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Tschechien: Daniel Žižka - "Crossroads"

Wen haben wir denn hier?

Auch Daniel Žižka hörte den Ruf früh: Er schreibt Songs, seit er zehn Jahre alt ist, mit 15 nahm er den ersten auf. Inzwischen ist er 23, hat an einem Prager Konservatorium Musical studiert und arbeitet inzwischen als Gesangslehrer. Wenn er nicht gerade Musik macht oder in tschechischen Fernsehserien mitspielt, was er seit 2018 tut.

Was singt der da?

Einen überaus ungewöhnlich strukturierten Song namens "Crossroads", und ich habe ehrlich keinen Schimmer, was er damit sagen will. Es geht um Muster, Erwartungen, Spinnweben, goldene Käfige und um die Suche nach einem Ausweg. Oder so.

Wie finden wir das?

Die Stimme hat Kraft, Ausdruck, Intensität, und von alledem viel, aber, wie gesagt: Dieser Song ist in erster Linie ... seltsam? Beginnt zart, fragil, mit Klavier und sehr sachtem Gesang, nimmt Fahrt auf, dreht Tempo und Wucht rein, aber auch gleich wieder raus, nimmt erneut Fahrt auf, hat am Ende noch eine Art Beatswitch ... ganz, ganz komisch, alles.

Hat das Chancen?

Ich halte das ja für einen der spannenderen Beiträge. "Crossroads" bricht aber so konsequent mit Hörgewohnheiten, dass das ein Publikum bei einem dreiminütigen Erstkontakt damit wahrscheinlich eher überfordert abwinkt und zu etwas vertrauterem weitergeht. Erwarte eine Platzierung im unteren Mittelfeld. Wenn überhaupt.

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