Thin Lizzy - "Jailbreak"
Live waren Thin Lizzy auch schon vor 1976 für rohe und kraftvolle Rockmusik bekannt. Im Studio konnten sie diese Energie aber nicht so recht einfangen. Das änderte sich erst mit "Jailbreak" grundlegend.
Nachdem die beiden Vorgänger-Alben "Nightlife" (1974) und "Fighting" (1975) floppten, setzte das Label Vertigo der Band die Pistole auf die Brust: entweder liefern, oder fliegen. Dieser Druck gebar einen Diamanten, der für folgende Nachwuchsmusiker als Blaupause für derben Rock diente.
Frontmann Phil Lynott übernahm mit Produzent John Alcott das Zepter. Damit stießen sie vor allem Gitarrist Brian Robertson vor den Kopf, der schon einige Keyboard-Parts eingespielt hatte und nun zusehen musste, wie an seiner statt Tim Hinkley in die Tasten griff. Statt der angedachten Single "Running Back" schickten Thin Lizzy "The Boys Are Back In Town" ins Rennen. Diese Entscheidung erwies sich als goldrichtig. Im Sog des Single-Hits (Platz eins in Irland, Top Ten in UK und Platz zwölf in den USA) schoss auch das Album in für die Band neue Sphären vor.
"Jailbreak" gilt noch immer als die Krone der Thin Lizzy-Diskografie. Der musikhistorische Nachhall ist bis heute zu spüren.
Kaufen?
Wenn du über diesen Link etwas bei amazon.de bestellst, unterstützt du laut.de mit ein paar Cent. Dankeschön!
Noch keine Kommentare