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Bikini Bottom Mafia

Und wenn wir schon bei Battlerap sind: Da hat unsere liebe Szene ja schon ein paar absurde Blüten getrieben. Aber das vermutlich bizarrste Kapitel der Deutschrap-Geschichte ist der immense Erfolg von einem Typen, der Gangster-Rap in einer Spongebob-Verkleidung gemacht hat:

Wie schon in der Einleitung gesagt: Diesen Montag saß ich mit ein paar Freunden zusammen und wir haben auf deren Wunsch "Planktonweed" angehört. Ich bilde mir ein, mir dieses (zum Gipfel aller Absurdität) indizierte Projekt damals einmal gegeben zu haben, aber wirklich nur einmal und damit hat es auch gereicht.

Meine Idee war immer, dass Spongebozz so etwas wie ein bescheuerter Böse Fee-Wunsch war: Jemand hat sich gewünscht, Kollegah würde nur etwas verlässlicher den Takt treffen. Und hex, hex, guck: Da ist ein Parallelwelt-Kollegah, der etwas mehr den Takt trifft. Dafür trägt er ein Spongebob-Kostüm und rappt in der nervigsten Stimme, die man sich irgendwie imaginieren kann. Zufrieden?

Die Antwort war ein resonierendes: Ja! Denn Spongebozz und seine drei absolut überlangen Projekte sind nicht nur allesamt kommerziell wahnsinnig erfolgreich gewesen, sondern haben auch ein Buch und einen Welt-Artikel nach sich gezogen, in denen dafür argumentiert wurde, das sei der beste deutsche Rapper aller Zeiten. Kudos, eine so deutschlandfeindliche Aussage hätte ich der WELT gar nicht zugetraut.

Für mich war dementsprechend die Idee von Spongebozz immer eine dezidierte Form von ästhetischem Terrorismus. Es war die Zusammenfassung aller uncoolen Eigenschaften von Deutschrap. Die überbordende Nutzung von Gimmicks, das völlige Verwerfen von realweltlichem Erzählen und dieser Fetischismus auf Raptechnik, egal, ob sie dem schlussendlichen Sound nützt oder nicht. Das ist der Stand, mit dem ich in dieses Album hineingegangen bin. Gucken wir mal, was ich am Ende daraus gezogen habe.

Falls ihr es auch hören wollt, könnt ihr zum Spongebozz-Hören hier deutsches Gesetz verletzen (lmao).

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