier keiner mehr. Auch nicht der, der grade den Sprechball in den Händen hält oder seine Riffs vortragen darf.

    The Laufzeit in your enemy - und bei der doch etwas schwachbrüstigen Entstehungsgeschichte ist dieses Album logischerweise eher Stückwerk ohne lyrische Stringenz, ein Wollknäul voller Knoten, welches jetzt auch keiner mehr entwirren will. Da folgt ein 'Wir sind zurück' auf 'Schön wars, good bye', da hat man in einem Song noch den gesellschaftlichen Niedergang zu verdauen, dann geht's um den schönsten Moment im Leben, nur um danach endgültig am Totenbett zu versauern. Es ist, als wolle man jedem Fan noch ein mal einen Song für den persönlichen Moment geben. Eine schöne Grundidee für Fans, die auf Albumlänge diese Themenachterbahn ja schon von anderen Alben kennen - für mich persönlich ist es jedoch auch dieses mal wieder zu viel Kleister in allen Ecken. 'Trink aus' ist für mich die wirklich schon und ehrliche Nummer, die hängen bleibt. Und der Gedanke, ob eine Goodbye EP mit 5-6 komprimiert großartigen Tracks nicht geiler gewesen wäre.

    Zu den Covers - naja, die Gästeliste ist fantastisch, doch auch hier stellt sich die Frage nach der Relevanz. Ist 'Komplett im Arsch' mit Campino echt ein Goodie oder kann dass weg? Muss er nun auch noch mit Marteria rappen? Fühlt sich das nicht zu sehr nach Scheiße-Tanztee an, wenn die Band am Cover zu 'Ich liebe das Leben' scheitert, weil es dafür mehr braucht, als weniger Lautstärke am Gitarren-Poti? Verneigung vor den großen Idolen und Musikerkollegen ist immer löblich, man ist ja Entertainment-Family, aber ein schöner Output ist aber auch da nicht garantiert. Die Coverplatte (25 Songs, 25!)  bleibt für mich nicht mehr als ein Kritzelbild am Kühlschrank - nett gemeint, emotional schön aufgeladen, aber dauerhaft nicht wertvoller als das zehnte USB Kabel in einer Kruschtelschublade. Hätte man hier einen Hosen-Song in Campinos ach so bekanntem 'Live Aid' Format mit allen Gästen aufgenommen, es hätte die Sache nicht besser gemacht, aber abgekürzt.

    Nach 3 Durchläufen und 6h 36min werfe ich das Handtuch in den Ring und muss feststellen, dass ich genug von DTH habe - und zwar für eine lange Zeit. Und auch wenn ich an Farin auf der Platte denke, wenn ich die Lyrics zu 'Wir sind die Hosen' lese und im Kopf mit seinem neuesten Output 'Happy 2BD' oder '999' kombiniere, dann wird mir um alles, was die nächsten Jahre aus Berlin (aus Berlin!) noch kommt, auch schon Angst und Bange. 

    • Vor 19 Tagen

      Dieser Kommentar wurde vor 19 Tagen durch den Autor entfernt.

    • Vor 19 Tagen

      Gut geschrieben, punkpinguin! Campi hätte dich und nicht Marteria und den anderen um Mithilfe beim Texten bitten sollen. Aber auch etwas zu düster. Schlecht ist das Album nicht. Die Cover-CD allerdings schon - wenn man fremde Songs nicht kapert und sich zu eigen macht, etwas Neues draus macht, dann ist das leider einfach nur überflüssig, wie dein oben erwähntes 10. USB-Kabel.
      Aber gut ist es auch nicht, also das eigentliche Album. Sagen wir mal so: Es entwickelt sich. Richtung ungewiss. Nach dem ersten Hören saß ich ratlos da, derbe enttäuscht, ohne den Grund ganz genau benennen zu können. Als triffst du nach Jahren einen alten Kumpel wieder, willst ihn freudig begrüßen - und er haut dir einfach unvermittelt in die Fresse. Und meint danach, komm, gehen wir einen trinken, war nicht so gemeint. Nach dem 3. Hören kristallisiert sich eine Hand voll Songs heraus, die auf einmal Spaß zu machen scheinen (und bei mir ist da auch definitiv "Was ist mit uns los" dabei, aktuell sogar mein klarer Favorit). Nach dem 5. Hören verabschiedet sich der erste Song aber auch schon wieder aus dieser Gruppe (Düsseldorf). Zu einfach gestrickt, selbst für einen Eckkneipenschunkelsong, der länger durchhalten soll als der Mitgröhler da am Tresen, der gerade sein 10. Herrengedeck serviert bekommt.
      Ein auf und ab. Songmäßig und auch über die Zeit. Über das wiederholte Hören.
      Bin am 13.6. in Stuttgart auf dem Konzert. Natürlich werden sie Trink aus spielen, natürlich Die Show muss weitergehen. Hoffentlich auch Was ist mit uns los. Aber bitte nicht mehr. Ballast der Republik-Songs werden sich nicht vermeiden lassen, aber ansonsten...liebe Hosen....dreht die Zeit noch einmal zurück, weit zurück.

  • Vor 20 Tagen

    Hätte man anstelle von Kolja und Marteria mal lieber Hendrik Bolz als Ghostwriter genommen.

  • Vor 20 Tagen

    Die politischen Texte sind mehr als peinlich, Man merkt, dass Campino immer noch in der Vergangenheit lebt und kein Gespür mehr für die Belange der Menschen, die ermüdet sind vom Versagen der immergleichen Fratzen im Fernsehen hat. Was will ein satter Wessi-Medienmillionär auch den (Ost)deutschen erzählen, wie sie zu leben und was sie zu denken haben?

    • Vor 20 Tagen

      was sind denn die Belange der Menschen, die konträr zu den politischen Inhalten der Texte stehen?

    • Vor 20 Tagen

      ich finde schade das sie haben keinen impf song das wäre politisch und medizinsch sehr korekte move

    • Vor 20 Tagen

      @ElMassivo
      Ich denke, sie wollten sich eher mit aktuellen Themen verabschieden. Und der Song "Was früher einmal war" ist thematisch wahrscheinlich schon abgesteckt gewesen.

    • Vor 20 Tagen

      ich dachte mit "ja, ich will" wäre das Thema abgedeckt

    • Vor 20 Tagen

      ah, und als Nachtrag: Wenn ich das richtig sehe, hat den Track Materia mitgetextet, was die Kritik am Wessi-Meidenmillionär gegenüber den Ostdeutschen nochmal spannender macht.

    • Vor 20 Tagen

      Die Belange der Menschen/Fans, dass ist mittlerweile auch nicht mehr so richtig homogen, wenn man ehrlich ist. Ein Teil der 'schlechten Nachbarn' sitzt ja mittlerweile im eigenen Publikum, da muss man nicht mal mehr ins 'Milieu' abtauchen und'n SOng drüber machen.

    • Vor 20 Tagen

      "Ein Teil der 'schlechten Nachbarn' sitzt ja mittlerweile im eigenen Publikum"

      Wenn man als Punkband mehr als 500 Leute zieht, dann kommen halt auch unweigerlich Idioten. Spätestens mit "Hier kommt Alex" waren die Hosen dann halt auch für irgendwelche Proleten interessant, über die sie sich 6 Jahre zuvor in Opel-Gang noch amüsiert hatten.

    • Vor 20 Tagen

      "Wenn man als Punkband mehr als 500 Leute zieht, dann kommen halt auch unweigerlich Idioten."

      Jein - natürlich kann man sich nicht für jeden Zuhörer verbürden, aber als Band hat man auch mit größerem Publikum die Wahl.

      Bei den Hosen war die Gleichung immer Erfolg > Haltung, was per se ja nichts schlimmes ist, im Ergebnis aber halt dazu führt, dass natürlich mehr Honks im Publikum stehen. Und ggü den Ärzten haben die Hosen halt kein übergroßes 'Schrei nach Liebe', welches halt bis heute noch klar die Linie zieht, sondern oft nur kleinere Albumnummern, für die sich idR keiner interessiert.

    • Vor 19 Tagen

      ja ich denke ein grosse hit gegen ungeimpfte und das wäre schrei nach liebe in modern

    • Vor 18 Tagen

      Absolut peinlich, dass sich die Hosen erdreisten, Songs gegen eine demokratische Partei, die aktuell die Bundestagswahl mit Abstand gewinnen würde, zu schreiben und deren Wähler als "Nazis" abzustempeln. Die Hosen leben politisch in der Vergangenheit und haben, wie die Altpartein und deren Wähler vergessen, auf den Zug in die Zukunft aufzuspringen. Während CDUSPDGRÜNE einen Dreck um das Volk geben, kümmert sich die AfD, insbesondere im Osten, auch um die Belange der Armen und der ländlichen Bevölkerung und wird dort mit entsprechenden Wahlanteilen belohnt. Das Volk steht über allem und nicht Politiker und auch nicht die EUDSSR.

    • Vor 18 Tagen

      Na, wie ist das Wetter bei dir in St. Petersburg so? Immer noch Rauchschwaden überall?

    • Vor 18 Tagen

      Das ist, was sie dir versichern und was du glauben willst. Probleme zu benennen ist nicht das gleiche wie sie angemessen zu lösen. Und falls sich ihr Einfluss weiter ausweitet bist du noch ärmer dran als vorher. Für Empathie und Toleranz braucht man einen gefestigteren Charakter als für Angst und Hetze. So bist du leichte Beute und begreifst es nicht einmal...

    • Vor 18 Tagen

      @ehrbar: Dein Kommentar basiert auf zwei zentralen Fehleinschätzungen: erstens, dass die AfD eine „demokratische Partei“ sei; zweitens, dass sie sich besonders um „die Armen und die ländliche Bevölkerung“ kümmere.

      Tatsache ist: Die AfD ist laut dem Bundesverfassungsschutz inTeilen als verdächtig einzustufen, weil Teilbereiche der Partei und ihre Wählerschaft antisemitische, rassistische und menschenfeindliche Vorurteile verbreiten. In einigen Landesverbänden wurden bereits Vereinigungen wegen Verfassungsfeindlichkeit verboten. Der Begriff „demokratische Partei“ ist hier irreführend – eine Partei, die systematisch demokratische Grundwerte untergräbt, darf nicht ohne Weiteres als demokratisch gelten, auch wenn sie an Wahlen teilnimmt.

      Zweitens: Dass die AfD in Ostdeutschland Zustimmung erfährt, hat weniger mit konkreter Fürsorge für Arme oder Landbewohner zu tun, sondern mit strukturellen Folgen der Wiedervereinigung, sozialem Rückstand und einer langjährigen Politikverdrossenheit. Die AfD nutzt diese Lücken, indem sie einfache Erklärungen anbietet – etwa Migration als Schuldigen für soziale Probleme – statt strukturelle Lösungen vorzuschlagen. Ihre Konzepte zur Stärkung ländlicher Räume bestehen überwiegend aus Rhetorik, nicht aus nachvollziehbaren, finanzierbaren Programmen.

    • Vor 18 Tagen

      @Caps
      Jetzt verstehe ich deinen Punkt besser, deine Energie nicht mit komplett eigenen Ausführungen für so etwas so verschwenden.

    • Vor 18 Tagen

      Ich finde es halt wichtig solchen Behauptungen und anderen Lügen die Tatsachen entgegenzustellen, doch das bedeutete immer wesentlich mehr Arbeit leisten zu müssen als die Lügner, weswegen es oft nicht geschehen ist. Jetzt muss ich die Antwort nur lesen und vielleicht hier und da noch nachschärfen oder ganz kurz die Validität von Faltenbehauptungen überprüfen, und alle, die es lesen, werden mit Sachen konfrontiert, die nur mit kognitiver Dissonanz überwunden werden können.

    • Vor 18 Tagen

      *Faktenbehauptungen

    • Vor 18 Tagen

      @ehrbar Die gesellschaftliche Gruppe, für die die AfD am wenigsten tut, sind die finanziell Schwachen. Mit dem Steuerprogramm und der Finanzierungspolitik gewinne maximal nur die oberen 1% unserer Bevölkerung, sonst niemand.

    • Vor 18 Tagen

      Noch als Ergänzung: Die AfD leistet keine Fürsorge für Arme und Landbewohner. Dieses Märchen verkauft sie ihren Wählergruppen, de facto schreibt sie aber Steuerpolitik für Spitzenverdiener in ihr Wahlprogramm. Es würden reiche Menschen profitieren, während Arme noch weniger in der Tasche hätten. Die größte Leistung dieser Partei ist es, Politik gegen die Interessen ihrer Wähler zu machen, dafür aber belohnt zu werden.

  • Vor 20 Tagen

    Ich bin bin zwiegespalten. Meines Erachtens sind "Opium" und "In aller Stille" die besten Studioalben. Mein Herz wird immer am Live-Album "Zum bitteren Ende" hängen, weil es mein Erstkontakt mit den Hosen war.

    Ich habe die letzten Alben nicht mehr wirklich verfolgt.

    "Trink aus..." hat starke Momente.

    Den Auftakt mit Farin find ich, mindestens für Hosenverlhältnisse, schon fast innovativ und dafür auch super.

    Die schnellen Nummern sind meistens auch gut, wenn auch weniger innovativ.

    "Was früher einmal war" ist, ohne Zweifel, ein guter Song.

    "Augen zu" ist ein "Nur zu Besuch" Abklatsch und nicht besonderns spannend.

    "Lass mal nicht machen" ist kacke...keine Ahnung wieso das auf dem Album ist.

    "Glück" ist auch kein besonderer Glücksgriff...

    Wie gesagt, kein totaler Reinfall, ein paar starke Songs, ein paar mittelmässige Songs, ein paar schwache Songs...ein paar weniger Songs generell hätten der Platte gut getan...

    • Vor 20 Tagen

      ""Lass mal nicht machen" ist kacke...keine Ahnung wieso das auf dem Album ist."

      Wenn ich mir die Drop-Outs anhöre, an denen sie in der Doku arbeiten, dann hab ich da so eine leise Ahnung...

    • Vor 20 Tagen

      Wenn Vom von 60+ Instrumentals spricht, und sich darüber beschwert, dass Campi keine Texte liefert, er und der Producer aber ständig neue Instrumentals fordern, dann muss man sich echt fragen, was da alles schief gelaufen is. Da scheint es beim Prozess/Erwartung/Ziel massive Unetrschiede zwischen den Leuten gegeben haben.

    • Vor 20 Tagen

      Das Geile ist doch, dass er dann so einfallslosen Quatsch liefert. Wenn die Texte auf dem Album das Kondensat eines langen Prozesses sind, dann gute Nacht.

    • Vor 20 Tagen

      An den Instrumentals lag es eher nicht, sondern eher an den Texten würde ich mal vermuten. Wenn ich mir die Schnipsel von "Oktoberfest" und "Teddybär" anrufe, dann ist "Lass mal nicht machen" fast schon große Kunst, was die Lyrics angeht, und ich will mir gar nicht ausmalen, welche Texte da wohl noch (glücklicherweise) durchs Raster gefallen sind.

    • Vor 20 Tagen

      Als jemand, der selbst Texte schreibt, graust mir die Vorstellung, dass jemand IM STUDIO irgendeinen Scheiß spontan auf einen Fresszettel kritzelt und die gleich ins Mikro nöhlt. Was ist mit Textstruktur, Wiederholungen, Abwandlungen? Als ob die Lyrics nicht auch einem Prozess unterworfen sind, sondern ab Minute 1 fertig sind.

      Bei der Vorbereitung wäre er aus jeder Blaskapelle schon rausgeflogen. Und dann im Studio jammern, dass die Athmo zum Texten schlecht is.

    • Vor 20 Tagen

      Seit der Ballast gibt es nur noch Texte aus dem Baukastenprinzip, aber so tief war das Level nie. Schicksal ist instrumental ein wirklich starker Song, aber erschreckend wie einfallslos der Text in der Strophe ist…

    • Vor 19 Tagen

      'Schicksal' hat so einfallslose Retortenlyrics, die könnte man auch in nen Schlager- oder Unheiligsong umtopfen. Aber anhand der Doku lässt sich ja erahnen, was für einen BS Kuddel und co. sich anhören müssten, wenn sie mal gesagt hätten "Alter Campi, was is'n dass fürn F*ck, schreib doch mal was über xy"

    • Vor 19 Tagen

      "(...) Ich bin bin zwiegespalten. Meines Erachtens sind "Opium" und "In aller Stille" die besten Studioalben.(...)"

      Echt jetzt? Bin ich alt oder so? Horrorshow? Auf dem Kreuzzug ins Glück? ALLE Alben davor? Verdammt, ich bin alt ....

    • Vor 19 Tagen

      "(...) Schicksal' hat so einfallslose Retortenlyrics, (...)" (Zitat: punkpinguin)
      Ich sag es nicht gerne, aber sowas konnt heraus, wenn du KI ins Boot nimmst ("...optimiere mir diesen Songtext..."). Das merkt man als alter Sack wie Campi (und ich) nicht, aber die Kids, die merken das sofort. wie meine beiden knöpfe (17 und 15). es gibt da Muster. der Beliebigkeit. der belanglosigkeit. das checken wir alten nur schwer, aber die Jugend hält sich verschämt die Hände vor die Augen ....

    • Vor 19 Tagen

      Hab mir die Lyrics von Schicksal durchgelesen und bin sehr sicher, dass daran kein LLM mitgewirkt hat.

    • Vor 19 Tagen

      "Opium" gerade kürzlich im Auto gehört - das waren Zeiten, als die Hosen noch wirklich mitreißende Mucke gemacht haben!

    • Vor 19 Tagen

      "Hab mir die Lyrics von Schicksal durchgelesen und bin sehr sicher, dass daran kein LLM mitgewirkt hat."

      How dare you! Die A(ngebliche) I(ntelligenz) L(arge)L(aciny)M(arten) hat hier ja wohl ganze Arbeit geleistet :mad:

  • Vor 19 Tagen

    Was mich an diesem Album am meisten stört, ist die offensichtliche Einfallslosigkeit. Dieses abgedroschene, pathetische „Wir blicken zurück, schauen aber auch nach vorn“. Das obligatorische Lied zum Verlust eines Angehörigen, das hier wenigstens mit „Es regnet Blumen“ eine schöne Metapher im Refrain hat. Der Rausschmeißer „Trink aus“, das „My Way“ der Toten Hosen. Bewährtes verkauft sich gut, bloß nicht die konservative Hörerschaft mit Neuem verschrecken, darum besser auf Nummer Sicher gehen. Marteria hat das Album dann noch in ganz eigener Hinsicht beeinflusst: „Alles verboten“ stand Pate für „Lass mal nicht machen“, die Heimatstadt ist hier „Düsseldorf“ statt „Mein Rostock“, und wenn Marteria drei Songs über seinen Sohn Louis macht, kann Campino doch auch mal was über seinen Sohn singen.

    Eigentlich schade, weil das Album mit dem Farin-Beitrag echt originell startet. „Wir waren nie weg“ ist eine bessere Hosen-Nummer und in dem Schwung laufen die beiden folgenden Singles ganz gut mit, aber dann fällt es ganz schön ab. In der ARD-Doku wurde ja immer wieder betont, wie schwer doch die Auswahl der richtigen Songs gefallen ist und wie wichtig der Band ein würdevolles letztes Album war. Am Ende scheint es auf schlechte Kompromisse hinausgelaufen zu sein. Wahrscheinlich wären die in der Doku genannten Stücke „Oktoberfest“ und „Teddybär“ trotz der albernen Titel eine bessere Wahl gewesen als Langweiler wie „Was früher einmal war“ oder „Kein Blatt zwischen uns“.

    Wenigstens finde ich „Was ist mit uns los“ einen authentischen nachdenklichen Campino-Beitrag. Kay Schier stört sich ja an dem Text, aber Punk und „Macht kaputt, was euch kaputt macht“-Attitüde haben die Hosen doch schon vor 40 Jahren abgelegt. Sie sind Rockstars, waren immer auf der Gewinnerseite und Campino ist der Boss, warum sollte er sich also selber ans Bein pinkeln oder linksextreme Ideale predigen, die er selber längst nicht mehr vertritt. Die meisten Fans stört das sicher auch nicht.

  • Vor 18 Tagen

    Wenn ich Punk will, hör ich Turnstile, da bekomm ich gratis Hardcore mit

  • Vor 18 Tagen

    Textlich gefühlt ein Album lang selbstreferentielles Schwelgen in Nostalgie, unterbrochen von Durchhalteparolen und einem Song über den eigenen Proberaum. Fand ich langweilig bis anstrengend, da helfen auch löbliche Ausnahmen wie "Was ist mit uns los" nicht. Zumal es auch diese Art Song schon besser von den Hosen gab (Willkommen in Deutschland, 5 vor 12, 1000 Gute Gründe).

    Musikalisch auch eher langweilig, es dümpelt alles so vor sich hin. Kein Song, der hängen bleibt, das Interessanteste ist da noch das Intro mit Farin Urlaub.

  • Vor 17 Tagen

    Wenn die Hosen nicht so megakorrekt wären, würden sie vielleicht auch mal wieder bessere Mucke machen. Bei denen muss man ja echt Schiss haben, dass plötzlich Frank-Walter Steinmeier auf die Bühne hüpft und mit Campino "Zehn kleine Jägermeister" singt. Einfach nur gruselig.

    • Vor 17 Tagen

      Der Björn und die Beatrix wären Dir lieber als der Frank-Walter, oder?

    • Vor 17 Tagen

      Politiker sollten sich einfach aus Kunst und Kultur raushalten. Dass du mich gleich in die AfD-Ecke stellst, nur weil ich kein Fan von Frank-Walter bin, zeigt, wie tief das politische Diskussionsniveau hierzulande mittlerweile gesunken ist.

    • Vor 17 Tagen

      Schelling: Schreibt polemischen Mist
      Theo: antwortet ebenso polemisch
      Schelling: Aber, aber Diskussionsniveau!! wääh wähh wäah

    • Vor 17 Tagen

      Orangensaft aus der Papptüte ist mehr Punk als Campino

    • Vor 16 Tagen

      Verstehe nicht, warum bei den Hosen oder DÄ plötzlich alle zu Hütern des Punk mutieren.

    • Vor 16 Tagen

      Wie bitte? Warum Campino jemals als Wilder gegolten hat? Gute Frage, berechtigte Frage.

    • Vor 16 Tagen

      Das ist wirklich interesschnaaarchhh

    • Vor 16 Tagen

      Tja, wie man in den Wald hineinruft... ;-)

      Aber mal im Ernst, wer über eine bekennend linke Band (wie links sie am Ende wirklich sind mal außen vor), wegen deren Korrektheit herzieht und dann noch den von Rechten neben Habeck zweitmeistgehassten Politiker heranzieht, ist in seiner Empörung dann halt ein Paradebespiel für Rechte, die keinesfalls Rechte sein wollen.

    • Vor 16 Tagen

      Hier geht es nicht um Empörung, sondern um berechtigte Skepsis. Mir ist schlicht das enge Zusammenspiel zwischen linksgerichteten Künstlern und der aktuellen Regierung suspekt. Sollten Kunst- und Kulturschaffende gesetzliche oder gesellschaftliche Missstände nicht viel eher kritisch begleiten? Es wirkt befremdlich, wenn sie sich stattdessen mit einem Bundespräsidenten gemein machen, dessen Amtsführung oft als farblos, rhetorisch inhaltsleer und eher spaltend statt einend wahrgenommen wird.

    • Vor 16 Tagen

      "Sollten Kunst- und Kulturschaffende gesetzliche oder gesellschaftliche Missstände nicht viel eher kritisch begleiten?"

      Machen viele doch. Du stellst es so dar, als könnte es da nur ein entweder/oder geben. Solche Vereinfachungen sind mir suspekt.

    • Vor 16 Tagen

      Ich glaube nicht, dass Kunst durch konkrete politische Programme wirkt, wohl aber durch eine geistige Gegenposition: Die Welt kann nur durch die Leute verbessert werden, die zu ihr im Widerspruch stehn. Kunst ist kein Gesetzestext und kein Wahlprogramm. Sie sagt dem Betrachter nicht konkret, welche Partei er wählen oder nicht wählen, welche politische Aktion er heute ausführen soll. Wenn sie das tut, rutscht sie schnell in die reine Propaganda ab.

    • Vor 16 Tagen

      „Die Welt kann nur durch die Leute verbessert werden, die zu ihr im Widerspruch stehn.“

      Das ist mir zu absolut, kontrastlos. Finde nicht, dass du eine Grundlage lieferst, um das zu behaupten.

      „ Kunst ist kein Gesetzestext und kein Wahlprogramm. Sie sagt dem Betrachter nicht konkret, welche Partei er wählen oder nicht wählen, welche politische Aktion er heute ausführen soll. Wenn sie das tut, rutscht sie schnell in die reine Propaganda ab.“

      Warum kann Kunst kein Gesetzestext sein? Als besonders dummes Gegenbeispiel seien Curse 10 Rapgesetze genannt. Deine Einschränkungen, was Kunst nicht sein kann, mögen oberflächlich betrachtet plausibel klingen, sind aber doch nichts als (hiermit schon teilweise widerlegte) Behauptungen.

      Das Spektrum zwischen Kunst und Propaganda, dass du beschreibst, ist subjektiv und normativ. Propaganda ist die Verbreitung von Ideen, und wenn wir uns sicher sind, dass es gute Ideen sind, dann sollten wir die verbreiten. Natürlich existiert dort ein Spannungsfeld, dass vor allem Kunstliebhabende dazu verleitet Werle geringzuschätzen, wenn sie sich zu gewollt oder konstruiert anfühlen, aber deswegen Kunst einzuschränken auf abstrakte politische Beobachtungen ist falsch. Triumph des Willens ist 10/10 Propaganda, Aber auch 10/10 Kunst.

    • Vor 7 Tagen

      Lass doch die arme Kunst in Frieden, damit haben wie meisten Leute und das neue Hosen Album eh nichts zu tun.

  • Vor 16 Tagen

    Drauf geschissen, sehe ich auch so. Schade das daß Zusatzalbum nicht erwähnt wird.

  • Vor 16 Tagen

    Die Lp,s sind in Ok , eben typischer neuerer Hosen Sound. Bin eben ,wie bei meiner Jugendband Nr 1 Die Ärzte, Fan der 90is Alben( Hosen: Kauf mich, Opium,Kreuzzug...., Ärzte: Bestie, Planet Punk ,Le frisur) oder ähnlichen sogenannten , damals angesagten Funpunk wie den Brieftauben, Mimmis, Bates und co....
    Ps: Hör ich immer noch gerne im Auto^^

  • Vor 15 Tagen

    Das ist einfach mal beste Schlagermusik - nur ein wenig lauter - bei den alternden Fans aber genau richtig - dann müssen die Hörgeräte nicht nachgestellt werden :-)

  • Vor 13 Tagen

    Ich finde die Rezension auch relativ schwach, insbesondere weil es das Bonusalbum mit den Covern und mit wirklich tollen Interpretationen und Gastmusikern komplett außen vor lässt.
    Ich finde dieses Bonusalbum, ähnlich wie schon bei Ballast der Republik, deutlich spannender als das Hauptalbum.

    Warum? Weil die Hosenmusik seit gut 25 Jahren extrem vorhersehbar ist.
    Das letzte wirklich spannende Hosenalbum mit eigenen Songs war Opium fürs Volk. Die Unpluggedalben fand ich auch noch recht interessant aufgrund der tollen Versionen ihrer Klassiker.

    Auch das Hauptalbum "Trink aus" enthält die üblichen Zutaten der Hosenalben der letzten 20 Jahre.
    Nostalgie pur mit unzähligen Rückblicken, Schunkelmusik über ihre Heimatstadt oder Statements, dass es weitergehen muss, dann die üblichen Balladen nach dem immer selben Strickmuster sowohl textlich als auch musikalisch und natürlich die politischen Statements aktuell gegen AFD und Co.

    Ich bin mit den Hosen aufgewachsen und "Kauf mich", "Horrorshow" und die 80er-Alben gehörten zu meiner Teenagerlektüre.
    Ich habe mit Kumpels den Bommerlunder, Bis zum bitteren Ende, Alles aus Liebe, Alex und Jägermeister unzählige Male mitgegrölt und war gespannt auf jedes weitere Album dieser Zeit.
    "Opium fürs Volk" war mein persönliches Highlight der Hosen und meiner Meinung nach ihr reifstes, vielseitigstes und mit Abstand bestes Album. Auch heute noch ein wirklich gutes Album.

    Alles was danach kam, war immer wieder gleich mit nur wenigen Höhepunkten. "Auswärtsspiel" war noch am besten dabei.
    Ich würde dem Hauptalbum "Trink aus" 2 von 5 Punkten geben, dem Bonusalbum aber 4 von 5 Punkten.
    Zusammen gebe ich 3 von 5 Punkten.
    Machts gut liebe Hosen und vielen Dank für viel tolle Musik in eurer langen Karriere.

  • Vor 9 Tagen

    Hmm, hat der Autor ein wenig #AfDerjucken? Wer es nötig hat mit Schimpfwörtern um sich zu werfen und sowas Kritik, geschweige denn Musikjournalismus nennt, ist für seine Kleingeistigkeit wirklich zu bedauern.