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Du hast da Gizz auf deinem Lizard

King Gizzard & The Lizard Wizard kündigen ein EDM-Album an, und schon dieser Satz klingt wie ein Fiebertraum von diesem einen Acid-Nachbarn auf dem Festival-Campingplatz. Ausgerechnet die australische Psych-, Prog-, Garage-, Kraut-, Metal-, Jazz-, Was-auch-immer-Band, die seit Jahren so viele Alben veröffentlicht, dass selbst Streamingdienste müde werden, will nun ernsthaft in Richtung Rave. Das kommende Projekt "Alien Metal", ein riesiger Eurorack-Synth namens Nathan, dazu angekündigte Rave-Shows in New York: Die meinen das ernst.

Wenn Alien Metal funktioniert, dann nicht, weil King Gizzard plötzlich Clubmusik korrekt nachbauen. Es funktioniert, wenn sie den elektronischen Raum so missverstehen, dass daraus etwas Eigenes wird. Die eigenen Stärken weiter ausspielen, darin läge der Reiz. "Level 5" schafft das schon mal nicht, deutlich zu bemüht, wie auch das wirre Video dazu.

So ein Elektroalbum ist nun mal was anderes als die Live-Jams auf dem Eurorack Nathan, die die Band beherrscht und mit "HAIL NATHAN" schon auf Scheibe presste. Jammen können die Australier zweifellos mit quasi allem, aber wie schon auf ihren regulären Alben wird auch elektronisch das Songwriting und die Disziplin die Herausforderung, nur auf Platte zu bannen, was da unbedingt hingehört.

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