Bryan Ferry - "Let's Stick Together"
Dieses ist im Grunde ein Album im echten, ganz ursprünglichen Sinne: Hineingeklebt hat Bryan Ferry größtenteils zuvor bereits veröffentlichtes Material von B-Seiten und einer EP. Insbesondere für Fans von Roxy Music dürfte der dritte Alleingang ihres Sängers interessant sein, eventuell sogar als Trostpflaster dienen. Obwohl die Band seit kurzem getrennte Wege ging, steckt sehr viel von ihr in diesem Release: Paul Thompson, Eddie Jobson, John Gustafson, John Porter, Phil Manzanera, David O'List sind allesamt beteiligt. "Let's Stick Together", irgendwie trotzdem.
Die Anhänglichkeit, die beim Personal beginnt, setzt sich in den Songs fort: Bryan Ferry zeigt zwar auch keine Hemmungen, die ganz Großen zu covern, wie seine Versionen von Beatles-, Marvin Gaye- oder Everly Brothers-Titeln beweisen. Größtenteils interpretiert er auf diesem Sammelsurium von einer Platte aber alte Roxy Music-Nummern, etwa "Sea Breezes" vom selbstbetitelten Debüt der Gruppe, oder "Casanova" von ihrem '74er-Album "Country Life". Die Remakes entwickeln ihren ganz eigenen Charme. Bryan Ferry glättet und poliert, ohne ins Beliebige abzuglitschen, und haucht den Stücken deutlich mehr Jazz- und R'n'B-Flavour ein, als den Originalfassungen innewohnte.
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Bryan Ferry - "Let's Stick Together"*
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