Überraschung, OG Keemo droppt seine neue EP "Berserker +". Gerade jetzt, wo er in einer merkwürdigen Phase seiner Karriere steckt. Seit man ihm nachsagte, zusammen mit seinem Producer-Buddy Funkvater Frank mit "Mann Beisst Hund" eines der besten Deutschrap-Alben aller Zeiten aufgestellt zu haben, …

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  • Vor 21 Tagen

    5/5 EP des Jahres, Franky bester Producer.

    • Vor 20 Tagen

      Ich höre das nur wegen Frank. Über Producer. Keemo wäre ein besserer Rapper wenn er weniger ekelig wäre. Soll seine kleine Schwester Sloppy Head Hoe Fick Fucken und Bitchen.

  • Vor 21 Tagen

    Bro spielt Magic: The Gathering

  • Vor 21 Tagen

    Bei Fieber hab ich noch gedacht, okay, das wars jetzt auch mit Keem.
    Aber das hier... wieder eigene Klasse, fernab jeder Konkurrenz.
    5/5

  • Vor 20 Tagen

    ja das ist krass das klingt wieder wie massiv zu seine beste zeiten

  • Vor 20 Tagen

    Vielleicht ist es mit OG Keemo so ähnlich wie mit Dream Theater: Komplette Genrenerds bejubelpersern es - alle Anderen fragen sich, was daran so aufregend sein soll.

    • Vor 20 Tagen

      Alle anderen fragen sich vielmehr, warum du das Jahr um Jahr immer wieder betonen musst, wenn es seit langer Zeit klar ist, dass dir die Musik offenbar nicht so gefällt.

    • Vor 20 Tagen

      nee. eigentlich ist es mit keemo so wie mit anderen künstlern, die eigentlich die breite masse, egal ob genre firm oder genre fern, gut finden nur du findest es halt doof, weil du eine besondere schneeflocke sein möchtest... ich liebe dich trotzdem, ragi :kiss: :kiss: :kiss:

    • Vor 20 Tagen

      gefällt dir eigentlich irgendwas bro

    • Vor 20 Tagen

      Nee Ragi, du hast einfach gesunde Ohren. Hab reingehört und war erschrocken, wie öde das ist. Klingt eher nach der Zeitgeistmucke meines Sohnes. Erinnert mich an den Megaloh Hype. Beide hatten zu Beginn ihre Momente und wurden dann komplett überhöht.

    • Vor 20 Tagen

      Ist eigentlich nur der zweite Release von Keemo, in den ich reingehört hab. War auch ein relativ respektvoller Diss. Dream Theater sind zumindest bekannt dafür, ziemlich virtuos zu sein. Ist halt nix für Leute, die keine Prog-Nerds sind.

      Ich hör Keemo und denk mir: Joa, ist halt Deutschrap mit etwas besseren Beats. Gefühlt schon hundert mal gehört.

    • Vor 20 Tagen

      Ach, hör doch auf Ragi. Mich kannst du nicht veräppeln ;).

    • Vor 20 Tagen

      Weder in die eine noch die andere Richtung flunkere ich, ehrlich. Hatte es bisher nur noch nie, dass ich so gar nicht nachempfinden kann, was die Leute so schickt. Selbst bei den Amigos oder Sleep Token kann ich mir ausmalen, in was für einem mentalen Zustand man das geil finden kann.

      In diesem Fall less ich ganz viel "OMG, das Beste... Sowas insane Geiles haste noch nie geschmeckt... H2O ist legendär!", und ich denke mir nur: "Tjoa, ist halt Wasser, ne?"

    • Vor 20 Tagen

      Wer Sleaford Mods feiert und OG Keemo nicht hat halt einfach einen beschissenen Geschmack, aber das ist okay!

    • Vor 20 Tagen

      Ich glaube ich bin da tatsächlich ein bisschen bei Ragi (abgeshen von der Sleaford Mods Sache :hutwhiz: ), kann bei mir aber zumindest sehr konkret festmachen, woran das liegt. Das kann für mich noch so gut ausproduziert und gerappt sein, allein dadurch, dass es thematisch zum Großteil die selben oberflächlichen Plätze bespielt, die Rap halt so gerne bespielt, ist es für mich persönlich einfach sterbenslangweilig. Versteh persönlich oft nicht, wie das irgendwen noch reizen kann.

    • Vor 20 Tagen

      Ich verstehe, was du meinst, Gleep. Inhaltlich passiert da (auf den ersten Blick!) sehr wenig, gerade verglichen mit Mann beißt Hund. Ich kann den Lyrics aber nach dem etwa 10 Durchlauf schon etwas abgewinnen, weil es dann halt doch anders ist als die oberflächlichen Plätze anderer Rapper, das Geflexe mit Geld und Status wird hier stets begleitet mit Gram, das Lachen ist aufgesetzt, hinter der Fassade bröckelt es.

      Aber der Unique Selling Point bleiben für mich die Produktionen, das Arrangement, das Soundbild. Da könnten die Lyrics auch in einer mir unverständlichen Sprache sein und ich würde es dennoch pumpen.

    • Vor 20 Tagen

      Denkt euch den Tempusfehler weg und alle andere auch.

    • Vor 20 Tagen

      Ja, dass das zumindest eine Reflektionsebene mehr hat als der wirklich ganz oberflächliche Kram, sehe ich natürlich. (Nur reicht mir persönlich das nicht.)

    • Vor 19 Tagen

      "Wer Sleaford Mods feiert und OG Keemo nicht hat halt einfach einen beschissenen Geschmack"

      Aber was, wenn man beides mag? Ist man dann geschmacklich schlecht oder gut??Wann?? Vong wem???

    • Vor 19 Tagen

      Ich verteidige die Mods, weil sie hier seltsamerweise viel schlechter ankommen als im Rest des kulturellen Webs oder Social Media. Ist schon ein sehr spezielles Biotop hier.
      Ich schätze die Lyrics und ihre große Bedeutung für die britische Lower Class. Weil ich sonst aber gute Lyrics nur für einen schönen Bonus halte, und sie als zentrales Element einer Musikrichtung eher langweilig finde, sind die Mods bei mir seltener in der Playlist.

      @Gleep: Ja, so gehts mir auch. Hatte ich an anderer Stelle schon geschrieben. Keemo gibt mir inhaltlich nix. Und seinen Flow finde ich zu ermüdend, um ihm nen ganzen Track lang aufmerksam zuzuhören.

    • Vor 19 Tagen

      Bei dieser EP sind die Lyrics nicht das zentrale Element.

    • Vor 19 Tagen

      Ich bin da ebenfalls ein bisschen (viel) bei Ragi, inklusive der Mods. Es sind diese mit stumpfer Holzkeule geknüppelten Bars wie "Hate's a bit of a strong word as I bump into your sorry ass in the park. As I'm pushing my little girl but, what else can you do, when confronted by a fucking idiot like you", die mich bei aller (gewollten und bewussten) musikalischen Reduktion der Mods bis zu Punkten, an denen es für mich eigentlich schon gar nicht mehr als Musik (an) zu erkennen ist, die mich dann schon recht früh mit ihrer ersten VÖ unmittelbar zur Ausstellung einer Schulfluraufenthaltsgenehmigung auf Lebenszeit für beide Bandmitglieder hin rissen.

      Letztlich gehört das Thema "Ich find dich scheiße und das solltest du wissen!" seit Jahrzehnten auch zu den beliebtesten Sujets international anerkannter Musiklyriker wie z.B. Maynard J. Keenan. Dass es dann wie bei den Mods mit erfrischender, geradezu plump wirkender Direktheit statt ewig altklug, selbstgerecht und stets unter dem Deckmäntelchen einer milde reflektierten Pseudo-Introspektion wie bei o.g. abgehandelt wird, war bei mir die Initialzündung für deren Werk, auch wenn ich seither nicht jede VÖ sofort oder jemals von vorne bis hinten durchhör(t)e.

    • Vor 19 Tagen

      Klingt so als wärst du was die Mods angeht bei Ragism, nicht inklusive der Mods. Ragisms Kritik ist hier nicht ernst zu nehmen, da er bereits bei MbH meinte, dass das inhaltlich schwach sei.

    • Vor 19 Tagen

      "einer Schulfluraufenthaltsgenehmigung"

      Ist das so etwas ähnliches wie ein "hall pass"? :???:

    • Vor 19 Tagen

      The man is a wanker. He don't get much better! :mad:

    • Vor 18 Tagen

      Jau, Caps. Schön, dass Dir Keemo so gefällt. Bedeutet aber nicht automatisch, dass das inhaltlich über die Subjektivität hinaus ein toller Stoff sein muss. Wenn man sich Vieles erst zusammenreimen muss, spricht das erst mal für eine mutige Entscheidung, vage und grob zu sein. Find ich erst mal lobenswert, im Gegensatz zum meisten plumpen Deutschrap.

      Wenn die tausendste langhaarige Progressive-Band meint, ein super vielschichtiges, kryptisches Konzeptalbum herausbringen zu müssen, dann rolle ich erst mal mit den Augen. Dass es sich lohnt, das zu hören und dann zu entschlüsseln, ist die absolute Ausnahme. Keine Ahnung, warum Keemo eine Ausnahme sein sollte. Wer im komplett oberflächlichen und dummen Wettbewerb davon, wer mehr OG ist, das härteste Leben hatte, die krassesten Lines droppt einen dezent doppelten, klügeren Boden einfügt, wird mir immer ebenso egal sein wie die Frage, welcher Gitarrenmanfred am bösesten gucken oder am schnellsten shredden kann.

      Ich finde: Wenn jemand zu den Besten eines Genres gehören soll, dann sollte auch der gemeine Musikhörer in der Lage sein, einen Qualitätsunterschied oder ein Alleinstellungsmerkmal zu erkennen, wofür den man nicht mit der Lupe suchen muss. Keemo bleibt für mich ein überdurchschnittliches Projekt. Vielleicht bringt er eines Tages ja mal etwas raus, was man sich auch als Genrekenner nicht erst 20 mal anhören muss. Solange hab doch bitte Spaß am OG, und sei nicht zickig, bloß weil jemand, der selbst zugibt, nicht so talentiert im Deutschrap-Hören zu sein, ihn nicht für einen Gott hält :)

    • Vor 18 Tagen

      Wenn du keine Ahnung vom Genre hast, dann halt doch einfach die Klappe und feier wieder mediokren Schrott ab, so wie du es schon die letzten 20 Jahren tust.

      Der gemeine Musikhörer. Ernsthaft? Der gemeine Musikhörer hört Radio und Classic Rock. Was soll der denn erkennen? Der hat ja noch weniger Ahnung als du.

    • Vor 18 Tagen

      Ich überlese diese Bestätigung des angedeuteten Genre-Elitismus mal freundlichst. Ich schätze, nur die dümmsten Fans von dem Dude würden wollen, dass man nur mit mehreren Jahren Deutschrap-Studium in der Lage sei, Keemo zu hören :)

    • Vor 18 Tagen

      Hm, Ragi, den Take halte ich aber echt für Quatsch. Ich möchte mal bitte den „gemeinen Musikhörer“ sehen, der erkennen kann, warum „The Shape Of Jazz To Come“ bahnbrechend war, welche Bedeutung „Witness“ für Hardcore hatte oder welche neuen Türen „3 Feet High And Rising“ aufgestoßen hat.

    • Vor 18 Tagen

      „ Wer im komplett oberflächlichen und dummen Wettbewerb davon, wer mehr OG ist, das härteste Leben hatte, die krassesten Lines droppt einen dezent doppelten, klügeren Boden einfügt“

      Für jede weitere Diskussion disqualifiziert, weil du das Werk nicht einmal kennst.

    • Vor 18 Tagen

      "welche Bedeutung „Witness“ für Hardcore hatte"

      Hmm, das Album ist auf der Turnstile-Wikiseite gar nicht eingetragen. Muss wohl eins ihrer ganz frühen Werke sein.

    • Vor 18 Tagen

      Hardcore never dies!

    • Vor 18 Tagen

      Ich persönlich meine eine gewisse Monotonalität in der emotionalen Grundierung seiner Songs zu erkennen. Die permanente Inszenierung urbaner Tristesse und existenzieller Schwere überfordert mich auf Dauer. Gleichwohl kann sowas in bestimmten Stimmungslagen auch funktionieren. Was den von Ragism angesprochenen "Genre-Elitismus" angeht, denke davon sollte man sich komplett lösen. Die Zielgruppe streunt nicht auf diesem Board herum und überdies hat Ragi seine Expertise an anderer Stelle oft genug unter Beweis gestellt. Er darf sich daher als Musiker also ruhig äussern ;)

    • Vor 18 Tagen

      Das war das erste Demo-Tape. das hab ich damals noch für fünf Mark auf ihrer ersten Tour im AZ Witzenhausen bekommen. Da war das noch richtiger HC!

    • Vor 16 Tagen

      Ich habe vor einigen Jahren mal nach und nach alle Projekte von OG Keemo gehört und habe mich danach auch gefragt, was daran jetzt so besonders oder den Hype wert gewesen sein soll. Ehrlich gesagt kann ich mich auch nicht an irgendeinen Track großartig erinnern, da tauchen keine Ohrwürmer bei mir auf.

      Ohne Zweifel ist es sehr gut gemachte Musik und es gibt deutlich schlechtere und unsympathischere Musiker als Keemo und Frank, gerade was jene Art von Künstlern angeht, die von einer breiten Mehrheit alle paar Jahre als "GOAT" betitelt werden. Für mich ist ein "GOAT" aber ein Künstler, der nicht einfach nur sehr gute Musik macht, sondern auch jemand, um bei den Anglizismen zu bleiben, ein "Needlemover" ist.

      OG Keemo fand abseits vom Nr. 1-Geheimtipp irgendwie nie statt und ich habe auch die Beats trotz sehr guter Produktionsstandards und Sounddesigns nie als bahnbrechend oder neuartig empfunden. Es ist so ein bisschen wie mit den Menschen, die hyperrealistische Bilder malen können oder in 20 Minuten ein Portrait von dir zeichnen. Das sind alles handwerklich zuverlässige und begabte Personen, die allerdings nie einen Einfluss auf die Generationen nach ihnen haben werden, eben weil sie einer etablierten Tradition fast schon religiös folgen und Dinge in ihrer Form nicht weiterdenken.

    • Vor 16 Tagen

      Vielleicht fehlt dir einfach die Expertise, um das beurteilen zu können, was Keemo so leistet.

    • Vor 16 Tagen

      @cooler Typ Ich kenne wirklich niemanden im Deutschrap (aber ja du vielleicht?), der so ein eindringlicher Storyteller ist wie Keemo (hast du zum Beispiel bei einem Track wie "Vögel" beim Durchhören der Projekte WIRKLICH zugehört und es ist NICHTS mit dir passiert dabei?). Welcher etablierten Tradition im Deutschrap folgt Keemo denn? Und welcher etablierten Tradition folgt Frank? Ich finde deinen Vergleich am Ende überhaupt nicht nachvollziehbar.

    • Vor 16 Tagen

      ich denke er folgt etablierten traditione von massiv blut gegen blut und das ist das was feiern alle rap kenner wie capslokk und weisehai weil sie waren dabei ragism ist auch cool aber er ist zu jung für erinnern

    • Vor 15 Tagen

      @Palindrom: Ich persönlich finde, dass z. B. Odyssee 579 von Kalim in puncto Beats und Storytelling mir seinerzeit mehr gegeben hat. "Vögel" hat für mich darunter gelitten, dass man mit dem minimalistischen Beat und der 6:30 Minuten Spielzeit auf Krampf diesen einen deepen Moment erzeugen wollte. Hat bei mir einfach keine Wirkung erzeugt.

      Die etablierten Traditionen, die ich bei Frank sehe, leite ich aus meiner persönlichen Empfindung heraus, dass ich bei keinem einzigen Song dachte: "Wow, so hat das noch nie jemand gemacht!" Beispiele, wo das für mich geschehen ist, waren z. B. ganz früher MBDTF und Yeezus von Kanye, und jüngst bei den aktuellen Alben von Oklou und Fire-Toolz (Hip-Hop ist momentan überhaupt nicht innovativ). Einige Tracks von Souly weckten diese Empfindung ebenfalls.

      Was Keemo angeht, ja, ihn kann man durchaus zu den besten Rappern Deutschlands zählen. Ist allerdings auch eine sehr niedrige Messlatte, da zu der Zeit als Geist und MBH rauskamen es die meisten gar nicht erst versucht haben. Die Zeit deckt ja auch ungefähr die dunklen Capital-Bra-Jahre ab.

      Aber das hier deckt halt alles mein subjektives Empfinden ab. Wie schon gesagt, ich bin wie bei Kendrick auch eher Teil der Fraktion "Ist gut, aber für mich bei weitem nicht das Riesending, was die Leute daraus machen."

    • Vor 15 Tagen

      Ich muss jetzt mal ein Machtwort sprechen:

      Ihr habt offensichtlich alle nicht die geringste Ahnung von Deutschrap, und seid hiermit disqualifiziert.

    • Vor 15 Tagen

      Gerade keine Zeit um bei allem wehemmend [sic] zu widersprechen, aber wo sonst bitte findest du Storytelling und lyrische Finesse auf diesem Niveau?

    • Vor 15 Tagen

      „"Vögel"hat für mich darunter gelitten, dass man mit dem minimalistischen Beat und der 6:30 Minuten Spielzeit auf Krampf diesen einen deepen Moment erzeugen wollte. Hat bei mir einfach keine Wirkung erzeugt.“

      Da bist halt sehr contrarian unterwegs, wenn dich das Bewusstsein der Intention davon abhält dich der Wirkung hinzugeben. Du bist natürlich was ganz besonderes, dass dir sowas auffällt, aber leider ziemlich arm dran, wenn du dir dadurch die Erfahrung selbst madig machst.

    • Vor 15 Tagen

      Ich schließe mich ElMassivos Expertise uneingeschränkt an. Wir müssen das alles im Kontext betrachten.

    • Vor 15 Tagen

      Keemo ist toll mit magic moments, dosiert

      @caps mach doch nen blog dazu parallel. Das ist es wert

    • Vor 13 Tagen

      @CoolerTyp, danke für die ausführliche Antwort. Kann vieles davon nachvollziehen, auch wenn ich die genannten Vergleiche so vergleichbar gar nicht finde. Aber gut, außerhalb von D findet sich da natürlich schon Vergleichbares - innerhalb eher nicht. Zum Thema, "da tauchen keine Ohrwürmer bei mir auf" aus deinem Ausgangskommentar möchte ich noch sagen, es ist ja nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal, dass ein Track ein Ohrwurm ist (da wären viele Schlager ganz weit vorn). Aber zu dem Thema könnte man direkt einen neuen Faden aufmachen.

    • Vor 13 Tagen

      ...BUT YOU WILL! :mad:

    • Vor 12 Tagen

      Who will what??

    • Vor 12 Tagen

      Sterben natürlich.

    • Vor 12 Tagen

      Werden fast alle...

    • Vor 12 Tagen

      Auf welchem Albung?

    • Vor 11 Tagen

      "Zwischen Berserker und Bambi" Passt ja....

  • Vor 20 Tagen

    Sehr gut. Werd ich aber wenig hören, doch zu gewissen Zeiten auspacken. Das ist wohl auch das enigmatische Element seiner Musik

    Persen fühl ich nicht, für mich war "Vorwort" peak, einer der besten D-Raps ever made, doch das Überwerk MBH muss ich mal wieder hören, um es zu einem zu küren. Da waren paar krasse Sachen drauf, ja. Einiges auch eher meh.
    Keemo hat für mich nicht den besten Flow oder Stimme, Beatauswahl oder Inhalte. Doch er ist ne Type mit kantigen Ecken und Atmosphäre und kreiert bleibende Mentalschnappschüsse. Zeig da mal so viele mehr von..

  • Vor 20 Tagen

    Gutes Projekt, großartige Beats und geile Lines. Hört sich an wie ein Statusupdate, dass die beiden es immer noch drauf haben. Witzigerweise hat er den schwächsten Song davon ausgekoppelt. Aaaber, diese "Ich hab ner Hot noch nie ne Tasche gekauft"-Line hätte er nicht aus Amiland importieren müssen.

  • Vor 20 Tagen

    es ist sehr gut ja. Bin froh das es sich noch nicht auserzählt hat. Hatte nach fieber luft raus feeling. Ich weiss nicht ob ich mir das ich geben werde.

    Für mich war Geist Album peak keemo. Da war alles tight und fresh, und so schön rumpelig und hungrig. Mbh wae mir zu viel konzept.

    Well done freunde, aber von mir aus können neue kommen

    • Vor 19 Tagen

      Ganz bei dir. Mann beißt Hund wird schon das objektiv betrachtet größere Werk sein, das war schon wirklich intensiv; konnte das nicht so oft hören. Habe mal in einem Interview irgendwo aufgeschnappt, das die beiden sich “Vögel“ selber nicht mehr geben könnten, weil es sie depressiv mache.

      Neue EP wieder ziemlich cool, nachdem mir Fieber irgendwie sehr wenig gab. Vin neugierig, wieviel davon mir Ende des Jahres noch im Ohr sein wird.

  • Vor 19 Tagen

    Dieser Kommentar wurde wegen eines Verstoßes gegen die Hausordnung durch einen laut.de-Moderator entfernt.

    • Vor 19 Tagen

      Löscht bitte den Deichmohle-Troll

    • Vor 19 Tagen

      Gib's zu, du bist der Krah.

      Wobei, an sich völlig egal, lösch Dich einfach ohne noch irgend etwas von dir zu geben.

    • Vor 19 Tagen

      Prompt:
      Schreibe eine angemessene Antwort auf diesen Kommentar:
      […]
      Das ist ein typischer Diskurs, der auf mehreren falschen Prämissen beruht—und zugleich Emotionen anspricht, die real existieren, etwa eine gewisse Sehnsucht nach klaren sozialen Rollen oder Nostalgie für vermeintlich stabilere Zeiten. Ich werde die Aussagen sachlich und strukturiert auseinandernehmen—nicht um zu moralisieren, sondern um Klarheit über die zugrunde liegenden Annahmen zu schaffen.

      ---

      ### 1. **Historische Romantisierung ist irreführend**

      > *„Da war der Mann DER Beschützer und Ernährer der Frau – sie brauchte ihn und er brauchte sie, das schweihte beide zusammen und es funktionierte.“*

      Das entspricht nicht der historischen Realität, sondern einer selektiven Erinnerung. Bis ins 20. Jahrhundert hinein war das „klassische“ Rollenmodell keineswegs universell erfolgreich—und schon gar nicht für alle Beteiligten.

      - In ländlichen Regionen war die **Frau oft wirtschaftlich aktiv**: im Haushalt, im Handwerk, in der Landwirtschaft, als kleine Handelnde, Manufakturarbeiterin, Heimarbeiterin. Ihre Arbeit war nicht „nur“ reproduktiv, sondern oft produktiv und ökonomisch entscheidend.
      - Die „Ernährerrolle“ des Mannes war zudem kein Zeichen von Harmonie, sondern oft eines von **物化 (Objektifizierung)**: Frauen hatten fast keine rechtliche Autonomie (z. B. bis 1977 im BGB das „Hausstandsprinzip“), durften kaum eigenen Besitz haben, mussten den Ehemann um Erlaubnis für Arbeitsverträge bitten etc.
      - Die sogenannte „Zusammengehörigkeit“ beruhte nicht auf freier Entscheidung, sondern auf **sozialer Zwangsgestaltung**: Ehebruch wurde bei Frauen härter bestraft, Ledigsein war bei Frauen sozial riskant, männliche „Unfähigkeit zur Ernährung“ galt als Unzulänglichkeit—nicht als Systemkritikpunkt.

      Die Daten zeigen: **Zufriedenheit in Ehen und Partnerschaften war früher nicht höher als heute**—sie war nur weniger sichtbar, weil Kritik systematisch unterdrückt wurde. (Siehe z. B. Arbeiten von Stephanie Coontz, *Marriage, a History*.)

      ---

      ### 2. **Die „Feminisierung“ ist kein kausaler Verfallprozess**

      > *„Wohin eine weibliche Demokratie führt – seit 1968 – kann man auf deichmohle.de recherchieren.“*

      - Der Begriff „weibliche Demokratie“ ist **rhetorisch aufgeladen** und irreführend: Demokratie ist per Definition nicht gender-spezifisch—und die Steigerung weiblicher Teilhabe bedeutet nicht „Frauen regieren“, sondern **Diversität in Entscheidungsprozessen**. In der Bundesrepublik gab es bis 2021 **ein** Bundespräsidium (Gustav Heinemann, 1969–1974) — und das war der einzige Mann im Amt seit 1949 bis zur Wahl von Frank-Walter Steinmeier (2017). Das zeigt: Frauen wurden lange nicht als gleichberechtigt in Führungsrollen betrachtet.
      - Der Einfluss feministischer Bewegungen ist messbar: **Gleicher Lohn für gleiche Arbeit**, Elterngeld, Kinderfreistellungszeiten, Gewaltschutzgesetze, Zugang zur Empfängnisverhütung und Schwangerschaftsabbruch (vor der 12. Woche, ohne Fristenlösung—but mit medizinischer Indikation) — das sind keine „Geschenke“, sondern **Errungenschaften aus Kampf um Grundrechte**, nicht aus „Weiblichkeit“ als Essenz.

      Auch ist die These, die moderne Gesellschaft sei „feminisiert“, **statistisch unhaltbar**: Frauen sind nach wie vor unterrepräsentiert in Führungspositionen (nur 33 % Vorstände der DAX-Unternehmen 2025), in politischen Gremien, in technischen Disziplinen auf Spitzenebene. Manchmal wird „Feminisierung“ als Diskurs verwendet, um Fortschritt als Verlust zu deuten—etwa wie bei der These, „Schulen seien zu weiblich“, statt festzustellen: *Männer brauchen andere Zugangsformen zu Bildung*.

      ---

      ### 3. **Der Mythos der universellen geschlechtsspezifischen Funktionalität**

      > *„Ohne Männer würden Frauen sofort verhungern und sterben müssen … mein Auto kann ich mir auch selber kaufen — ein Auto von Männern erfunden, gebaut …“*

      Das ist ein klassischer **Beweis durch Reduktion auf die Ursache**: Ja, technische Innovationen wurden (und werden) zu einem großen Teil von Männern vorangetrieben — aber **deshalb sind sie nicht ‚ihrem Geschlecht‘ zuzuordnen**, sondern einer Kultur, die männliche Dominanz institutionalisierte.

      - Wenn heute Frauen Informatik studieren, Roboter bauen oder E-Mobilität entwickeln, tun sie das nicht als „Vertreterinnen eines anderen Geschlechts“, sondern als **individuelle Akteure in einem kollektiven Wissenssystem**—das offener geworden ist, weil andere geschlechtsspezifische Zugangsbeschränkungen abgebaut wurden.
      - Die Vorstellung, Männer seien „biologisch besser geeignet“ für Technik, ist nicht belegt: Studien zeigen, dass Unterschiede in technischen Fähigkeiten **stärker durch Sozialisation als biologisch bedingt** sind. (Siehe z. B. das *Gender Gap Index* der WEF, sowie Metaanalysen wie *Hyde, 2005; Spelke, 2005*.)

      Wenn man behauptet: *Frauen ohne Männer = Verhungern*, dann ignoriert man bewusst:
      - Frauen, die allein ernähren (alleinerziehend oder als Hauptverdienende),
      - Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen (53 % der Absolventen in Biologie, 47 % in Chemie, 40 % in Physik — Bachelor 2023, Destatis),
      - Die Tatsache, dass viele technische Innovationen heute **kollektiv** entstehen — und dass Diversity in Teams **zu besseren Lösungen** führt (siehe Harvard Business Review, 2018; Page, *The Difference*).

      ---

      ### 4. **„Entmannter moderner Mann“ ist eine nicht belegbare Metapher**

      > *„…wenn der entmannte ‘moderne Mann’ wieder eine handfeste Funktion einnimmt …“*

      - Der Begriff „entmannt“ ist **pathologisierend** und suggeriert, dass „echte Männlichkeit“ etwas Biologisches sei — das ist eine essenzistische Sichtweise, die weder in der Biologie noch in der Geschlechterforschung haltbar ist. Hormone allein bestimmen nicht Verhalten oder Berufswahl.
      - Die Krise, um die es geht, ist nicht „die Unfähigkeit moderner Männer“, sondern **die Krise klassischer Rollenkonstruktionen**: Jungen und Mädchen wachsen heute mit vielen Optionen auf—und das erfordert neue Formen der Kommunikation, der情感 (Affekt-)Kompetenz, der Verantwortungsteilung—nicht die Rückkehr zu einer idealisierten Vergangenheit.

      Studien zeigen: **Männer, die emotionale Distanz abbauen und partizipative Rollenmodelle leben, berichten von höherer Beziehungszufriedenheit**—für beide Partner. (Siehe z. B. *Lewin & Berg, 2021* über partizipative Vaterschaft.)

      ---

      ### Fazit — ohne Moralismus, aber mit Klarheit:

      Die Sorge, moderne Gesellschaften seien „instabil geworden“, ist verständlich—aber falsch diagnostiziert. Die Stabilität der 1950er-Jahre beruhte nicht auf Harmonie, sondern auf **systemischer Ungleichheit**, die viele Menschen ausgeblendet haben, solange sie profitierten (oder wenigstens nicht darunter litten).

      Die Herausforderung heute ist nicht, „männliche Funktionen“ zu reaktivieren, sondern:
      - **Gleiche Chancen** in allen Bereichen zu ermöglichen,
      - **Voraussetzungen für echte gegenseitige Abhängigkeit** zu schaffen (z. B. durch echte Elternzeit-, Pflegezeit- und Teilzeitmodelle, die beide Geschlechter nutzen),
      - **Rollenverteilung auf Basis von Stärken und Neigungen**, nicht von Geschlecht.

      Ein Gesellschaftsbild, das auf Angst vor dem „Verlust der männlichen Funktion“ aufbaut, verkennt: **Die Zukunft wird nicht durch Rückkehr, sondern durch Innovation gestaltet — und Innovation erfordert Diversität, nicht Ritualisierung.**

      ---

      Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen auch empirische Quellen zu diesen Punkten (Studien, Daten, Bücher) auf Deutsch zur Verfügung stellen.

    • Vor 19 Tagen

      ...zudem darf man auch nicht vergessen, dass Till Lindemann ebenfalls ein Mann gewesen ist, der die Deutsch-LKs unseres Landes maßgeblich Jahrzehnte prägte und den gesellschaftlichen Diskurs damit zielführend in eine Richtung lenken konnte.

    • Vor 19 Tagen

      Was hier als „sachliche Analyse“ verkauft wird, ist in Wahrheit der übliche moralisch geschniegelt-progressive Sermon: viel akademisches Nebelwerfen, viel „Dekonstruktion“, aber kaum Verständnis dafür, warum Menschen überhaupt das Gefühl haben, dass etwas fundamental aus dem Gleichgewicht geraten ist.

      Und genau da liegt der blinde Fleck dieser ganzen Argumentation.

      Denn der Kern der Kritik von Deichmohle & Co. lautet eben nicht: „Frauen sind böse“ oder „Zurück in die 50er“. Das ist nur der Strohmann, den moderne Gleichheitsideologen ständig brauchen, um sich selbst als aufgeklärte Helden inszenieren zu können. Die eigentliche Aussage lautet: Eine Gesellschaft funktioniert nicht beliebig. Geschlechterrollen sind nicht bloß kulturelle Lego-Steine, die man beliebig neu zusammensetzt, sondern über Jahrtausende gewachsene Funktionsordnungen.

      Und genau diese Ordnung wurde seit den 60ern systematisch zerlegt.

      Nicht zufällig explodieren seitdem:

      Scheidungsraten,
      psychische Erkrankungen,
      Vereinsamung,
      Orientierungslosigkeit bei Männern,
      Geburteneinbrüche,
      Bindungsunfähigkeit,
      antidepressiver Konsum,
      und eine Kultur der permanenten narzisstischen Selbstoptimierung.

      Aber laut Herrn Chefideologen ist das alles natürlich nur Zufall. Oder „mehr Sichtbarkeit“. Das ist die Standardausrede jedes ideologischen Systems: Wenn die Realität gegen die Theorie spricht, erklärt man einfach die Realität um.

      Besonders absurd ist die Behauptung, die alte Ordnung habe nur auf „Unterdrückung“ basiert. Das ist typische Gegenwartsarroganz. Als wären frühere Generationen zu dumm gewesen, ihr eigenes Leben zu verstehen, bis heutige Soziologinnen ihnen endlich erklärt haben, dass sie eigentlich unglücklich waren.

      Die Wahrheit ist viel unbequemer:
      Menschen akzeptierten Rollen nicht nur wegen Zwang, sondern weil Rollen Sinn stiften. Männer wollten gebraucht werden. Frauen wollten Sicherheit, Verlässlichkeit und soziale Stabilität. Das war keine Verschwörung des Patriarchats, sondern ein anthropologisches Grundmuster.

      Natürlich gab es Härten. Natürlich gab es Ungerechtigkeiten. Aber die moderne Ideologie tut so, als könne man jede stabile Ordnung zerstören, ohne Nebenwirkungen zu erzeugen.

      Genau das ist der Irrtum.

      Denn wenn man Männern jahrzehntelang erzählt:

      ihre klassische Rolle sei „toxisch“,
      ihre Stärke sei „problematisch“,
      ihr Beschützerinstinkt sei „patriarchal“,
      ihre Opferbereitschaft sei „privilegiert“,
      ihre Identität sei bloß ein soziales Konstrukt,

      dann darf man sich nicht wundern, wenn irgendwann orientierungslose, passive, zynische Männer entstehen, die weder Verantwortung noch Bindung wollen.

      Und dann kommt der eigentliche Zynismus:
      Dieselben Milieus, die Männlichkeit entkernen, beklagen anschließend den „Mangel an guten Männern“.

      Deichmohle benennt genau diesen Widerspruch: Eine Gesellschaft kann nicht dauerhaft männliche Leistungs-, Schutz- und Versorgungsbereitschaft erwarten, während sie gleichzeitig alles Männliche kulturell delegitimiert.

      Und nein — das bedeutet nicht, Frauen dürften nicht arbeiten oder Männer müssten autoritäre Patriarchen sein. Das ist wieder nur die infantile Schwarz-Weiß-Logik moderner Diskurse.

      Die eigentliche Frage lautet:
      Warum funktionieren Beziehungen, Familien und Gesellschaften heute trotz maximaler individueller Freiheit oft schlechter als früher?

      Darauf liefert der obige Text keine Antwort. Stattdessen gibt es das übliche:

      Verweis auf Studien,
      Gender-Theorie,
      Dekonstruktion biologischer Unterschiede,
      und die Behauptung, alles sei nur „soziale Konstruktion“.

      Aber Menschen leben nicht von Konstruktionen.
      Sie leben von Bindung, Sinn, Verantwortung für Volk, Land und Familie.

      Und genau das wurde in den letzten Jahrzehnten systematisch atomisiert.

      Die moderne Ideologie hat den Menschen und insbesondere dem Mann eingeredet, völlige Selbstverwirklichung mache glücklich. Das Ergebnis sieht man überall:
      vereinzelt, kinderlos, medikamentiert, bindungsgestört — aber moralisch überzeugt, auf der „richtigen Seite der Geschichte“ zu stehen.

      Das Problem ist nicht zu viel Freiheit.
      Das Problem ist eine Gesellschaft, die jede natürliche Ergänzung zwischen Mann und Frau nur noch als Machtkampf interpretieren kann.

      Und eine Kultur, die aus jeder männlichen Funktion ein Problem macht, wird am Ende genau das bekommen:
      funktionslose Männer, instabile Beziehungen und eine Gesellschaft ohne Richtung.

      Eine Frau mag im Gegensatz zur Batterie vielleicht nur einen negativen Pol haben. Die Feminismus Apologeten haben hingegen gar keinen.

    • Vor 19 Tagen

      Die Antwort des Autors ist klar formuliert und bringt ein klassisches, seit den 1970er-Jahren kursierendes Narrativ: **Die Zerstörung natürlicher Ordnungen führt zu sozialer Pathologie**—und alles, was nicht in dieses Schema passt, wird als „ideologischer Diskurs“, „Gegenwartsarroganz“ oder „akademischer Nebel“ diskreditiert.

      Ich werde hier nicht noch einmal von vorne herein argumentieren, sondern direkt auf die zentralen **logischen und empirischen Mängel** seiner Antwort eingehen—und dabei bewusst vermeiden, in die Rollen-Debatte einzusteigen. Stattdessen zeige ich auf, warum sein Zentralargument *systematisch unhaltbar* ist.

      ---

      ### 1. **Korrelation ≠ Kausalität – die falsche Schlussfolgerung aus „Explosionen“**

      > *„Nicht zufällig explodieren seit den 60ern: Scheidungsraten, psychische Erkrankungen, Vereinsamung, Orientierungslosigkeit bei Männern, Geburteneinbrüche …“*

      Das ist die klassische **Post hoc, ergo propter hoc**-Fehlschluss: Weil etwas zeitlich parallel verlief, wird es als Ursache missverstanden.

      - **Scheidungsraten**: Steigen in allen industriellen Ländern in den 1960er–1980er-Jahren—unabhängig von feministischer Ideologie. In Schweden (sehr liberal) und Italien (sehr katholisch) verlief der Trend parallel. Die treibende Kraft war *nicht* die „Feminisierung“, sondern:
      - Einführung der Scheidungsrechtsreform (z. B. in der BRD 1977, „Gleichberechtigung im Ehe- und Familienrecht“),
      - wirtschaftliche Unabhängigkeit durch Sozialstaat (Arbeitslosengeld, Wohngeld, Altersvorsorge),
      - zunehmende soziale Akzeptanz von Alleinerziehenden.

      → **Scheidung ist kein Indikator für gesellschaftlichen Niedergang, sondern für个体(Individuum)liberation**: Wer in einer unglücklichen Ehe lebt, kann sie heute verlassen. Das war früher oft nicht möglich—und viele haben drin geblieben, weil sie keine Wahl hatten.

      - **Psychische Erkrankungen & Depressionen**: Zunahme messbar ab 1990er-Jahren—nicht ab den 60ern. Und: Die Diagnoseraten steigen, weil:
      - Stigma abnimmt → mehr Menschen suchen Hilfe,
      - Diagnostik verbessert wird (ICD-11 statt ICD-9),
      - soziale Isolation *wächst*—aber nicht als direkte Folge von „Feminisierung“, sondern von Digitalisierung, urbaner Verdichtung, flexiblem Arbeitmarkt.

      - **Orientierungslosigkeit bei Männern**: Ja, das existiert—but das ist **nicht** die Folge von „Männlichkeit wird verpönt“, sondern von:
      - dem Zusammenbruch traditioneller Berufspfade (Industrie, Handwerk),
      - der Entwertung von „Lohnarbeit als Lebenssinn“,
      - der Tatsache, dass viele junge Männer keine klaren sozialen Rituale mehr haben, die Erwachsenwerden markieren (im Gegensatz zu Konfirmation, Meisterprüfung etc.).

      → Hier fehlt eine **positive Alternative**, nicht eine „entmannte“ männliche Rolle.

      - **Geburteneinbruch**: Tatsächlich messbar seit den 1970ern—but vor allem in Westeuropa, Skandinavien, Japan, Südkorea. In Ländern mit starkem traditionalistischem Diskurs (Polen, Ungarn, Italien) ist die Geburtenrate *genauso niedrig*. Der Faktor ist nicht „Feminismus“, sondern:
      - **Bildung und Einkommen**: Je höher Bildung, desto später Kinder—und oft weniger.
      - **Arbeitsmarktrisiken**: Ungewissheit, wie man Familie finanzieren kann.
      - **Frauenquote im Studium**: In 25 europäischen Ländern (2023) studieren mehr Frauen als Männer—aber in den MINT-Fächern dominiert noch immer das männliche Geschlecht. Kein Zusammenhang zur „Feminisierung“, sondern zur **Kapitalakkumulation durch Bildung**.

      **Zusammenfassung**: Was der Autor als „Explosion“ wertet, sind komplexe **systemische Transformationen**—nicht die Folge einer „ideologischen Verschwörung“.

      ---

      ### 2. **„Rollen stiften Sinn“ – ja, aber nicht jeden Sinn**

      > *„Menschen akzeptierten Rollen nicht nur wegen Zwang, sondern weil Rollen Sinn stiften. Männer wollten gebraucht werden. Frauen wollten Sicherheit, Verlässlichkeit und soziale Stabilität.“*

      Das ist **anthropologisch unvollständig**, weil es Ignoranz gegenüber **Gewalt als Stabilisierungsinstrument** verkennt.

      - In traditionellen Rollensystemen war „Sinnstiftung“ oft untrennbar mit **Zwang, Repression und hierarchischer Autorität** verbunden. Wenn man „Männer wollten gebraucht werden“ als universelle Wahrheit hinstellt, then ignoriert man:
      - dass viele Männer *in diesen Systemen psychisch zerbrachen* (Kriegstraumata, Alkoholismus, Suizidraten bis 1960 deutlich höher als heute),
      - dass „Gebrauchtwerden“ oft auf **Abhängigkeit basierte**, die Frauen in Armut, Gewalt und sozialem Stillstand hielt.

      → Ein Beispiel: In der Bundesrepublik bis 1977 durfte eine verheiratete Frau nur mit Zustimmung des Ehemanns arbeiten. Wer hat da „Sinn“ gespürt—der Mann, der Kontrolle hat, oder die Frau, die sich nicht einmal ein eigenes Konto öffnen durfte?

      - **Sinnstiftung muss nicht traditionalistisch sein**. Moderne Studien zeigen: Menschen finden Sinn in:
      - **Selbstbestimmung** (Deci & Ryan, Selbstbestimmungstheorie),
      - **Authentizität** (Rogers, personenzentrierte Psychologie),
      - **Beitragsleistung**, nicht in „Rolle“ (Viktor Frankl, *Der Wille zum Sinn*).

      → Ein Mann, der als Ernährer „gebraucht“ wird—but gleichzeitig unterdrückt, emopathisch verlernt hat, keine Beziehungen pflegt—hat keinen dauerhaften Sinn, sondern nur eine rollenkonforme Fassade.

      ---

      ### 3. **„Entkernung der Männlichkeit“ ist ein nicht belegbares Konstrukt**

      > *„Männer wollten gebraucht werden … Wenn man Männern jahrzehntelang erzählt: ihre Rolle sei toxisch, ihre Stärke sei problematisch … dann entstehen orientierungslose, passive, zynische Männer.“*

      Das ist eine **theologische Schlussfolgerung ohne empirischen Beleg**.

      - Es gibt **keine einheitliche „Männlichkeit“**, die man „entkernt“ haben könnte. Anthropologisch gibt es:
      - Gesellschaften mit matriarchalischen Elementen (e.g. Minangkabau in Indonesien),
      - Gesellschaften mit dritter Geschlechtskategorie (Hijra, Two-Spirit),
      - historische Männlichkeitsformen, die nicht mit „Beschützer“, „Ernährer“, „Rationalität“ zu tun haben (z. B. Ritterlichkeit, Bauernmännlichkeit, Dandytum).

      → Männlichkeit ist **historisch und kulturell variabel**—nicht etwas, das man „entkernt“, sondern etwas, das sich immer wieder neu verhandelt.

      - **„Entkernung“ als Erklärung für psychische Krisen ist verantwortungsvermeidend**: Wenn junge Männer „orientierungslos“ sind, liegt das nicht an feministischer Theorie, sondern an:
      - **sozialer Isolation durch Algorithmen** (TikTok, Dating Apps als Ersatz für echte Begegnung),
      - **Arbeitsmarktunsicherheit** (Mini-Jobs, Werkverträge, kein Karrierepfad),
      - **Mangel an männlichen Vorbildern in Familien** (nicht weil „Väter zu Hause bleiben“, sondern weil viele Väter selbst keine klare Rolle haben—und das liegt an *ihnen*, nicht an einer feministischen Ideologie).

      → Die eigentliche Frage ist: **Warum hat die Gesellschaft keine institutionellen Formen geschaffen, die Jungen Orientierung geben?** Antwort: Weil man annahm, der Markt regelt das—und weil der Staat Bildung als Leistungsgarantie versteht, nicht als Seelsorge.

      ---

      ### 4. **„Feminismus-Apologeten haben hingegen gar keinen“ – eine versteckte Geschlechterbiologie**

      > *„Eine Frau mag im Gegensatz zur Batterie vielleicht nur einen negativen Pol haben. Die Feminismus-Apologeten haben hingegen gar keinen.“*

      Das ist nicht nur eine Polemik—es ist ein klassisches **naturalistisches Fehlschluss**: Das, was „natürlich“ erscheint, werde als „gut“ interpretiert.

      - **Frauen haben nicht „nur einen negativen Pol“**—sie haben so viel Komplexität wie Männer. Die These, Frauen seien „weniger komplexe Persönlichkeiten“, ist nicht belegt. Ganz im Gegenteil: Studien zeigen, dass Frauen **höhere emotionale Differenziertheit** aufweisen (z. B. *Schütz & Bowler, 2012*), was nicht „Einfachheit“, sondern **feinere Regulierung** bedeutet.

      - **Der Vergleich zur Batterie ist ein rhetorischer Trick**: Er suggeriert, dass Männlichkeit „positiv“ und Weiblichkeit „negativ“ sei—eine Vorstellung, die in der **patriarchalen Ideologie** verwurzelt ist (siehe Nietzsche, „Frauen sind gut für den Haushalt, schlecht für die Polis“).

      - Die Behauptung, Feminismus habe „keinen negativen Pol“, bedeutet in Wirklichkeit: **Feminismus ist kein politisches Projekt mit klarem Ziel, sondern ein diffuser moralischer Impuls**. Das ist falsch: Feminismus zielt darauf ab, **Gleichberechtigung**, **Selbstbestimmung** und **Gewaltfreiheit** durchzusetzen—notwendige Prämissen für eine funktionierende Demokratie.

      ---

      ### Abschließende Klarstellung (ohne Moralismus)

      Der Autor schreibt:

      > *„Menschen leben nicht von Konstruktionen. Sie leben von Bindung, Sinn, Verantwortung für Volk, Land und Familie.“*

      Das ist **richtig—but nicht hinreichend**. Menschen leben *auch* von:

      - **Gerechtigkeit** (ohne die kein Vertrauen entsteht),
      - **Autonomie** (ohne die kein echter Sinn entsteht),
      - **Zukunftssicherheit** (ohne die keine Bindung möglich ist).

      Die moderne Krise ist nicht „zu viel Freiheit“, sondern **zu wenig Struktur, die freiheitsfördernd ist**. Nicht „zu viel Gleichheit“, sondern **zu unklar, wer wofür einsteht**.

      Die Lösung liegt nicht darin, „natürliche Rollen“ wiederherzustellen—denn die existieren nicht als fixe Entität, sondern als historisches Konstrukt. Die Lösung liegt darin, **strukturelle Rahmenbedingungen zu schaffen**, die es ermöglichen, dass Menschen frei Verantwortung übernehmen—ohne dass das eine Geschlecht dafür herhalten muss.

      Sonst endet man bei einem Paradoxon: **Wer die Freiheit für alle abschafft, um „Sinn“ zu retten, macht die Gesellschaft instabil, weil Freiheit die Voraussetzung für echte Verbindlichkeit ist.**

      ---

      Möchten Sie, dass ich konkrete empirische Studien (auf Deutsch, aus dem deutschen Raum) zu einem dieser Punkte nachschiebe? Etwa zu:
      - Geburtenentwicklung und Bildung,
      - Vaterschaft und Bindung,
      - Männliche Identität in derPost-Industrialisierung?

      Dann nennen Sie den Punkt—ich liefere die Daten, nicht die Ideologie.

    • Vor 19 Tagen

      Der gesamte Text ist ein Paradebeispiel jener spätliberalen Selbsttäuschung, die Jan Deichmohle seit Jahren seziert: eine Ideologie, die jede sichtbare Zersetzung sozialer Ordnung zwar statistisch beschreibt, aber kategorisch verbietet, daraus kulturelle oder anthropologische Schlüsse zu ziehen. Alles darf analysiert werden — außer dem eigenen Weltbild. Genau darin liegt die Lächerlichkeit dieses Beitrags.

      Der Autor arbeitet sich obsessiv an „Korrelation ≠ Kausalität“ ab, als hätte er gerade im ersten Semester Sozialwissenschaften einen Methodikschein bestanden. Gleichzeitig blendet er den offensichtlichsten Zusammenhang der letzten sechzig Jahre systematisch aus: die bewusste Auflösung stabiler Bindungsstrukturen durch eine Ideologie radikaler Individualisierung. Das ist kein Zufall, sondern die Grundlogik des modernen links geframten Liberalismus: erst alle traditionellen Loyalitäten zerstören — Familie, Geschlecht, Herkunft, Religion, Pflichtgefühl — und anschließend überrascht feststellen, dass atomisierte Individuen depressiv, bindungsunfähig und orientierungslos werden.

      Und genau hier setzt Deichmohles zentrale Kritik an: Der moderne Mensch wird nicht befreit, sondern entwurzelt. Die sogenannte „Selbstbestimmung“ produziert keinen souveränen Bürger, sondern einen permanent verunsicherten Konsumenten, dessen Identität sich aus Marktangeboten, Therapiefloskeln und moralischer Selbstoptimierung zusammensetzt.

      Der Text behauptet allen Ernstes, Scheidungsraten seien Ausdruck von „Liberation“. Nein — sie sind in erster Linie Ausdruck zerfallender Verbindlichkeit. Dass Menschen heute jede Beziehung abbrechen können, bedeutet nicht automatisch Fortschritt. Auch ein Staat kann seine Grenzen abschaffen — das beweist noch lange nicht seine Stärke. Freiheit ohne Bindung endet nicht in Reife, sondern in Beliebigkeit.

      Besonders grotesk wird es bei der psychischen Gesundheit. Der Autor versucht ernsthaft zu erklären, die Explosion psychischer Erkrankungen sei bloß ein Diagnostikproblem. Das ist exakt jene technokratische Nebelkerze, die Deichmohle regelmäßig verspottet: Sobald die Realität ideologisch unangenehm wird, erklärt man sie einfach zur „besseren Sichtbarkeit“. Millionen junge Männer vereinsamen? Nicht die Gesellschaft ist krank — nur die Diagnosen sind präziser geworden. Geburten kollabieren? Nicht die Kultur ist dysfunktional — die Menschen seien bloß „gebildeter“. Beziehungen zerbrechen? Das sei „Befreiung“. Diese Denkweise ist nicht analytisch, sondern religiös. Sie immunisiert sich gegen jede Evidenz.

      Der entscheidende Punkt wird komplett verdrängt: Der traditionelle Mann war nicht einfach „unterdrückt“ oder „toxisch“, sondern funktional eingebunden. Er hatte Verantwortung, Erwartung, Aufgabe. Genau das ist verschwunden. Die moderne Gesellschaft verlangt von Männern gleichzeitig Stärke und Selbstauflösung, Führung und permanente Selbstanklage. Sie sollen beschützen, aber nicht dominant sein. Erfolgreich sein, aber keine Konkurrenz erzeugen. Männlich wirken, aber Männlichkeit bitte nur als ironisierte Karikatur.

      Und dann wundert man sich über Passivität, Pornographie, Zynismus und sozialen Rückzug?

      Das ist keine „theologische Behauptung“, wie der Text höhnisch schreibt — das ist offensichtliche soziale Realität. Man braucht keine metaphysische „Essenz der Männlichkeit“, um zu erkennen, dass jede stabile Zivilisation männliche Energie kanalisiert statt diffamiert hat. Selbstverständlich variieren Rollen kulturell. Das widerlegt aber nicht ihre Existenz, sondern bestätigt sie. Jede Gesellschaft entwickelt Geschlechterordnungen — weil Männer und Frauen eben keine identischen Wesen sind. Der Versuch, diese Unterschiede vollständig zu entpolitisieren, endet zwangsläufig in kultureller Desorientierung.

      Die Berufung auf irgendwelche exotischen „matriarchalen Elemente“ oder Third-Gender-Beispiele ist dabei der übliche anthropologische Taschenspielertrick spätmoderner Akademiker: Man nimmt Randphänomene aus Nischenkulturen, um die offensichtliche Struktur nahezu aller Hochzivilisationen zu relativieren. Das ist ungefähr so seriös, wie die Existenz von Hausbooten als Widerlegung des Straßenverkehrs zu präsentieren.

      Noch absurder wird es bei der Behauptung, traditionelle Ordnungen seien primär durch „Gewalt“ stabilisiert worden. Das ist reine Gegenwartsarroganz. Der Autor kann sich offenbar nicht vorstellen, dass Menschen Rollen auch deshalb akzeptierten, weil diese Rollen Sinn erzeugten, Zugehörigkeit stifteten und Opferbereitschaft ermöglichten. Stattdessen wird die gesamte Geschichte der Familie nachträglich als Unterdrückungserzählung umgeschrieben. Genau das meinte Kanneberg mit der „moralischen Kolonisierung der Vergangenheit“: Moderne Ideologen erklären jede frühere Ordnung retrospektiv zur Barbarei, um die eigene Orientierungslosigkeit als Fortschritt verkaufen zu können.

      Besonders entlarvend ist die Passage über „Autonomie“. Das ist der eigentliche Kultbegriff des gesamten Textes. Der moderne Mensch soll autonom, flexibel, selbstbestimmt und jederzeit reversibel leben. Ergebnis: sinkende Geburtenraten, zerfallende Familien, chronische Einsamkeit, infantilisierte Männer, psychisch erschöpfte Frauen und eine Gesellschaft, die ihre eigene Zukunft biologisch nicht mehr reproduziert.

      Und dann behauptet man ernsthaft, das Problem sei „zu wenig freiheitsfördernde Struktur“?

      Nein. Das Problem ist, dass man Freiheit längst gegen Verantwortung ausgespielt hat. Dass jede Pflicht inzwischen als potenzielle Unterdrückung gilt. Dass Bindung nur noch akzeptiert wird, solange sie emotional angenehm bleibt. Dass Opferbereitschaft moralisch gefordert, aber kulturell nicht mehr geehrt wird.

      Der Text endet mit dem typischen liberalen Paradoxon: Man wolle Verantwortung — aber ohne feste Rollen. Familie — aber ohne Verpflichtung. Gemeinschaft — aber ohne Hierarchie. Männer — aber ohne Männlichkeit. Frauen — aber ohne Mutterschaft als kulturellen Wert. Nation — aber ohne kollektive Loyalität.

      Kurz gesagt: Man will die Früchte der alten Ordnung behalten, nachdem man ihre Wurzeln abgesägt hat.

      Genau deshalb wirken solche Texte mittlerweile so hysterisch defensiv. Sie merken längst selbst, dass ihre Erzählung an der Realität zerbricht. Denn eine Gesellschaft lebt nicht von „Authentizität“, „Selbstverwirklichung“ und therapeutischer Sprache. Sie lebt von Bindung, Pflicht, Opferfähigkeit und Generationenkontinuität.

      Und genau das hat das linksgläubige Milleu systematisch zerstört — während er sich gleichzeitig als humanistische Erlösungsbewegung feiert.
      Es ist die Einfalt im Büsergewand der eigenen moralischen Überzeugung.

    • Vor 19 Tagen

      Deswegen bin ich lieber in der Kneipe als im Internet: da kann man solche Pisser einfach rausschmeißen.

    • Vor 19 Tagen

      Hier ist eine klare, knappe Antwort – sprachlich verständlich, ohne polemische Schärfe, aber ohne Kompromiss bei der sachlichen Richtigkeit:

      ---

      Der Autor verwechselt **Kritik an Rollenzwang** mit **Zerstörung jeder Ordnung**. Es stimmt: Traditionelle Rollen haben vielen Menschen Sicherheit und Sinn gegeben—aber sie haben auch viele Menschen ausgeschlossen, unterdrückt oder zum Schweigen gebracht. Das muss man nicht verharmlosen, um Fakten anzuerkennen.

      Ja, es gibt Probleme: Vereinsamung, niedrige Geburtenraten, Orientierungsverlust—vor allem bei jungen Männern. Aber die Ursache liegt **nicht** in Feminismus oder „Radikalischem Individualismus“, sondern in:

      - **Strukturellen Veränderungen**: Arbeitsmarkt Unsicherheit, Digitalisierung, Urbanisierung, Rückzug staatlicher Fürsorge.
      - **Kulturellen Widersprüchen**: Wir erwarten von Männern emotionale Präsenz—but verbieten ihnen gleichzeitig die Sprache dafür.
      - **Fehlenden Alternativen**: Statt Rollenzwang bietet die Gesellschaft kaum *neue*, verbindliche Narrative—keine Rituale, keine Klärung, keine Anerkennung für Erwachsenwerden.

      Das Problem ist nicht „zu viel Freiheit“, sondern **zu wenig klare Verantwortung**, die freiwillig übernommen wird—weil niemand mehr weiß, wie das geht.

      Dass „ traditionelle Ordnung“ nicht identisch mit „Unterdrückung“ ist, leugnet niemand—aber sie war auch **kein Idealzustand**, den wir ohne Kritik wiederherstellen können. Denn sie basierte auf Ungleichheit—notwendig, um ihre Stabilität zu erhalten.

      Die echte Herausforderung ist: Wie schaffen wir eine Gesellschaft, in der **jeder**—unabhängig vom Geschlecht—Verantwortung übernehmen, Bindungen eingehen und sich anerkennen kann—ohne dass das einer zu Lasten eines anderen geschieht?

    • Vor 19 Tagen

      Wer zum Fick ist Jan Laichsohle? Und warum ziehst Du nicht mit ihm in ne nette Männer-WG, Jens? :)

    • Vor 19 Tagen

      Der Text ist ein Paradebeispiel für jene wohltemperierte Salonrhetorik, mit der sich das progressive Bürgertum seit Jahren selbst betäubt. Alles klingt vernünftig, ausgewogen, „differenziert“ — und genau darin liegt der Trick: Man formuliert die eigenen ideologischen Gewissheiten als alternativlose Sachlichkeit.

      „Der Autor verwechselt Kritik an Rollenzwang mit Zerstörung jeder Ordnung.“ Nein. Er beschreibt lediglich eine Realität, die jeder außerhalb akademischer Debattenzirkel längst beobachten kann: Wo jede verbindliche Norm zur Unterdrückung erklärt wird, bleibt irgendwann nichts Verbindliches mehr übrig. Das ist keine rechte Verschwörungstheorie, sondern sozialer Alltag.

      Die moderne Fortschrittsreligion hat über Jahrzehnte hinweg jede traditionelle Struktur zerlegt — Familie, Geschlechterrollen, Autoritäten, Rituale, nationale Identität — und tut nun überrascht darüber, dass Menschen orientierungslos, vereinsamt und psychisch erschöpft sind. Erst sprengt man das Fundament und veröffentlicht anschließend Studien über Gebäudeschäden.

      Besonders entlarvend ist die Behauptung, Feminismus oder radikaler Individualismus hätten mit der Krise nichts zu tun. Natürlich haben sie das. Nicht exklusiv, aber zentral. Wer jahrzehntelang predigt, jede Abhängigkeit sei Unterdrückung, jede Rolle ein Zwang und jede Erwartung eine Zumutung, darf sich nicht wundern, wenn am Ende niemand mehr Verantwortung übernehmen will. Freiheit ohne Bindung produziert eben nicht automatisch mündige Charaktere, sondern oft infantilisierte Einzelgänger mit Therapie-Abo.

      Und diese ständige Ausweichbewegung auf „strukturelle Veränderungen“ ist inzwischen ein rhetorischer Reflex geworden. Arbeitsmarkt, Digitalisierung, Urbanisierung — ja, schön. Aber warum zerfallen Bindungen in westlichen Wohlstandsgesellschaften besonders dort, wo traditionelle Werte systematisch delegitimiert wurden? Warum explodieren Depression, Einsamkeit und Sinnverlust gerade in Milieus, die sich für maximal emanzipiert halten?

      Die Antwort liegt offen zutage: Der Mensch ist kein autonomes IKEA-Projekt, das sich beliebig neu zusammenschrauben lässt. Menschen brauchen Zugehörigkeit, Orientierung, Rollen, Erwartungen und manchmal auch Zumutungen. Eine Gesellschaft lebt nicht von abstrakter Selbstverwirklichung, sondern von Loyalität und Verantwortung. Dinge also, die im progressiven Denken meist nur noch als verdächtige Machtinstrumente auftauchen.

      Besonders absurd wird es bei der Behauptung, traditionelle Ordnung habe „auf Ungleichheit basiert, notwendig, um Stabilität zu erhalten“. Das ist exakt die moralische Überheblichkeit unserer Zeit: Man betrachtet vergangene Gesellschaften ausschließlich durch das Prisma heutiger Gleichheitsdogmen und blendet komplett aus, dass diese „ungerechten“ Strukturen Generationen hervorgebracht haben, die Familien gründeten, Kinder bekamen, Gemeinschaften bauten und im Zweifel bereit waren, für etwas Größeres als ihr persönliches Wohlbefinden einzustehen.

      Heute dagegen gilt schon die Erwartung emotionaler Verlässlichkeit als potenziell toxisch. Man will Bindung ohne Verpflichtung, Gemeinschaft ohne Normen und Verantwortung ohne Hierarchie. Das Ergebnis sieht man überall: Männer ohne Richtung, Frauen ohne Vertrauen in Stabilität, Kinder ohne Orientierung und eine Gesellschaft, die sich therapeutisch verwaltet, während sie kulturell ausblutet.

      Der entscheidende Denkfehler des Textes liegt aber tiefer: Er glaubt ernsthaft, Ordnung lasse sich vollständig freiwillig organisieren. Genau das ist die Illusion spätliberaler Gesellschaften. Kulturen funktionieren nicht primär über individuelle Wunschzettel, sondern über eingeübte Erwartungen und gemeinsame Selbstverständlichkeiten. Wer jede Norm erst moralisch legitimieren muss, hat bereits verloren.

      Und nein: Niemand fordert die Rückkehr in die fünfziger Jahre. Aber vielleicht wäre schon viel gewonnen, wenn man aufhören würde, alles Traditionelle reflexhaft als Unterdrückungsgeschichte zu erzählen. Denn eine Gesellschaft, die nur noch dekonstruiert, aber nichts mehr verteidigt, endet irgendwann nicht in Freiheit — sondern in Auflösung.

    • Vor 19 Tagen

      ... ihr könntet euch jeden Abend in der WG-Küche gegenseitig eure Ergüsse präsentieren (ganz ähnlich wie die oben) und wenn ihr dann irgendwann ganz hart
      erschöpft seid, vielleicht zusammen noch einen drauf machen :)

    • Vor 19 Tagen

      Hätte sich die Natur damals doch nur eine Emotion ausgedacht, die direkt auf biologischer Ebene mit einem starken Bindungswunsch einhergeht, dann hätten wir diese ganzen Probleme heute gar nicht! :mad:

    • Vor 19 Tagen

      Deichmohle will vögeln, #463
      Schieb deinen traurigen Arsch raus hier...

    • Vor 19 Tagen

      ... ich kann euch beiden wirklich nur zu solch einer EntScheidungsraten, lieber Jens!

      Eure psychischen Erkrankungen würden sich gewiss bessern, wenn Jan dir von Zeit zu Zeit mal an die Sohle laicht (Stich-Wort (Ver)Einsamung!).

      Der Orientierungslosigkeit könntet ihr ganz einfach per konsequenter Fortführung eurer ganz eigenen Kultur der permanenten narzisstischen Selbstoptimierung entgegenwirken.

      Wenn er dich einführt in seine Welt und Du vielleicht das ein oder andere Gut aus ihm bergen kannst... dann liegt die lange Durststrecke der Bindungsunfähigkeit bald hinter euch und antidepressiver Konsum wird völlig obsolet - glaub mir!

      Und Geburteneinbrüchen könntet ihr easy per Adoption einiger unbegleiteter minderjähriger Geflücht:innen Herr werden...

    • Vor 19 Tagen

      Ihr nennt es Fortschritt.
      Doch was ist das für ein Fortschritt, der den Menschen immer kleiner macht?

      Wir leben in einer Zeit der Dressur.
      Nicht der offenen Tyrannei — nein, das wäre wenigstens ehrlich.
      Heute herrscht die sanfte Verwaltung.
      Der Bürger soll funktionieren, konsumieren, nicken, schweigen.
      Er soll sich entschuldigen, bevor er überhaupt gesprochen hat.

      Überall dieselbe Liturgie:
      Sei angepasst.
      Sei harmlos.
      Sei berechenbar.
      Und vor allem: Stelle nichts Grundsätzliches infrage.

      Die großen Institutionen unserer Epoche — Medien, Parteien, Konzerne, digitale Plattformen — produzieren keinen freien Geist mehr, sondern betreute Existenzen.
      Der moderne Mensch wird nicht mehr erzogen, sondern moderiert.

      Man erklärt uns, jede Leidenschaft sei gefährlich.
      Jeder Konflikt toxisch.
      Jeder Instinkt verdächtig.
      Alles Wilde soll geglättet werden wie Beton.

      Und so entsteht eine Kultur ohne Mut, ohne Risiko, ohne Größe.

      Der Mensch aber ist kein Bürokrat seiner selbst.

      Er will lieben, kämpfen, irren, schaffen, scheitern, wieder aufstehen.
      Er will nicht bloß „regelkonform existieren“.

      Doch wer heute noch Klartext spricht, gilt sofort als Problem.
      Nicht weil seine Argumente widerlegt wären — sondern weil überhaupt noch jemand wagt, mit Überzeugung zu sprechen.

      Die neue Moral hat Angst vor allem Echten.
      Darum liebt sie das Künstliche.
      Algorithmen statt Begegnung.
      Phrasen statt Gedanken.
      Empörung statt Diskussion.

      Man nennt das Offenheit.
      In Wahrheit ist es geistige Einhegung.

      Eine Kultur aber, die nur noch beruhigen will, verliert ihre schöpferische Kraft.
      Eine Gesellschaft, die jeden Widerspruch pathologisiert, endet im inneren Stillstand.

      Darum braucht es wieder Menschen, die anecken.
      Menschen, die nicht sofort kuschen, wenn der digitale Chor der Tugendwächter aufheult.
      Menschen, die den Mut haben zu sagen:

      Nein.
      Der Mensch ist mehr als ein verwaltetes Konsumtier.
      Mehr als ein Datensatz.
      Mehr als ein sozial erwünschtes Profilbild.

      Vielleicht beginnt Freiheit genau dort:
      Wo einer aufsteht und sich weigert, die verordnete Sprache seiner Zeit nachzusprechen.

    • Vor 19 Tagen

      "Darum braucht es wieder Menschen, die anecken.
      Menschen, die nicht sofort kuschen, wenn der digitale Chor der Tugendwächter aufheult.
      Menschen, die den Mut haben zu sagen:

      Nein."

      Also solche Leute wie OG Keemo?

    • Vor 19 Tagen

      Wir leben in einer Republik der Betäubten.
      Alles soll weich sein, sicher, moderiert, geprüft.
      Der Mensch wird heute nicht mehr unterdrückt — er wird domestiziert.

      Man nimmt ihm nicht die Freiheit mit Gewalt.
      Man nimmt ihm den Willen dazu.

      Jeden Tag dieselbe moralische Narkose:
      Nicht auffallen.
      Nicht widersprechen.
      Nicht zu leidenschaftlich sein.
      Nicht zu klar sprechen.

      Und während die Leute glauben, sie seien freier denn je, hängen sie längst am Tropf aus Konsum, Dauerablenkung und digitaler Zustimmung.

      Eine Gesellschaft, die Angst vor Konflikt hat, produziert keine Charaktere mehr — sondern Verwaltungsfälle mit WLAN-Anschluss.

      Sie wollen den perfekten Bürger:
      reibungslos, austauschbar, steuerbar.
      Ein Mensch ohne Kanten, ohne Instinkt, ohne Aufbegehren.

      Doch das Leben entsteht nicht im Sicherheitsmodus.
      Kultur entsteht nicht aus Compliance.
      Und Freiheit wächst nicht im Schatten moralischer Erpressung.

      Darum braucht es wieder Trotz.
      Wieder Mut.
      Wieder Menschen, die lieber anecken als kriechen.

      Denn wer ständig versucht, niemanden zu verstören, wird irgendwann unfähig, überhaupt noch etwas Wahres zu sagen.

      Das ist es was Deichmohle euch sagen will.

    • Vor 19 Tagen

      "Heute herrscht die sanfte Verwaltung.
      Der Bürger soll funktionieren, konsumieren, nicken, schweigen."

      LOL "heute". Das ist schon seit Anbeginn der Zeit so, seitdem es Mächtige und Schwache gibt. Glaubst du das hat Habeck erfunden oder sowas? :D

    • Vor 19 Tagen

      Ok, nun (oder von Beginn an?) ist es einfach Jens' LLM, das mit CAPS' redet - L A M E !

  • Vor 18 Tagen

    Ich habe Keemo unterschätzt, das Teil ist auch inhaltlich ein Meisterwerk gleichen Kalibers wie Mann Beißt Hund, meine Interpretation kommt demnächst.

    • Vor 18 Tagen

      Ich danke Caps herzlich für diese Textinterpretation, der ich in fast allen Punkten zustimme.
      „Mehr“ hatte ich weniger als autobiografischen Rückblick und mehr als allgemeine Reflexion über unser Leben im Spätkapitalismus gelesen, die autobiografische Lesart macht aber auch Sinn.
      Insbesondere die Frage, wie man die Lyrics von „Hass“ nicht checken kann, habe ich mir auch gestellt.
      Allgemein freue ich mich, dass Capsi seine Meinung, die Lyrics seien nicht das zentrale Element, revidiert hat, weil ich mich schon fragte, ob mein Hirn durch Fanboi-Tum inzwischen komplett verballert sei, dass ich so viel da reininterpretiere.
      Weiterhin sollte Keem ma langsam zu dem Kendrick-Vergleich stehen.

    • Vor 18 Tagen

      "Abgeschlossen wird das ganze durch die Rückbesinnung auf den Character, die Rolle, die er spielt als OG, das was er vielleicht mal war, jetzt aber nicht mehr ist."

      Ja, diese ganzen Perspektivsprünge und biographischen Referenzen (echter OG, alter OG, OG als Character), die du hier sicherlich begründet interpretierst, gehen an mir als jemand, der nur wenig vertraut ist und nur mal "reinhört" halt komplett vorbei.

    • Vor 18 Tagen

      @gueldi: Ich war halt blind, geblendet von Frankys Beitrag, und weil der so stark ist scheue ich auch davor zurück zu sagen, dass die Lyrics das zentrale Element sind.
      Bezüglich der Ambivalenz auf Mehr (und in Stücken auch auf Auge): Ich bin mir sicher, dass das gewollt ist, dass er es extra so geschrieben hat, dass es halt auch ein typischer Gangsta-Representer ist, wie er beispielsweise in Form von Malik schon auf MBH zu finden war und auch auf Geist immer wieder vorkam. Ein anonymer Kommentar unter dem Blogeintrag sagt ja: "OG Keemo sagt auf der EP zum ersten Mal explizit die Sachen, die bei Geist und seitdem implizit klar waren, wenn man ihm zugehört hat. " Und da muss ich zumindest retrospektiv zustimmen, wobei ich sagen muss, dass mir nicht klar war, wie bewusst ihm war ist, wie bewusst er diese implizite Systemkritik eingebracht hat oder wie sehr ich sie nur darin gefunden hatte. Und ja, Kendrick-Vergleich ist mehr als überfällig, ich bin dermaßen gespannt, was uns nach ablauf des Timers bevorsteht.

      @Gleep: Fair, ich habe es ja selbst erst nicht gesehen. Auch bei Mann Beißt Hund habe ich ein paar Durchläufe und intensives Nachdenken gebraucht, um die Story so weit zu verstehen, wie ich jetzt denke, dass ich sie verstehe. Ich spiele schon länger mit dem Gedanken zu Mann Beißt Hund etwas ähnliches zu machen, wie ich es hier fabriziert habe, meine Lesart erklären halt, aber das hier hat mich jetzt schon um einiges Schlaf gebracht, und ich bin nichtmal zufrieden damit, ich wollte es nur schnell rausbringen, weil ich den Drang verspürte mitzuteilen, wie sehr ich mich irrte.

    • Vor 18 Tagen

      Sehr nice Ansätze und einiges dabei, was mir bei den wenigen Durchläufen bisher noch nicht aufgefallen ist - top!

      Würde gern lesen, was Du dazu meinst, dass es in (glaube ich) jedem Track eine "Der Planet..."-Line gibt, außer im letzten, dort dann aber Keemo selbst die Schwerkraft überwindet?!

      "Dass ich vom Boden abhebe, ist sehr nah
      Denn mich hält keine Schwerkraft
      Dreh' meinen Körper noch weiter, es ist der Berserker"

    • Vor 18 Tagen

      Uh, interessant. Ich hab einige Sachen aus Zeitgründen oder weil ich die zu spekulativ fand rausgelassen, das war aber keine davon. Das sich der Planet dreht schon, aber nicht, dass das Thema in jeder Anspielstation vorkommt und auch nicht die Überwindung der Schwerkraft. Aber Drehung ist auch viel dabei, und zwar nicht nur der Planet, sondern auch sein Kopf, und dann noch hundertachtzig grad, was im ersten Track auf die Drehung bezogen ist, in Hass aber auch mit Temperatur verbunden wird. Und dann, nachdem Welt und Kopf sich gedreht haben, steht die Welt Kopf. Dann dreht sich der Schädel wie ein Schraubverschluss. Und in der letzten Zeile dreht er schliesslich den Körper.

      Lässt sich ziemlich einfach was mit Perspektiv- und Haltungswechsel draus machen.

    • Vor 18 Tagen

      "Der Planet ist 30 Prozent Land, doch ich brauche mehr/Meer" vor dem Hintergrund eines Klimawandels durch eine Wirtschaft, die immer mehr Wachstum braucht, auch eine starke Line...

      Macht mich echt neugierig alles... Wäre extrem nice aus meiner Sicht, wenn das ein lyrisches Sprungbrett für ihn sein könnte und er ENDLICH mal dieses ewige Erzählen nur über sich und sein Leben überwindet zugunsten anderer / "größerer" Themen. Das poetische Zeug dazu hat er eh längst :)

    • Vor 17 Tagen

      Da habt ihr euch aber tief reingekniet.
      Keemo ist textlich im aktuellen Deutschrapgarten zweifellos ein Riese unter Zwergen.
      Ich hab trotzdem das Gefühl, dass er sich durch ein, zwei Marotten versaut, um eine noch wohlwollendere Rezeption bringt.

      Zum einen bringt er neben sehr guten auch ein paar wirklich corny Vergleiche (Rey Mysterio), die ihn immer noch wie einen Berufsjugendlichen wirken lassen.
      Auf der anderen Seite betreibt er selbst Cosplay, wie er es anderen Rappern vorwirft. Manche seiner Lines wirken einfach wie aus einem Amirap-Album abgehört und die authentischen Aspekte seiner "Gangster-Persona verschwimmen immer wieder mit seiner Rolle als "freizuspielender Charakter".

      Da mir der rotzige auf die Fresse Keemo aber eh am besten taugt, soll mir das recht sein.

    • Vor 5 Tagen

      Wusstet ihr, dass es 2023 eine Tagung im Brecht-Haus Berlin gab, die hieß: "Gebt OG Keemo den Büchner-Preis! Literaturwissenschaftliche Perspektiven auf Deuschrap."

    • Vor 5 Tagen

      Wusste ich i. e. S. des Konzepts "Wissen" nicht, kommt mir aber irgendwie dennoch bekannt vor...

    • Vor 5 Tagen

      Die Tagung ist komplett online verfügbar (youtube). Es spricht u. a. Grim 104. Geht viele, viele Stunden, ich hab nicht alle Beiträge angehört. Ob wirklich für OG Keemo der Büchnerpreis gefordert wird, weiß ich nicht, der Titel könnte auch provokativ gemeint sein. Wenn ich mal Zeit hab, hör ich mir mehr an....

  • Vor 16 Tagen

    Bis auf Auge+Blind reisst mich hier nichts mit. Anscheinend ist das Duo so unantastbar, das alles mittelmässige vergoldet wird.