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Platz 3: "Absolution" (2003)

Durchsucht man die Tracklist nach Anspieltipps, merkt man schon, wie viele Muse-Klassiker hier draufsind. Der Stil auf "Absolution" ist für viele die Definition von Muse. Catchy Melodien, progressive Ausflüge und ein Hauch von Elektronik fanden selten so smooth zusammen wie etwa in "Butterflies & Hurricanes", mit einem fast dreisten Klaviersolo inmitten einer Radio-Single. Wolstenholmes Basslines in "Hysteria" und "Time Is Running Out" sind immer noch legendär.

Aber nicht nur die großen Hits, auch die Albumtracks sind alle einprägsam und unterschiedlich. "Blackout" und "Falling Away With You" etwa gehören zu den friedlichsten Balladen, die Muse je geschrieben haben. "The Small Print" und "Thoughts Of A Dying Atheist" sind laut, kurz und besitzen fantastische Melodien in jedem Teil des Songs, und einen wie "Endlessly" haben Muse danach nie wieder gemacht.

Bei all diesen durchgehend tollen Titeln wirkt das Album mit 14 Tracks dennoch manchmal etwas lang. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau. "Absolution" hält ein omnipräsentes Gefühl von Paranoia zusammen. Noch bevor Muse sich große, schludrig ausgeführte Konzeptalben überlegten, reichte hier das Thema Apokalypse, eine stets spürbare Angst vorm Ende: sei es in Beziehungen ("Time Is Running Out"), Weltgeschehen ("Apocalypse Please") oder dem eigenen Leben ("Thoughts Of A Dying Atheist"). Noch bevor Matt Bellamys Tendenz zu fragwürdigen Verschwörungstheorien überhandnahm, vertonte er diese Angst in "Ruled By Secrecy" spürbarer denn je.

Anspieltipps:

"Apocalypse Please", "Stockholm Syndrome", "Hysteria", "Blackout"

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