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1980er, Platz 7: Boogie Down Productions

Machen wir uns nichts vor: In den 1980er Jahren waren alle, die im Hip Hop etwas gerissen (oder auch nur angepackt) haben, in irgendeiner Form Pionier*innen. Auf Boogie Down Productions trifft das aber gleich in mehrfacher Hinsicht zu: Wenn man so will, haben sie erst entscheidend dazu beigetragen, jamaikanische Reggae- und Dancehall-Vibes in den Sound zu integrieren, eins der ersten richtigen Gangsterrap-Alben veröffentlicht, mit der als "Bridge Wars" in die Rap-Geschichte eingegangenen Fehde eine der frühesten MC-Battles vom Zaun gebrochen, dann aus traurigen Gründen eine Kehrtwende hingelegt und sich mit "By All Means Necessary" direkt auch noch um den Conscious-Rap verdient gemacht.

"Criminal Minded" ist gerade erst erschienen, da erreicht die auf dem Album und auch sonst allgegenwärtige Gewalt unmittelbar auch die Crew. Bei einem gemeinsamen Auftritt mit Public Enemy kommt ein Fan ums Leben. Wenig später stirbt auch BDP-Gründungsmitglied Scott La Rock. Er hatte, leider wenig erfolgreich, versucht, einen Streit zu schlichten und sich dabei eine Kugel in den Hals eingefangen. Zwar schafft er es noch ins Krankenhaus, verblutet dort aber unter den Händen der Ärzte auf dem OP-Tisch. Für den verwaist zurückgebliebenen KRS-One: ein schmerzhafter Augenöffner. Er mutiert zum Teacher, referiert fortan über gesellschaftliche Schieflagen und predigt Gewaltverzicht: "Stop the violence!"

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