Grämen bei den Grammys, I
Bei den Grammys war natürlich wie immer wieder viel Quatsch los: Der tolle Tyler gewann für sein fades "Chromakopia"-Cover den ersten Grammy der Cover-Kategorie, der Dalai Lama gewann einen in "Spoken Word" (s/o an Seine Heiligkeit), Kendrick sammelt umso mehr Grammys, je weniger künstlerisch relevant er wird. Bad Bunny ist ein dufter Typ, aber eine männliche Rosalia ist er nicht, da kann man ihm noch so viele Ehrungen hinterher werfen. Lady Gaga ist mir nur noch durch solche Shows ein Begriff.
Da leiten wir aber über zur Elektronik: Nicht nur gewann sie für "Abracadabra" einen Preis, auch Gesaffelstein für den Remix des Titeltracks. Der schafft es, der okayen Popnummer so verhaftet zu bleiben, dass er kein Eigenleben entwickelt, aber den Song ab der Hälfte so konsequent zu ignorieren, dass man das Original kaum mehr erkennt. Hören wir lieber was anderes vom Belgier.
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