6. Grouper - "A I A Alien Observer"
Die Arbeit von Liz Harris erinnert mich in vielen Aspekten an eine etwas zugänglichere, etwas weniger arkane von den Natural Snow Buildings. Und das will heißen: Das hier ist immer noch nicht besonders zugänglich und sehr arkan. Schon vor ihrem unheimlichen Folk-Projekt "Dragging A Dead Deer Up A Hill" hat sie gezeigt, dass sie trotz den Impulsen von 4AD-Goth Pop vor allem ein nebeliger Electronica-Künstler ist.
"Dream Loss" und "Alien Observer" sind ihre vollumfänglichen Ambient-Projekte - und doch klingen sie nur bedingt herein. Der Titeltrack zum Beispiel hat regelrecht eine hörbare (!) Vocal-Performance! Mit Text! Und trotz dieser immensen Poppigkeit hat das Album eine wirklich einzigartige Atmosphäre dadurch, dass wir diese musikalische Nebelbank vor uns haben, aus der Harris' Gesang mal mehr, mal weniger heraustritt. Da ist wahnsinnig viel Songwriting unter der geschlossenen Schneedecke des Sounds dieses Albums. Und allein das macht dieses anderweltliche, verschwindende Album vielleicht noch ein bisschen tiefergreifender als manch anderes Ambient-Projekt.
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