Etwas rast- und ratlos wie nach langer Fahrt stehen sie auf ungewohnt unbeweglichem Boden um einen zur Ruhe gesetzten Oldtimer herum, über ihnen der Rhein, das graue Band ihres Lebens, der weiter fließen wird, so oder so. Es ist Zeit, etwas anderes zu machen. Die Entscheidung scheint unvermeidlich, …

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  • Vor 4 Stunden

    Die Lyrik ist wirklich Schauderhaft, weswegen ich mich konsequent weigere, dieses Album zu hören. Warum nicht einfach nochmal alles komplett anders schreiben/mitteilen am Ende? Wie kann man Campino so ungebremst das alles durchgehen lassen? Das Schönste, das für mich jedenfalls bleibt, ist der Sonnenuntergang irgendwann 1996 und wie ich mit meinem Fußball unter'm Arm durch die Nachbarschaft laufe - die übrigens großartig war, damals spielten Kinder noch auf der Straße bis Abends - und irgendwo bei anderen Eltern "Zehn kleine Jägermeister" aus dem Wohnzimmer trällert, selbstredend meistens von dem Nachbar, der Volkswirtschaft studiert hat und bei einer Großbank in Frankfurt am Main angestellt gewesen ist - no Front: die besten Kindergeburtstage fanden immer dort statt, schöner Garten, schönes Haus & die größte Süßigkeiten Abschiedstüte. Ich werd' dich immer fühlen, Campino und das hier am besten ignorieren, so gut es einfach geht. Der Verweis des Rezensenten auf die Volksvertreter, die uns zum Mehrarbeiten bewegen müssen, aufgrund der Zinslasten, die für die Reichen abgearbeitet werden sollen, ist endlich mal etwas, womit man Campino gehörig den Kopf waschen müsste. Vielleicht hätte auch er einfach die Arbeit liegen lassen sollen am Ende, um zu zeigen wie es im 21. Jahrhundert wirklich geht - das wäre das größte Geschenk an die (deutsche) Gesellschaft gewesen.

    Ungehört Unsterblich 1/5

    • Vor 22 Sekunden

      Gewisse alte Perlen will man nicht abstreiten, man hat schlichtweg gute (Kindheits)Erinnerungen, geht mir sehr ähnlich wie dir.

      Dass er jedoch so grausamen lyrischen Bullshit wie auf diesem Album durchgehen lässt (in der Doku ist noch 'Teddybär' zu hören, was schlimmeres hab ich noch nicht gehört), während er seinen Mitmusikern teilweise erzählt, wie kacke ihre Solos sind, dass ist schon spektakulär.

  • Vor 3 Stunden

    Eine letztes Album inkl. Doku - das weckt natürlich bei jedem Fan, Sympathisanten, selbst beim Kritiker, ein bisschen Hoffnung, genau dass rausziehen zu können, was ihm so zum personal Gusto passt. Und hoppla - diese Idee funktioniert wunderbar, denn die Doku ist schonungslos ehrlich und das Ergebnis zumindest für Kritiker nicht überlebensgroß.

    Die Hosen sind 2026 eine Remiszenz an das, was einem persönlich am Ehesten von ihnen hängengeblieben ist: geiler Deutschrock von früher, unhumorige Ärzte-Konkurrenz aus Rüsselschroff, Partyrockband der 80/90er, Festivalhelden der großen RaR-Ära oder lame Befindlichkeitsrocker für Leute, die zur Hochzeit Sketchers tragen. Was sie heute nicht mehr sind - so wirklich relevant, hot, important to follow. Und wenn man sich die Doku ansieht, dann trieft das Selbstwissen über diese Adjektive auch aus den Poren der einzelnen Bandmitglieder und des Produzenten. 

    Wenn Campino auf'm Sofa sitzt und ächzend versucht, noch irgendwas 'spaßiges' aus der Birne in sein Leitz-Büchlein zu kritzeln, wenn er Ideen wie 'Oktoberfest' verfolgt, weil man nach Eigenaussage halt 'Material braucht', dann erklärt dass viele Autsch-Aspekte des neuen Albums. Und wenn Vom, Kuddel und Breiti vom überlebensgroßen Kreativ-Gatekeeping des selbst so unkreativen Sängers gefrustet sind, dann zeigt sich der wahre Grund, warum es nun doch besser ist, aufzuhören: weil da gemeinsam nichts neues mehr entstehen kann. Der Satz des Pythagoras ist aufgestellt, und egal welchen Buchstaben man random in die Gleichung einfügt, it's still the same algebra. Die Hierarchie ist eindeutig, das Ziel ist gesteckt, Neuland betritt hier keiner mehr. Auch nicht der, der grade den Sprechball in den Händen hält oder seine Riffs vortragen darf.

    The Laufzeit in your enemy - und bei der doch etwas schwachbrüstigen Entstehungsgeschichte ist dieses Album logischerweise eher Stückwerk ohne lyrische Stringenz, ein Wollknäul voller Knoten, welches jetzt auch keiner mehr entwirren will. Da folgt ein 'Wir sind zurück' auf 'Schön wars, good bye', da hat man in einem Song noch den gesellschaftlichen Niedergang zu verdauen, dann geht's um den schönsten Moment im Leben, nur um danach endgültig am Totenbett zu versauern. Es ist, als wolle man jedem Fan noch ein mal einen Song für den persönlichen Moment geben. Eine schöne Grundidee für Fans, die auf Albumlänge diese Themenachterbahn ja schon von anderen Alben kennen - für mich persönlich ist es jedoch auch dieses mal wieder zu viel Kleister in allen Ecken. 'Trink aus' ist für mich die wirklich schon und ehrliche Nummer, die hängen bleibt. Und der Gedanke, ob eine Goodbye EP mit 5-6 komprimiert großartigen Tracks nicht geiler gewesen wäre.

    Zu den Covers - naja, die Gästeliste ist fantastisch, doch auch hier stellt sich die Frage nach der Relevanz. Ist 'Komplett im Arsch' mit Campino echt ein Goodie oder kann dass weg? Muss er nun auch noch mit Marteria rappen? Fühlt sich das nicht zu sehr nach Scheiße-Tanztee an, wenn die Band am Cover zu 'Ich liebe das Leben' scheitert, weil es dafür mehr braucht, als weniger Lautstärke am Gitarren-Poti? Verneigung vor den großen Idolen und Musikerkollegen ist immer löblich, man ist ja Entertainment-Family, aber ein schöner Output ist aber auch da nicht garantiert. Die Coverplatte (25 Songs, 25!)  bleibt für mich nicht mehr als ein Kritzelbild am Kühlschrank - nett gemeint, emotional schön aufgeladen, aber dauerhaft nicht wertvoller als das zehnte USB Kabel in einer Kruschtelschublade. Hätte man hier einen Hosen-Song in Campinos ach so bekanntem 'Live Aid' Format mit allen Gästen aufgenommen, es hätte die Sache nicht besser gemacht, aber abgekürzt.

    Nach 3 Durchläufen und 6h 36min werfe ich das Handtuch in den Ring und muss feststellen, dass ich genug von DTH habe - und zwar für eine lange Zeit. Und auch wenn ich an Farin auf der Platte denke, wenn ich die Lyrics zu 'Wir sind die Hosen' lese und im Kopf mit seinem neuesten Output 'Happy 2BD' oder '999' kombiniere, dann wird mir um alles, was die nächsten Jahre aus Berlin (aus Berlin!) noch kommt, auch schon Angst und Bange. 

  • Vor 2 Stunden

    Hätte man anstelle von Kolja und Marteria mal lieber Hendrik Bolz als Ghostwriter genommen.

  • Vor einer Stunde

    Die politischen Texte sind mehr als peinlich, Man merkt, dass Campino immer noch in der Vergangenheit lebt und kein Gespür mehr für die Belange der Menschen, die ermüdet sind vom Versagen der immergleichen Fratzen im Fernsehen hat. Was will ein satter Wessi-Medienmillionär auch den (Ost)deutschen erzählen, wie sie zu leben und was sie zu denken haben?

    • Vor 54 Minuten

      was sind denn die Belange der Menschen, die konträr zu den politischen Inhalten der Texte stehen?

    • Vor 53 Minuten

      ich finde schade das sie haben keinen impf song das wäre politisch und medizinsch sehr korekte move

    • Vor 40 Minuten

      @ElMassivo
      Ich denke, sie wollten sich eher mit aktuellen Themen verabschieden. Und der Song "Was früher einmal war" ist thematisch wahrscheinlich schon abgesteckt gewesen.

    • Vor 29 Minuten

      ich dachte mit "ja, ich will" wäre das Thema abgedeckt

    • Vor 27 Minuten

      ah, und als Nachtrag: Wenn ich das richtig sehe, hat den Track Materia mitgetextet, was die Kritik am Wessi-Meidenmillionär gegenüber den Ostdeutschen nochmal spannender macht.

    • Vor 10 Minuten

      Die Belange der Menschen/Fans, dass ist mittlerweile auch nicht mehr so richtig homogen, wenn man ehrlich ist. Ein Teil der 'schlechten Nachbarn' sitzt ja mittlerweile im eigenen Publikum, da muss man nicht mal mehr ins 'Milieu' abtauchen und'n SOng drüber machen.

  • Gerade eben

    Ich bin bin zwiegespalten. Meines Erachtens sind "Opium" und "In aller Stille" die besten Studioalben. Mein Herz wird immer am Live-Album "Zum bitteren Ende" hängen, weil es mein Erstkontakt mit den Hosen war.

    Ich habe die letzten Alben nicht mehr wirklich verfolgt.

    "Trink aus..." hat starke Momente.

    Den Auftakt mit Farin find ich, mindestens für Hosenverlhältnisse, schon fast innovativ und dafür auch super.

    Die schnellen Nummern sind meistens auch gut, wenn auch weniger innovativ.

    "Was früher einmal war" ist, ohne Zweifel, ein guter Song.

    "Augen zu" ist ein "Nur zu Besuch" Abklatsch und nicht besonderns spannend.

    "Lass mal nicht machen" ist kacke...keine Ahnung wieso das auf dem Album ist.

    "Glück" ist auch kein besonderer Glücksgriff...

    Wie gesagt, kein totaler Reinfall, ein paar starke Songs, ein paar mittelmässige Songs, ein paar schwache Songs...ein paar weniger Songs generell hätten der Platte gut getan...