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12. Fennesz - "Endless Summer"

Dippen wir einmal in den deutschsprachigen Raum und in die vielseitige und komplexe Arbeit von Christian Fennesz. Der hat eine Menge interessanter, glitchy Electronica gemacht, aber nichts davon hittet kanonisch so sehr wie "Endless Summer".

Das steigt abweisend ein, und vielleicht würde man vom ersten Track nicht vermuten, hier ein sehnsüchtiges, sonnenuntergangsvergilbtes Album vor sich zu haben. Denn Fennesz legt stark mit Verzerrung, Noise und Weltraumschrott vor. Insgesamt wird dieses Album sich anfühlen wie eine schwachsignalige Übertragung aus einer anderen Zeit. Die Beach Boys sind eine Referenz, die immer wieder in Bezug auf seine Arbeit fällt, und da ist bestimmt eine gewisse Nostalgie für barocke Popmusik in "Endless Summer". Aber spätestens wenn die unglaublichen Synth-Resonanzen von "Before I Leave" einsetzen, merkt man die unglaubliche kompositorische Eigenkraft dieses Albums.

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