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Jacques Dutronc - "Jacques Dutronc"

Johnny Depp verehrt ihn, KMFDM und Arctic Monkeys-Sänger Alex Turner coverten seine Songs, dabei ist die Rede von einem Franzosen. Jacques Dutronc ist so etwas wie die Speerspitze zeitloser Coolness. Er hat den besten Look, die coolsten Frauen und so viel Charme, dass es sich vermutlich sogar gut angefühlt hat, von ihm verspottet zu werden.

1966 ist der 23-Jährige praktisch über Nacht ein Superstar. Als Alain Delon der Rockmusik tritt er als Mod-Dandy im maßgeschneiderten Anzug und mit Zigarre auf die Bühne, klingt aber nicht wie einer der zahlreichen amerikanischen Crooner, sondern latent französisch (Chanson), und stets aufmüpfig (Beat). "Jacques Dutronc" spricht der Jugendkultur im Vormärz der 68er-Bewegung aus der Seele.

Seinen Garage Rock-Songs "Et Moi, Et Moi, Et Moi", "Les Cactus" und "On Nous Cache Tout, On Nous Dit Rien" verpasst sein Texter Jacques Lanzmann Ironie, Sarkasmus und eine Prise Nihilismus. Dutronc veredelt diese mit einem unverwechselbaren, augenzwinkernden Gesangsstil, der gern mal ins Kläffende kippt, wenn er den damaligen Männer-Chauvinismus und die Konsumfixierung der Pariser Schickeria parodiert. Die Jugend verehrt ihn als Rebellen, dabei hat der Exzentriker für Aufstände wie die Hippie-Kultur nur ein müdes Lächeln übrig. Sein beißender Spott hebt ihn jedoch vom Rest der aufstrebenden French-Rocker deutlich ab, und seine Mischung aus Chanson, Soul, The Kinks und Spencer Davis Group hat bis heute nichts von ihrer Faszination eingebüßt.

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