Das Minimum
Noch ein Dreamteam? Schon unterwegs. Ob sich Chefket und Chilly Gonzales gesucht haben: kein Plan. Gefunden haben sie sich jedenfalls, und das ist gut so:
Für "Das Minimum" rollt Chefket ein Jahr danach seine persönliche Causa Böhmermann noch einmal auf: Der Satiriker hatte dem Rapper damals Antisemitismus unterstellt und ihn von einer Veranstaltung, bei der Chefket eigentlich hätte auftreten sollen, wieder ausgeladen. Als Antwort auf die Ausladung cancelten damals alle anderen gebuchten Musiker*innen ihre Gigs ebenfalls, und Böhmermann stand ohne musikalisches Rahmenprogramm da.
Chefket rollt den Fall nun noch einmal auf und stellt die teils echt bekloppte Unverhältnismäßigkeit der Reaktionen heraus. Den Gedanken, dass es doch eigentlich möglich sein müsste, eine schwierige Gemengelage nicht strikt in Schwarz und Weiß zu unterteilen, sondern differenziert zu betrachten und das Leid beider Seiten anzuerkennen, kann ich beim besten Willen nicht absurd finden. Das sollte echt Mimimalkonsens sein.
Passagenweise trägt Chefket seine Lines so dermaßen im Toni-L-Gedächtnis-Flow vor, dass es einfach Absicht sein MUSS. Gonzales am Klavier: eh immer ein Genuss.
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