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Litauen: Lion Ceccah - "Sólo Quiero Más"

Wen haben wir denn hier?

Wären wir böse, könnten wir Lion Ceccah als den Friedrich Merz im Kandidat*innenfeld bezeichnen: Nach hundert Anläufen ... hach, nehmen wir ihn halt. Doch diesen garstigen Vergleich hat der litauische Kandidat dann auch wieder nicht verdient. Auch wenn er seit 2019 an quasi jedem Vorentscheid für den ESC teilgenommen hat. Immer erfolglos, bis es beim letzten Mal dann doch geklappt hat. Endlich. Lion Ceccah zählt zu den Mitbegründer*innen der Drag-Szene Litauens und gilt als einer ihrer prominentesten Vertreter. Studiert hat er auch: Er hat einen Master in Bühnenkunst.

Was singt der da?

"Sólo Quero Más", "ich will doch bloß mehr"? Mehr wovon? Noch mehr Sprachen? Der Titel auf Spanisch, die erste Strophe auf Litauisch, außerdem bilde ich mir ein, abwechselnd englische, italienische und deutsche Wörter aufzuschnappen ... ehrlich: Ich hab' keinerlei Plan, worum es hier gehen mag.

Wie finden wir das?

Opernsänger-hafter, getragener Gesang ... also ... ja, okay. Der hat das schon drauf. Hätte der aber nicht diesen Blue Man Group-trifft-lebende-Statue-Glitzer-Roboter-Look, hätten wir das doch auch instant wieder vergessen. Oder? Schulterpolster scheinen in diesem Jahr übrigens wirklich ein Ding zu sein. Für die Bühnenshow im Wettbewerb verspricht Leon Ceccah eine von Magneten zusammengehaltene Skulptur aus Metall und Stahlkabeln, die dann kontrolliert auseinanderfallen soll ... wie gesagt: Der Mann hat Bühnenkunst studiert.

Hat das Chancen?

Kann ich überhaupt nicht einschätzen. Die Wettquoten deuten auf eine Halbfinal-Platzierung im Mittelfeld. Die Zeichen stehen also wohl mindestens auf Final-Einzug.

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