3. Harold Budd - "La Bella Vista"
Das hier wäre eigentlich der Platz für "The Pavillion Of Dreams" gewesen. Das ist das legendäre Harold Budd-Album, das alle lieben, mich eingeschlossen. Ich habe vor einer langen Zeit sogar schon einen Meilenstein-Artikel dazu geschrieben. Trotzdem hat sich in den letzten Jahren, in denen ich irrsinnig viel Harold Budd gehört habe, etwas in mir verschoben. Ich liebe den Pavillion immer noch. Aber irgendwie hat sich das hier als mein neuer Favorit entwickelt.
"La Bella Vista" ist, soweit ich das beurteilen kann, kein besonders herausragendes Album in seiner Diskographie. Es ist dreißig Jahre nach "The Pavillion Of Dreams", eine weitere Komposition von einem ohnehin produktiven Komponisten. Es scheint keine besondere Kult-Fanbase zu haben, es ist kein neu bewerteter Viralerfolg. Es ist einfach nur eine Dreiviertelstunde Harold Budd am Klavier. Und es ist absolut perfekt.
Es gibt kein Album, das ich so intensiv mit dem Schreiben assoziiere. "La Bella Vista" subsummiert für mich auf eine seltsame Weise das Gefühl, Schönheit anzustreben. Schönheit erschaffen zu wollen, Schönheit wertschätzen zu wollen. Ich weiß nicht, warum diese Assoziation in mir entstanden ist. Das Album ist schön, natürlich. Aber mehr noch ist in diesem Album die reine Essenz von yearning an sich. Ich kann das nicht mehr beurteilen, ich habe dieses Album sehr oft gehört, vielleicht ist das ein me-thing. Aber "La Bella Vista" wird für immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.
Noch keine Kommentare