Wer erreicht das Finale? Wer hat Chancen auf den Sieg? Holt uns Sarah Engels eine weitere rote Laterne oder findet sich noch ein schlechterer Beitrag?
Wien (dani) - Rückzieher hin, Boykottaufrufe her, all das wird nichts daran ändern: Am Samstag, den 16. Mai wird zum 70. Mal der Eurovision Song Contest über die Bühne gehen. JJ hatte im vergangenen Jahr mit "Wasted Love" in Basel den Sieg eingefahren und damit die Jubiläumsausgabe des Wettbewerbs nach Österreich geholt. Welche der antretenden 35 Nationen in der Wiener Stadthalle wirklich ins Finale einziehen, klären in der kommenden Woche am Dienstag und Donnerstag wie in den Jahren zuvor zwei Halbfinal-Shows. Wer da ins Rennen geht, gucken wir uns jetzt zusammen an:
Erstaunlich, dass sich jedes Jahr ein noch generischeres Motto finden lässt. In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto "United By Music", und das, obwohl im Vorfeld nie größere Uneinigkeit herrschte als anno 2026. So wenige Nationen wie seit Jahren nicht mehr spielen in diesem Jahr mit. Russland und Belarus wurden vom Wettbewerb ausgeschlossen, aus naheliegenden Gründen. Israel, die man leicht mit ähnlicher Begründung hätte hinauskomplimentieren können, darf dagegen antreten.
United By Music? Von wegen.
Diese Entscheidung hat wiederum so manch anderes Land dazu getrieben, der Show in diesem Jahr fernzubleiben. Darunter: Spanien, das als eins der fünf großen Geldgeberländer einen Platz im Finale sicher gehabt hätte. In die Endrunde ziehen also (statt wie bisher 26) nur 25 Länder ein: die jeweils zehn Bestplatzierten aus den beiden Vorrunden, außerdem die verbliebenen Big-Four, als da wären Italien, Deutschland, Großbritannien und Frankreich, plus das Gastgeberland, in diesem Jahr also Österreich.
Obwohl sie sich nicht qualifizieren müssen, dürfen die bereits gesetzten Länder ihre Songs ebenfalls in den Halbfinal-Shows präsentieren. Sarah Engels "Fire" zum Beispiel, der deutsche Beitrag, ist in der ersten Runde am Dienstag mit-eingeplant. Der in diesem Jahr erstmals für den ESC zuständige SWR zeigt die beiden Halbfinale am 12. und 14. Mai jeweils ab 21 Uhr auf dem Sender One. Das Finale am 16. Mai läuft, ebenfalls ab 21 Uhr, dann allerdings im Hauptprogramm der ARD. Durch alle Shows führt das Moderationsgespann Michael Ostrowski und Victoria Swarovski.
Immer schön farblos bleiben!
Längst ist durchgesickert, dass im ersten Halbfinale prominenter Besuch erwartet wird: Vicky Leandros wird "L'Amour Est Bleu" anstimmen, eine aufgefrischte Version des Titels, mit dem sie 1967 für Luxemburg beim Wettbewerb startete.
Auch fürs Finale hat sich bereits reichlich ESC-Prominenz angesagt. Das Pausenprogramm zwischen den Beiträgen und der Bekanntgabe der Abstimmungsergebnisse bestreitet ein Act mit dem griffigen Namen "Celebrate! The Ultimate Eurovision All-Stars Reunion". In dessen Reihen geben sich unter anderem die Gewinner*innen Alexander Rybak, Lordi und Ruslana mit ESC-Kultgestalten wie Erika Vikmann und Verka Sedurchka das Mic in die Hand. Deutschland entsendet in diesen Reigen Max Mutzke, getreu der Maxime: Immer schön farblos bleiben.
Hört, hört: 70 Jahre ESC!
Falls euch das diesjährige Angebot nicht reicht: Auf laut.fm kriegt ihr das beste aus sieben Dekaden ESC auch gebündelt serviert:

1 Kommentar
Keine Ahnung ob ich das hier schon bei nem früheren Artikel geschrieben habe, aber dass der ESC langsam draufgeht ist das erste Opfer des Gaza-Kriegs, dass zurecht stirbt.