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San Marino: Senhit - "Superstar"

Wen haben wir denn hier?

Ich habe nachgesehen: San Marino hat aktuell knapp 34.000 Einwohner*innen. Es müsste sich doch eine (!) andere Person finden lassen, um die Enklave beim ESC zu vertreten? Aber: nö. Die schicken unbeirrt Senhit. 2011 ist die italienische Popsängerin mit den eritreischen Wurzeln erstmals angetreten, 2019 zum zweiten Mal. 2020 hätte sie wieder fahren sollen, doch der Wettbewerb fiel aus, also brach Senhit erst 2021 wieder auf. Für ihren Song "Andromeda" zog sie damals den schon etwas jenseits seines Zenits befindlichen Party-Rapper Flo Rida aus dem Hut. Zusammen fuhren sie einen glamourösen 22. Platz ein. Von 26. Wow.

Was singt die da?

Well ... die Maxime San Marinos scheint zu lauten: Never change a not-running system. Wieder tritt Senhit an, wieder hat sie einen einst prominenten, inzwischen doch recht abgehalfterten Featurepartner dabei: Für "Superstar" lässt sie sich von Boy George begleiten, der, wie es aussieht, zu diesem banalen Pop-Song wirklich gar nichts beizutragen hat.

Wie finden wir das?

Das ist in jeder Hinsicht so egal, dass jedes weitere Wort hier unangemessenen Aufwand bedeuten würde.

Hat das Chancen?

Na, ein paar versprengte Culture Club-Fans werden schon noch irgendwo da draußen herumlaufen, als dass dieses Liedchen, wie weiland "Andromeda", im Publikumsvoting ein Dutzend Trostpunkte zusammengekratzt bekommt. Sofern es das Halbfinale übersteht ... vorletzter Platz?

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