laut.de-Biographie
Veronica Fusaro
Endlich ist er da, der Moment auf der ganz großen Bühne: Veronica Fusaro vertritt die Schweiz 2026 am ESC in Wien. Die Sängerin aus Thun bei Bern findet das "ultra-mega-giga-crazy" – und steht mit 28 Jahren am (vorläufigen) Höhepunkt einer Karriere, die von musikalischem Talent genauso geprägt ist wie von Beharrlichkeit.
Fusaro bezeichnet ihren Stil als Alternative Pop, sie lässt Anleihen aus Rock und Soul einfließen. In Kritiken und den Äußerungen von Kolleg*innen aus der Schweizer Musikszene wird oft ihre markante Stimme hervorgehoben. Ihr selbst ist es wichtig, zu betonen, dass sie ihre eigenen Songs komponiert und dabei (natürlich) auf maximale Authentizität setze.
Geboren wird Fusaro 1997 als Tochter eines italienischen Vaters und einer Schweizer Mutter. Im Teenageralter nimmt sie im elterlichen Keller ihre ersten Demos auf. Damit klopft sie bei so ziemlich allen Türen an, die es in ihrem beschaulichen Heimatland so gibt. 2014 nimmt sie an der Fernsehshow "The Voice Of Switzerland" teil, wo sie im Team von Stefanie Heinzmann singt. Im Jahr 2016 erhält sie am m4music-Festival eine Auszeichnung für das Demo des Jahres, kurz darauf kürt sie der Radiosender SRF3 zum Best Talent. Die ersten Wellen sind gemacht.
Fusaro beginnt ein Soziologiestudium, arbeitet aber stetig weiter an ihrer Musikkarriere. Denn: "Musik ist das, was ich beruflich machen will", sagt sie einem Fernsehteam, das sie 2018 in Südkorea porträtiert. Dort darf Fusaro an den Olympischen Winterspielen im Gästehaus der Schweizer Delegation auftreten, noch so ein bemerkenswerter Moment.
Ohnehin lebt sie für die Bühne: In Deutschland macht sie erstmals am Reeperbahn Festival in Hamburg von sich hören, hinzu kommen etwa das Waves Vienna sowie das britische Glastonbury. In der Heimat spielt sie an den Swiss Music Awards, am Gurten-Festival – ein Heimspiel für die Bernerin – oder am Montreux Jazz Festival, um nur eine kleine Auswahl zu nennen.
Nach einer Handvoll EPs präsentiert sie 2023 ihr Debütalbum "All The Colors Of The Sky", das bis auf Platz 5 der heimischen Charts klettert. Zwei Jahre später folgt mit "Looking For Connection" bereits der Zweitling. Die Demos der Songs spielt sie wie gehabt auf eigene Faust ein, jetzt im Studioraum statt im Keller. Und träumt von einer internationalen Karriere, etwa einer Südamerika-Tournee.
Doch erst einmal ist da ja noch ein nicht ganz unbedeutender Musikwettbewerb zu meistern. Der ESC sei eine riesige Plattform und "ein großer Schritt in die Richtung, in die ich gehen will", kündigt Fusaro im Vorfeld an. Wie sich diese junge Musikerin traut - in großen Dimensionen zu denken, ist ganz schön unschweizerisch.


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