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A-ha - "Scoundrel Days"

"Take On Me" überstrahlt aus heutiger Sicht vieles. Das führt bisweilen zu der merkwürdigen Annahme, die drei Norweger seien ein One-Hit-Wonder. Dabei schafften es allein in den 1980ern ganze acht Songs in die Top Ten der britischen Charts: gar nicht so schlecht.

Gerade einmal ein Jahr nach ihrem Debütalbum "Hunting High and Low" legten A-ha mit "Scoundrel Days" bereits den Nachfolger vor. Der Sprung war immens. Die Band zeigte sich deutlich erwachsener und ließ den Synth-Pop zumindest ein Stück weit hinter sich. Pål Waaktaar-Savoys Gitarre trat dabei deutlich stärker in den Vordergrund, ohne Furuholmens Keyboards zu viel Platz zu klauen.

Das Eröffnungs-Trio aus dem Titelsong, "The Swing Of Things" und "I've Been Losing You" zählt zu den besten Album-Openern des Jahrzehnts. Morten Harket präsentierte sich in bestechender Form, bediente jede Ecke seiner beeindruckenden Range. Doch auch im weiteren Verlauf überzeugt das Album. "Soft Rains Of April", "The Weight Of The Wind" oder "Manhattan Skyline" zeigen das Trio auf einem songwriterischen Höhepunkt. Dabei bediente man sich aber auch des Tricks, bei einigen Songs, etwa "Scoundrel Days" ("The Leap") und "Soft Rains Of April", auf alte Ideen der Vorgängerband Bridges zurückzugreifen.

"Scoundrel Days" verkaufte sich immerhin über fünf Millionen Mal. Die große Differenz zum Debüt erklärt sich auch dadurch, dass sich Amerika spätestens nach "Manhattan Skyline" abwandte und offenbar nicht mehr recht verstand, was diese Norweger ihnen vermitteln wollten. In Europa hingegen blieb der Erfolg noch eine Weile ungebrochen.

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