Platz 6: Aftermath (US)
Manchmal ist weniger mehr. Vor allem, wenn das mehr von mehr ersetzt wird. Klingt komisch, ist aber so. Die UK-Version von "Aftermath" ist klasse, aber "What To Do" und "Take It Or Leave It" sind trotzdem mehr als verzichtbar. Beide fliegen von der US-Version, und ihnen hinterher folgen das nette "Out Of Time" und, der einzig große Verlust, "Mother's Little Helper". Vier Lieder, die gegen "Paint It, Black" getauscht werden, einen der größten Stones-Signature-Songs und Brian Jones' Sitar. Ein Klassiker, der Trauer und Todessehnsucht mit treibendem Rhythmus und einer geradezu manischen Energie zu einem der dunkelsten und zugleich unwiderstehlichsten Songs der Band formt.
Letztlich bleibt die perfekte Version von "Aftermath" damit frecherweise unveröffentlicht. Auf beiden fehlt ein wichtiger Bestandteil, das Optimum läge irgendwo zwischen der britischen und der amerikanischen Ausgabe eines Albums, das ursprünglich "Could You Walk On The Water?" heißen sollte. Ganz nach dem Motto: Die Beatles wollten vielleicht populärer als Jesus sein, die Stones beherrschten aber seine Tricks.
Für die Playlist: "Paint It, Black", "Lady Jane", "Under My Thumb"
Für die Tonne: "Stupid Girl"
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