Grämen bei den Grammys, II
FKA Twigs "EUSEXUA" gewann als bestes Elektroalbum, was einerseits schön ist, weil es ein wirklich sehr gutes Album ist, andererseits ist es kein Elektro, sondern elektronischer Pop. Da hätte ich "Afterglow" lieber gesehen. Da die Konkurrenz das aber auch kaum besser macht, gönnen wir es ihr herzlich. Außerdem hat so Kanyes Tochter North West indirekt auch einen Grammy gewonnen, lol.
NIN gewannen für "As Alive As You Need Me To Be" bester Rocksong, obwohl der Industrial ist und kein Rock. Der Track ist bei Weiten nicht mal in den Top 50 der Band, aber Trent gönnen wir auch alles und zumindest ist das elektronische Musik, die was gewinnt.
Spätestens seit seiner außergewöhnlich gelungenen "Orchid"-Hardware muss man Kevin Parker als elektronischen Künstler ernst nehmen, auch wenn der musikalische Output recht offensichtlich nicht mehr die früheren himmelhohen Sphären erreicht. Mit "End Of Summer" gewann er den Grammy für den besten Elektrosong, also für das Outro eines schon auch elektronischen Psych-Pop-Albums, das Kollege Jimeno völlig zurecht als nur okay bewertete. Das ist natürlich herrlicher Unsinn.
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