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Was geht bei Satarii?

Eh, ein Thema will ich auch gern noch auf die Agenda setzen: Was geht gerade bei Satarii?

Just diese Woche hat sie ihr neues Album "Größter Träumer" rausgebracht. Als jemand, der ihre ersten beiden Projekte cool und vielversprechend fand, wollte ich das eigentlich besprechen. Aber irgendwie erschließt sich mir das neue Projekt überhaupt nicht.

Der Grund, warum ich keine Review machen will, ist dabei recht einfach: Der Imagewechsel gibt mir leise Befangenheits-Sorgen. Ich bin ein lappiger Alman, natürlich kriegt mich ihr Anime-Daydream-Vibe wesentlich mehr, als es diese Partymucke über migrantische Erfahrung tut. Ich will mich wahrscheinlich von dem Vorwurf 'Der findet das schlecht, weil er nicht die Zielgruppe ist' freikaufen, aber es stimmt ja auch ein bisschen.

Außerdem: Hört euch das Album mal unbefangen an. Handwerklich ist das immer noch richtig gut. Satarii macht inzwischen auch mehr als Producer, und da sind ein paar beeindruckende, tanzbare, coole und kompakte Tunes dazwischen. Auch als Rapperin und besonders als Sängerin tut sie sich beeindruckend hervor. Highlights für mich setzt definitiv das Storytelling auf "Bahnhof". Das Piano-Interlude "Pestalozzistraße" ist richtig schön.

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, dass "Mein Herz" wirklich mit größter Schamlosigkeit Alicia Keys "Fallin" rippt (das Sample ist so offensichtlich, dass es eigentlich schon als Hommage durchgeht, aber gleichzeitig seh' ich den transformativen Sample-Sinn nicht so recht, das ist wirklich beides der gleiche Song). Aber ihre R'n'B-Vocals sind ziemlich baba.

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