Isobel Campbell & Mark Lanegan - "Ballad Of The Broken Seas"
Dass die Kollabo Campbell/Lanegan schon seit Release unter dem Namen "Die Schöne und das Biest" firmiert, kommt nicht von ungefähr. Die Stimmen der beiden Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht klingen. Hier der brummelige Bär, dessen Organ von jahrelangem Alkohol- und Drogenmissbrauch hörbar gekennzeichnet ist, dort die zerbrechlich klingende Elfe, die fast schon ätherisch über den Arrangements schwebt.
"Deus Ibi Est" leitet "Ballad Of The Broken Seas" ein: eine weite, trostlose Klanglandschaft aus monotoner Bassdrum und sanfter Akustikgitarre. Lanegan verfällt in einen Beatnik-Slang wie eine Mischung aus Tom Waits und Leonard Cohen und imitiert dabei die Stimme eines Wandersoldaten, während Campbells luftige Hook das Bild konterkariert.
Selbst ganz sentimentale Lieder wie der ruhige, klavierbetonte Titelsong bekommen eine subtile Rauheit: "We fucked up the sun to kingdom come / You were under my blood and my skin." Einige der eindringlichsten Momente des Albums ergeben sich, wenn Lanegan oder Campbell allein im Mittelpunkt stehen. Lanegans "(Do You Wanna) Come Walk With Me?" und Campbells "Black Mountain" und "Saturday's Gone" seien an dieser Stelle hervorgehoben.
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