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Queen - "A Day At The Races"

"Wir geben uns nicht mit weniger zufrieden als Platz eins in Amerika." Das Ego von Queen erblüht nach dem Erfolg von "Bohemian Rhapsody" 1976 in neuer Größe. Dass sich am Horizont bereits Punk abzeichnet, interessiert die Band (noch) nicht, Queen schauen auf "A Day At The Races" nur auf sich selbst - so sehr, dass der Hit aus dem Vorjahr mit "The Millionaire Waltz" quasi einen baugleichen, ultrakomplexen Nachfolger erhält. Erstmals sind Queen auch selbst für die Produktion zuständig, an der stilistischen Vielseitigkeit ändert sich nichts.

Das strahlende Highlight setzt die Single "Somebody To Love", die kompletteste, pompöseste und theatralischste Piano-Ballade in der Karriere Freddie Mercurys. Sein langgezogenes "Somebody toooooooo" kurz vor Schluss und die nachfolgenden "Lo-ho-ho-ho-ho-ho-ho-ho-hove"-Gesangskapriolen galten 15 Jahre lang als absolut unkopierbar, bis plötzlich ein George Michael daherkam und die Nummer mal eben aus dem Hemdsärmel schüttelte.

"You Take My Breath Away" ist ein ergreifender Balladen-Moment, "You And I" herrlich leichtfüßiger John-Deacon-Pop und "Good Old-Fashioned Loverboy" nimmt schön den Faden von "Seaside Rendezvous" auf. Danach hätte man die Aufnahmen beenden sollen: Am Ende schleppt sich die Platte mit Roger Taylors Hardrock-Gegniedel "Drowse" und Brian Mays endlos pathetischem "Teo Torriatte" nur mit Mühe über die Ziellinie.

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