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1980er, Platz 6: Geto Boys

Von "Stop the violence" wollten diese Herren hier dagegen gar nichts wissen. Im Gegenteil: Den Geto Boys konnte es kaum drastisch genug zugehen. Die Paradedisziplin von Scarface, Willie D und Bushwick Bill bestand darin, die Grenzen des Sag- respektive Rap-baren weiter, weiter und weiter zu verschieben, und dann noch ein Stückchen. Ende der 1980er Jahre suhlte sich niemand genüsslicher im Sumpf aus Gewalt, Sex und Tod als diese Crew, die zugleich Houston, Hardcore-Rap und den Dirty South auf die Hip Hop-Landkatrte setzten.

Den Durchbruch schafften sie zwar erst 1990 mit ihrem Album "The Geto Boys", noch größere Bekanntheit erlangten sie im Jahr darauf mit "We Can't Be Stopped". Ob das an dem Überhit "Mind Playing Tricks On Me" lag, oder doch an dem Cover, das ein echtes Foto von Bushwick Bill mit (Örghs!) echt angeschossenem Auge ziert: Darüber streiten sich die Gelehrten. Wir haben die Geto Boys dennoch in die 1980er sortiert. Weil da ihre Wurzeln liegen, in Gestalt ihres viel zu oft missachteten Debüts "Making Trouble". Das wiederum birgt die Verheißung "Geto Boys Will Rock You" ... und, guck: Haben sie gemacht.

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