Mobb Deep - "The Infamous"

Bereit für die Speerspitze des Hardcore-Hip Hop von der Eastcoast? Falls nicht: Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts für Sie zu sehen.
Falls doch: in Deckung. Mobb Deep sind nicht zu Späßen aufgelegt. Es gibt ja auch nicht besonders viel zu lachen in den Straßen von Queens: "I'm only nineteen but my mind is old", stellt Prodigy sicherheitshalber gleich mal klar, "and when the things get for real my warm heart turns cold / another nigga deceased, another story gets told."
Die passenden Beat-Kulissen dazu zimmert sein partner in crime, Havoc: Aus knochentrocken-treibenden Drumpatterns, tiefen Bässen und minimalistisch-melancholischen Samples kreiert er einen tonnenschweren, wahrhaft beängstigenden Betonwüsten-Sound, den die boombappigen Sonnenstrahlen, die sich vereinzelt in die Häuserschluchten verirren, nur noch finsterer erscheinen lassen.
Dass sich die beiden Mobbster an einer High School für Kunst kennen gelernt haben (übrigens dieselbe, die Designer Calvin Klein besucht und die später Rapperkollegen wie Pharoahe Monch, Fabolous oder A$AP Ferg ausgespuckt hatte), tut ihrer Realness wenig Abbruch: Beide aufgewachsen in Queensbridge, kennen Prodigy und Havoc die Hood aus erster Hand, und sie bringen die lyrischen und musikalischen Fähigkeiten mit, zu vermitteln, was dort abgeht.
Bald kopfnicken sich Heads weltweit zu den hypnotischen Loops an den Rand der Genickstarre. "The Infamous" wird erst vergoldet, dann Platin-veredelt und zählt rückblickend zu den einflussreichsten Alben der Rap-Geschichte.
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1 Kommentar
Mist, hätte die Liste fertiglesen sollen...natürlich ist dieses Albung das Beste in der Liste and it's not even close...