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Striped Light: Gut abgehangen

Manche Platten klingen retro, weil jemand sehr viel Geld dafür ausgegeben hat, dass sie retro klingt. "For All This Beauty" hat einen unfairen Vorteil: Große Teile davon sind tatsächlich fast zwanzig Jahre alt.

Hinter Striped Light steckt Benge, Elektronik-Nerd, Vintage-Synth-Sammler und inzwischen bekannt durch Wrangler, Creep Show sowie John Foxx And The Maths. Schon 2007 begann er in seinem damaligen Shoreditch-Studio, Songs zu bauen und holte dafür Sam Genders von Tunng sowie nach und nach einen ziemlich grotesk guten Kreis von Sängerinnen dazu: Hannah Peel, Gazelle-Twins Elizabeth Bernholz, Serafina Steer und Tara Busch von I Speak Machine. Max Middleton spielt Minimoog, Mike Lindsay von Tunng Gitarre, und für das Artwork war selbstverständlich auch noch John Foxx zur Hand. Die Tracks waren Anfang der Zehner weitgehend fertig – und verschwanden dann einfach in der Schublade.

Vielleicht hilft gerade die Verzögerung. Was 2007 einfach zeitgenössische elektronische Popmusik gewesen wäre, kommt 2026 aus einer Welt zurück, in der Shoreditch noch nicht vollständig kapitalisiert war und Benges Kellerstudio zum Treffpunkt einer kleinen Szene wurde. Am 6. November erscheint nun tatsächlich das Debütalbum von Striped Light. Neun Stücke, fast zwanzig Jahre Anlauf.

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