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Norwegen: Jonas Lovv - "Ya Ya Ya"

Wen haben wir denn hier?

Der Letzte im Reigen, Jonas Lovv aus Bergen, hat, wie könnte es anders sein, eine Castingshow-Vergangenheit. Er hat bei "Idols" vorgesungen und schaffte es 2025 bei der norwegischen Ausgabe von "The Voice" immerhin bis ins Halbfinale. Dass er zu diesem Zeitpunkt bereits Erfahrungen als Frontmann des Synthiepop-Trios Shuffle Boy gesammelt hatte, hat ihm offensichtlich nicht geschadet. Im Halbfinale war für ihn trotzdem Schluss, der Norweger erarbeitete sich danach aber mit diversen Festival- und anderen Auftritten einen Ruf als solider Live-Performer.

Was singt der da?

Synthiepop jedenfalls nicht, wohl aber klassisches Schlagzeug-Gitarre-Bass-Material, mit einem Text, der hoffentlich irgendwie ironisch gemeint ist oder eine Meta-Ebene hat, die mir entgeht. Ein Typ, der seine fehlende Selbstkontrolle besingt und dann sein imaginäres Gegenüber auffordert, sich doch bitte hübsch zu machen, du willst es doch auch ... sorry, aber: wuäh. Wenn er das ernst meint, helfen der Freddie-Gedächtnis-Look und die lackierten Fingernägel halt auch nix.

Wie finden wir das?

Befremdlich. Aber musikalisch bietet dieses rumpelig-reduzierte Indie-Gerocke doch eine ganz willkommene Abwechslung, nach mehreren Überdosen Pömp.

Hat das Chancen?

Aufs Finale? Wahrscheinlich.
Auf den Sieg? Nö.

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