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Miriam Makeba - "Live From Paris & Conakry"

Fällt der Name Miriam Makeba, denken alle erst einmal an "Pata Pata". Das ist einerseits legitim, handelt es sich dabei ja fraglos um einen, um ihren Über-Hit. Er sollte aber nicht dazu verleiten, eine fantastische Sängerin zum One-Hit-Wonder zu stempeln.

Dass die Südafrikanerin ihr Leben jahrzehntelang weit entfernt von ihrer Heimat zubringen musste, hat ihre Liebe für Mama Africa nur noch befeuert. Sie strömt aus jeder Zeile, jedem Wort, jedem Ton ihrer Songs. "Live From Paris & Conakry" verschafft davon einen guten Eindruck. Die Aufnahmen stammen zwar bereits aus den 70er Jahren, hatten, als sie um die zwanzig Jahre später erschienen, aber nichts von ihrer Kraft und dem Zauber verloren.

Der Zusammenschnitt aus zwei Konzerten, eins aus dem Exil im westafrikanischen Guinea, das andere im Pariser Champs-Elysées-Theater, zeigt Makebas gesamte Bandbreite. Mühelos wechselt sie zwischen mehreren Sprachen, allein auf diesen Aufnahmen deren sechs. Der Panafrikanismus, den sie vertrat, schloss für Miriam Makeba keinesfalls aus, sich auch westlichen Strömungen zu öffnen und Soul, Funk, Pop und Folk in ihren Sound zu integrieren.

So allumfassend wie ihre Einflüsse gestalten sich dann auch die Stimmungen auf dieser Platte: Politische Ansagen und schwelgerische Balladen erscheinen bei Makeba nicht wie Gegensätze, sondern als seien sie voneinander füreinander geboren worden. Erst "Malcolm X" und "U. Shaka" besingen und dann zu "Pata Pata" tanzen: Warum also nicht? Miriam Makeba war stets eine politische Figur, eine Kämpferin. Wofür aber sollte es sich zu kämpfen lohnen, wenn nicht für die Liebe, das Leben und die Freude daran?

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Miriam Makeba - "Live From Paris & Conakry"*

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