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Aldous Harding - "Train On The Island"

Wie lange einen Aldous Harding auch warten lässt, sie enttäuscht nie. Zumal sie sich wieder auf die Dienste des vielbeschäftigten John Parish (u.a. PJ Harvey) verlassen konnte, da nimmt man Wartezeit gerne in Kauf. Ihr viertes Album überstrahlt sicherlich "Venus In The Zinnia": mit Akustikgitarre umgesetzt und wunderschön zweistimmig (nicht mit Parish, sondern mit Landsmann H. Hawkline).

Vom ersten Ton des Openers "I Ate The Most" an singt uns die Neuseeländerin in Trance, mit maßgeblicher Unterstützung säuselnder Harfen, summender Wurlitzer und streichelnder Pedal-Steels. Nach zehn Songs kann man sein Glück nicht fassen: So müssen sich die Großeltern 1971 gefühlt haben, als sie zum ersten Mal die beiden Klassikeralben von Joni Mitchell und Carole King gehört haben. Die 36-Jährige trägt hier mit vibrierendem Timbre Folk-Meisterwerke vor, die ihren Platz in der Musikgeschichte bereits sicher haben.

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Aldous Harding - "Train On The Island"*

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