Ebow - Arbayt
Hustlen, Geld machen, das Aufstiegsmärchen "From Rags To Riches": allesamt klassische Themen in Rap-Songs. Ebow erzählt in "Arbayt" von all dem, verquickt es aber mit ihrer eigenen Familiengeschichte, die Arbeiter*innen- und migrantische Perspektiven zwangsläufig mit einbezieht. "Baba war Müllmann, Mama bei der Post", berichtet Ebow da, "und zwischendrin hatten sie zehn weitere Jobs."
"Arbayt", passenderweise (und bestimmt nicht zufällig) am 1. Mai erschienen, erzählt von den Träumen derer, die nichts haben, von der Unsicherheit und den Verlustängsten derer, die es von nichts zu etwas gebracht haben, und darüber hinaus vom endlosen Struggle der schuftenden Bevölkerung, für die derjenige, der eigentlich für sie einstehen sollte, nichts als Misstrauen und Verachtung übrig hat: "Das hier geht straight an Merz, diesen Bastard." Wahrlich, er sollte diesen Song hören. In Dauerschleife. Er bekäme Einblick in eine Welt, von der er ganz offensichtlich nicht den blassesten Dunst hat.
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