GZA - "Liquid Swords"

Falls jemand denkt, Schimpftiraden gegen die Musikindustrie seien ein relativ junges Phänomen: Mit seinem Rant "Labels" lieferte GZA schon vor 30 Jahren den Gegenbeweis. Seinen ganzen Frust über Ausbeutung, Abzocke und Knebelverträge ließ er hier einfließen, all seine negativen Erfahrungen mit den Strukturen. Als ältester in den Reihen des Wu-Tang Clans und der erste, der eine Plattenvertrag an Land gezogen hatte, brachte er davon einiges mit.
"Liquid Swords" ist eigentlich schon sein zweites Album im Alleingang, jedoch dasjenige, auf dem seine Solo-Karriere dann wirklich fußt. Die Schwerter, die er führte: ein smoother Flow, eine an Bildern überreiche Sprache und die effektivste Waffe von allen: Wissen, Wissen, Wissen. Sein Alias ist ja nicht grundlos vom Himmel gefallen.
The Genius entführte auf "Liquid Swords" zwar in die cineastischen Welten von "Shogun Assassin", stopfte das Martial-Arts-Film-Setting aber bis zum Bersten mit Referenzen aus Wissenschaft, Philosophie und Schach voll, und selbstredend auch mit Beobachtungen aus dem realen Leben in Staten Island, wo in des RZAs Basement-Studio einige der besten Rap-Tracks der gesamten Wu-Historie entstanden: "Cold World","4th Chamber", "Shadowboxing" - und natürlich das besagte "Labels".
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1 Kommentar
Bestes Clan Albung und natürlich das Beste hier in dieser Liste.