Platz 21: December's Children (And Everybody's)
Auf "December’s Children (And Everybody's)" pfeift London Records für eine weitere US-Veröffentlichung auf alles und spielt stattdessen Song-Tetris. Erst zwei übriggebliebene "Out Of Our Heads"-Lieder, einen Track von der Debüt-EP "The Rolling Stones" dazwischen geschoben, dann irgendwann eine B-Seite drauf, um das alles mit einer deplatziert wirkenden Live-Version zu verbauen. Einen roten Faden gibt es hier nicht. Viel mehr zeigt "December's Children (And Everybody's)" aufgrund seiner kompletten Ignoranz zeitlicher Zusammenhänge sehr deutlich, wie sehr sich die Band in der kurzen Zeit weiterentwickelt hatte.
Unter dieser Voraussetzung eigentlich ein Kandidat für die hintersten Plätze, wären da nur nicht die Eigenkompositionen "The Singer Not The Song", "Get Off Of My Cloud", und vor allem "As Tears Go By", dieser erhabene Song, den sie für Marianne Faithful schrieben und den sie noch einmal selbst aufnahmen. Mit Streichern und akustischer Gitarre steht er beinahe für das Gegenteil dessen, wofür die Stones bis dahin bekannt waren: für eine Abenteuerlust, die bald "Aftermath" prägen sollte.
Für die Playlist: "As Tears Go By", "Get Off Of My Cloud"
Für die Tonne: "Route 66 (Live)", "I'm Moving On (Live)"
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