Masta Ace Incorporated - "Sittin' On Chrome"

Für Masta Ace, den Rapper, war es das dritte Album, für Masta Ace Incorporated, die Crew, das zweite und zugleich letzte. Ehe interne Differenzen The I.N.C. aber den Garaus machten, landeten sie mit "Sittin' On Chrome" ihre bis dahin größten Erfolge. "Born To Roll", ein westcoastiger Neuaufguss von "Jeep Ass Niguh", dem Hit aus dem Vorgängeralbum "SlaughterHouse", schlug zum Beispiel noch heftiger ein als das Original.
Nicht nur hier hat der spätestens seit Dr. Dres "Chronic" schwer angesagte G-Funk seine Spuren hinterlassen: "Brooklyn Bass Music" nannte Ace das, man könnte aber durchaus auch sagen: "Sittin' On Chrome" atmet Westcoast-Sound von vorne bis hinten. Das wäre im Grunde nicht weiter erwähnenswert, wäre es nicht in einer Zeit entstanden, die tief in Beef und Lagerbildung steckte, als schaukelte der Konflikt zwischen Ost- und Westküste Mitte der 90er nicht gerade seinem hässlichen Höhepunkt entgegen.
Um jedoch wirklich Brücken von Küste zu Küste zu schlagen, hatte Masta Ace in den eigenen Reihen wohl einfach zu viel am Hals. Das Verhältnis der Masta Ace Incorporated-Mitglieder untereinander war offenbar dermaßen zerrüttet, dass ihr Namensgeber nicht nur die Gruppe, sondern gleich die ganze Szene hinter sich ließ. Erst sechs Jahre später kehrte er mit "Disposable Arts" zurück - in eine mittlerweile völlig umgekrempelte Rap-Landschaft. Dass er dort, wenngleich eigentlich ein Relikt aus längst vergangenen Tagen, nach rundherum vollzogenem Generationswechsel nicht nur bestehen, sondern oben mitspielen konnte, spricht für seine Skills. Masta Ace' geschliffenes Pengame und sein uniques Storytelling: Pfunde, mit denen auch "Sittin' On Chrome" bereits wucherte.
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