Platz 8: Myle - "A OK"
Zu Myle und seinem Song fällt mir so wenig ein, dass ich erst einmal nachlesen muss, was das eigentlich sein soll: "MYLE", oha, in GROSSBUCHSTABEN, lerne ich auf der offiziellen Eurovisions-Website, "steht für warmen, ehrlichen, gitarrengetragenen Pop mit einem erdigen und rohen Kern. Seine Musik ist nahbar und umarmend, gleichzeitig groß und hoffnungsvoll. Catchy Hooks treffen auf emotionale Tiefe. Songs, die bleiben, weil sie etwas fühlen lassen."
Äh. Okay.
Also ich fühle eine gewaltige innere Leere, weil dieser Song so dermaßen gar nichts Eigenes, Unverwechselbares und Originelles mitbringt, aber die Anhänger*innenschaft des Deutsch-Amerikaners aus dem oberschwäbischen Ravensburg sieht das wahrscheinlich ganz anders. Seine Community hat sogar einen Namen: Was Justin Bieber seine "Beliebers" sind, sind Myle angeblich die "Smylers". Aha.
Sollte deren Zahl tatsächlich so groß sein wie behauptet, werden sie ihn schon ins Finale votieren. Myle passte jedenfalls in die Reihe ganz okayer, harmlos-langweiliger Künstler wie Isaak oder Malik Harris, die beim eigentlichen Wettbewerb dann im besten Fall im egalen Mittelfeld landen. Oder halt doch wieder das Schlusslicht anzünden.
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