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Prince - "Kiss"

So bekannt und beliebt "Kiss" auch ist, bedurfte es schon reichlich Einsatz des Purple One, ehe das Stück auch als Single erhältlich war, denn das Label Warner war so gar nicht überzeugt von dem, das sie da zu hören bekamen. Dass ein Song ohne Bassline auskommt, ist schon ungewöhnlich. Der seltsam programmierte Beat und allgemein die maximale Reduktion klangen damals unvertraut.

"Kiss" startete als rein akustisches Demo, ehe Prince den Track der Funkband Mazarati gab, die mit Princes Produzent David Z. gerade an ihrem Debüt feilte. Jener Z. fügte dem Demo die markanten Drum-Sounds hinzu, die dem Multiinstrumentalisten derart gut gefielen, dass er sich den Song wieder unter den Nagel riss und ihn selbst fertigstellte.

Das Video ist ähnlich abgespeckt. Man sieht Prince um eine Dame (Monique Mannen) tänzeln, auf einem Hocker sitzt Wendy Melvoin, damals Teil der Backingband Revolution. Jene Wendy 'kommentiert' Princes Balzversuche mit einer humoristischen Mimik, dass man den darunter liegenden Humor der Nummer quasi mit Händen greifen kann. Die Skepsis des Labels war dann auch unbegründet. "Kiss" avancierte zu einem der größten Erfolge in Prince' Karriere.

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Ein Track ohne Bassline? Wo gibts denn sowas? Na, hier, zusammen mit Verwechslungen, eingerissenen Wänden und einem Orgasmotron. G-g-g-geil!

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