"Sie checken es eh nicht"
Musikalische Weiterentwicklung ist auch für Haiyti schon lange kein Fremdwort mehr. "Ich bin auch nicht anders als die Szene", konstatierte die zwar noch ernüchtert auf ihrer letzten Single, aber "Freitag" beweist einmal mehr, dass sie eben jener stagnierenden Szene doch meilenweit voraus ist und ihr in Deutschland in Sachen Kreativität so gut wie niemand das Wasser reichen kann.
Was ist das für ein Beat? Was sind das, bitte, für Flows? Wer schafft es, in bayerischer Project Pat-Marnier "deppert" auf "pfeffert" zu reimen und sich damit nicht komplett lächerlich zu machen? Haiyti droppt gefühlt noch regelmäßiger als ein Capital Bra, aber liefert seit nunmehr über einem Jahr Qualität am Fließband, während der Bratan zwanzigmal den gleichen Song veröffentlicht.
Ich dachte eigentlich, schon "Influencer" sei ihr Opus Magnum gewesen. Aber nach "Wolken" und diesem Brett hier bin ich geneigt, erst einmal brav abzuwarten, was da als nächstes auf uns zukommt. Eigentlich meinte Haiyti ja, sie wolle keine Alben mehr veröffentlichten, aber die uniforme Ästhetik der Single-Cover-Artworks deutet (hoffentlich) auf das Gegenteil hin.
7 Kommentare mit 2 Antworten
Wird leider auf Lebzeit ein Geheimtipp bleiben, dennoch seit jeher feierbar und sehr nett.
Häftiger Beat!
Unerträglich.
Egal wie kreativ, ist das Müll.
Ich glaube, man muss ne andere Referenzfläche haben, um das zu feiern. Im Vergleich zu deutschem 08/15 Trap aus Kiddieboxen isses halt handwerklich gut gemacht. Mir persönlich gibt es trotz mehrmaliger Versuche überhaupt nix.
Man wird es Rückblickend ihr Peak nennen
Der Sound ist nicht übel. Aber Haiyti sollte ohne Haiyti sein, das Gequietsche nervt.
Wenn irgendwo im D-Rap das Wort Maybach vorkommt, weiss man doch mit was für Hohlschrapnellen man es zu tun hat.