Faye Wong - "Fuzao"
Allein der Umstand, dass der Name Faye Wong hierzulande noch wenigeren vertraut ist als der Miriam Makebas, zeigt schon: Unser Draht zum Reich der Mitte ist wirklich nicht sehr dick. In China ist diese Sängerin, ide auch modelte und schauspielerte, ein Superstar vom Rang einer Madonna. Ihr zauberschönes Album "Fuzao" jedoch (für das wir diesem Review-Typ aus dem Internet gar nicht dankbar genug sein können, dass er uns davon in Kenntnis gesetzt hat) floppte zunächst, fand erst langsam seine Nische.
Geschrieben und komponiert hat Faye Wong die Stücke größtenteils selbst, zwei davon in enger Zusammenarbeit mit der schottischen Dream Pop-Formation Cocteau Twins, die sie als wichtigen Einfluss benennt. Um Arrangement und Produktion kümmerte sich Wongs Ehemann Dou Wei, damals eine prominente Figur in der chinesischen Rockszene. Künstlerische Kompromisse einzugehen, hielt offenbar niemand mehr für nötig, da der Plattenvertrag mit Cinepoly ohnehin auslief.
Trotz geringerer Verkaufszahlen ein Segen, wie noch Jahrzehnte später überbordende Reviews würdigen: "Dieses Album liefert ein exzellentes Beispiel für die Skills der Sängerin und der Instrumentalisten", schreibt etwa John Carter Jr. bei Tiger Media Network, der die Bestnote zückte: "Dieses Album schenkt dir Frieden, vorausgesetzt, du hast dich vorher deinen Ängsten gestellt. Ich habe geschwitzt, ich habe geweint, und danach friedlich entspannt meine Augen geschlossen." Oder, wie unser Yannik Gölz schrieb: "Fuazo" zu kennen, macht das Leben besser.
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