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Luxemburg: Eva Marija - "Mother Nature"

Wen haben wir denn hier?

Gut möglich, dass Eva Marija die musikalisch am umfassendsten ausgebildete Teilnehmerin im diesjährigen Wettbewerb ist. Die Singer/Songwriterin und Geigerin studierte am Konservatorium der Stadt Luxemburg Gesang, Violine, Klavier und Bassgitarre, und das für Jazz, KLassik, Pop und Rock. Obendrein steht sie kurz vor dem Abschluss eines Songwriting-Studiums in London. Sie hätte sich ihren ESC-Titel "Mother Nature" also selbst schreiben können ...

Was singt die da?

... ließ sich aber von einem Songwriting-Camp helfen. Tja. So wirken Song, Auftritt und Interpretin nun leider, wie aus allen möglichen Versatzstücken zusammengeklebt. Der Refrain klingt wie eins zu eins aus Birdys "Keeping Your Head Up" geschnitten, dazu gesellt sich allerlei, das sich bei früheren ESCs schon bewährt hat: Eva Marija kommt barfuß wie Loreen, singt mit einem ulkigen Akzent wie Lena, zückt für ein Solo die Fiedel wie Alexander Rybak ...

Wie finden wir das?

Diese Frau mag mit noch so breitem Strahlelächeln zu tribaligen Drums über Mutter Natur und ihre allumfassende Weisheit singen. Sie erscheint leider dennoch so farblos wie die beigen Lappen, die sie da umflattern. Aber, hey: Hat sie da ein Glühwürmchen?

Hat das Chancen?

Kopien von etwas, das schon einmal gewonnen hat, haben noch nie besonders viel gerissen, und das hier bedient sich ja hemmungslos gleich überall. Ein bisschen was eigenes war bisher schon immer nötig, um beim ESC einen Blumentopf zu holen. Deswegen glaub' ich nicht dran, dass dieser Multi-Rip-off besonders gut ankommt.

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