Andy Stott: plötzlich wunderschön
Von Andy Stott erwartet man vieles: schleppende Beats, verschmierte Oberflächen, Stimmen, die klingen, als würden sie aus einem Nebenzimmer in einem brennenden Betonbau singen. Dass "Something In Mind" dagegen einfach wunderschön sein könnte, kommt dann doch überraschend.
Für sein erstes Album seit fünf Jahren hat sich Stott radikal beschränkt. "Late Loop" entstand ohne Basslines und Hall, als Effekt erlaubte er sich lediglich ein Delay. Ausgerechnet diese Verknappung öffnet die Musik. "Something In Mind" klingt kaum noch wie Stotts übliches Spiel mit Beschädigung und Übersteuerung, sondern erstaunlich klar, beinahe zärtlich – ohne deshalb auch nur eine Sekunde beliebig zu werden. Stott hat seinen Sound nicht weicher gemacht. Er hat nur so viel davon weggenommen, bis die Schönheit darin nicht mehr versteckt werden konnte.
1 Kommentar mit 2 Antworten
Nach "Faith In Strangers" fand ich den von Album zu Album echt immer schwächer. "Never The Right Time" war aber noch recht stark. Man abwarten, ob es das neue Album besser macht.
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"Mal"