VÖ: 3. Juli 2026 (Warner Bros. Records) Pop, Dance
Ein Album mit einer Ziffer zu benennen, ist ein bewusstes Signal. Man verbindet es damit gleich zu Beginn mit dem letzten Werk dieses Namens, auf dem man (in diesem Fall: vor über zwanzig Jahren) noch mitten im Geschehen stand und der Mittelpunkt der Popwelt war. Das wirkt zunächst wie künstlerische …
Sehe ich anders als Herr Kabelitz. Das Album besteht aus vielleicht 3 bis 4 annehmbaren Songs, der Rest sind klassische Albumfiller, die teilweise so mies sind, daß Madonna diese früher in ihrer Prime sicher nicht einmal als B-Sides veröffentlicht hätte. Kein Vergleich zu Confessions 1 oder gar ihr absolute Meisterwerk Ray of Light.
Auch die Produktion von Stuart Price ist sehr lieb- und belanglos. Viele Sounds und Beats hören sich an wie aus dem Laptop-Preset-Baukasten. Große Mühe hat er sich nicht gegeben. Und bei den Stimmaufnahmen von Madonna waren neben teilweise exzessiven Autotune wohl auch noch andere KI-Vocal-Tools im Einsatz. Hört sich alles einfach nicht "rund" und gut an.
Leider also nicht wie erhofft ein gutes Alterswerk, sondern eine weitere mäßige Veröffentlichung, die sich nahtlos in ihre letzten schwachen Alben einreiht. Daher nur 2/5.
Naja, ich denke halt, wenn man das eine Hinderniss schon überwinden muss derzeit, sollte man sich nicht noch weitere Schwierigkeiten besorgen. Klar, karmatechnisch kann man das andere auch gleich mitnehmen aus effizienzgründen - dann ist der Tag halt auch einfach rum. Ich würde IMMER wie folgt vorgehen: erst das eine abschließen logisch, dann das andere Problem erst bearbeiten, sonst kommt man grübeltechnisch einfach durcheinander. Vorteil zudem: man kann es an unterschiedlichen Terminen besprechen, ohne, dass die Zusammenhänge durcheinander geraten und am Ende keine echten Lösungen parat stehen.
Herrlich. Ich kann zwar die Einschätzung nicht ganz nachvollziehen. Aber mir gefällt der Spruch. Wenn mir mal wieder ein Album nicht gefällt, bring ich den. Danke!
Hand aufs Herz: find ich geil. Klingt zum Teil original wie die Clubsound den meine Eltern in den 90ern gehört haben - das respektiere ich denn der Sound lässt sich heute nur schwer nachproduzieren. Wieviel Anteil an dem Album aber wirklich Madonna hat sei dahingestellt, im Studio wurde jedenfalls geleistet.
Nach den ersten Horchern hab ich mich etwas über die ersten Reaktionen hier gewundert. Finde nämlich auch, dass das offensichtlichst Retro-Clubsound zelebrieren soll - was einiges an der bisherigen Kritik schon mal ins Leere laufen lässt. Sinnlos, das daran zu messen, ob es zeitgemäß ist oder nicht. Und für perfekte Alben ohne Skips ist die Ciccone nun auch nicht gerade bekannt.
Muss aber auch sagen, dass Beyonze das mit ihrem queeren 80er-House-Album auf den ersten Eindruck besser hingekriegt hat.
das man nach 40 Jahren im Geschäft und 15 Alben ihr immer noch unterstellt sie hätte kaum Anteil an ihrem Werk und es wären nur die Produzenten ist zu köstlich...
Was soll denn an den 90er Clubsound schwer reproduzierbar sein? Das war schon damals größtenteils Billo-Sound aus digitalen Software-Presets. Als ob ein Sound-Geek wie Stuart Price da keinen Zugriff mehr drauf hat. Der wird wohl einfach eine seiner archivierten Festplatten mit dem entsprechenden von Madonna gewünschten Sounds rausgekramt haben und dann die (vom Songwriting her dünnen) Songs schnell weg produziert haben. Viel Liebe im Detail steckt jedenfalls nicht in der Produktion. Da war Stuart Price's Arbeit für Confession 1 deutlich detailverliebter.
Zum OP sei noch angemerkt, es war wahrscheinlich ein Künstlerkollektiv, das von Madonna zumindest organisatorisch und analytisch gelenkt worden ist. Dabei spielt es m.E. gar keine Rolle, wie viele Songs sie letztendlich selber geschrieben hat. Sie hat das ganze orchestriert mit ihrem ganzen Erfahrungsschatz, den es ja ohne ihre Kreative Leistung bisher gar nicht geben würde. Ich finde diesen ressourcenbasierten Ansatz in heutigen Zeiten nur noch nervig und deplatziert. Wir müssen das viel mehr aus einer linken Perspektive betrachten: es hat funktioniert .
nach 4 Flops in Folge wieder mal ein großartiges Album. Meine Favoriten sind definitiv School, L.E.S. Girl, Bizarre und Good for the Soul. Fragile und the Test hätte sie weglassen können. Andererseits sind diese Songs ja auch "nur" auf der Deluxe-Variante und nicht auf dem eigentlichen 12-Song-Album.
Madonna liefert, oder auch nicht. Typischer Sound der Marke "läuft ganz nett im Hintergrund im Office, ohne jemanden zu stören". Etwas seicht, wie der Schleier in den sich Madonne auf den Cover kleidet. Nichts drängt nach außen, keine Experimente, keine echten Techno-, House Beats, die einen aufhorchen lassen. Dazu langweilige "Everybody get up and dance" Aufforderungen; alles wie gehabt und wie zu erwarten. Eigentlich ein für die Queen of Pop etwas unterwältigens Werk, welches ohne jede größere Vision, eher beiläufig entstanden scheint. Andererseits, wenn man von Madonna nichts neues erwartet, wenn man auf altbewährtes hofft und generell eher begleitende, als fordernde Musik mag, ist das vielleicht genau das Richtige
"noch mitten im Geschehen stand und der Mittelpunkt der Popwelt war..."
Hm? Hat man sich nicht damals schon gefragt, ob so eine recycelte Hook nicht ein wenig arm für das Comeback der Queen of Pop genannten Madonna ist, die sich nicht nur Songmäßig auch noch bei Eric Prydz bediente?
Britney, Christina, Beyonce waren auch schon da. Hier ist doch jemand mieser Fanboi!
Nö. Sicher nicht von Madonna. Insgesamt bin ich wohl von so ziemlich niemandem ein Fanboy und wenn ich doch bei jemandem in die Nähe eines solchen komme, dann bin ich gerade bei diesen Acts besonders kritisch.
Ich hab nicht gesagt, dass ich ihre Musik - besonders als Teenager - mal toll fand und daher einiges immer noch mag. Genauso finde ich aber auch vieles von ihr semidufte.
Die Lyrics bestätigen, dass Disco oberflächlich ist. Auch wenn sie das Gegenteil behauptet. Wenig Substanz, viele Wiederholungen, schlichtes Vokabular.
Aber das Album ist trotzdem gut. Beim ersten Durchgang fand ich es noch größtenteils egal. Mittlerweile finde ich FRAGILE und BETRAYAL geil.
Bin da ganz bei Wiesel. Wenn Mad "mad one A" onna klug ist, wird sie noch Confections III und IV nachlegen - das werden dann der 5-Sterne-Banger und der Meilenstein.
Ein Album mit einer Ziffer zu benennen, ist ein bewusstes Signal. Man verbindet es damit gleich zu Beginn mit dem letzten Werk dieses Namens, auf dem man (in diesem Fall: vor über zwanzig Jahren) noch mitten im Geschehen stand und der Mittelpunkt der Popwelt war. Das wirkt zunächst wie künstlerische …
She is not your kind!
Sehe ich anders als Herr Kabelitz. Das Album besteht aus vielleicht 3 bis 4 annehmbaren Songs, der Rest sind klassische Albumfiller, die teilweise so mies sind, daß Madonna diese früher in ihrer Prime sicher nicht einmal als B-Sides veröffentlicht hätte. Kein Vergleich zu Confessions 1 oder gar ihr absolute Meisterwerk Ray of Light.
Auch die Produktion von Stuart Price ist sehr lieb- und belanglos. Viele Sounds und Beats hören sich an wie aus dem Laptop-Preset-Baukasten. Große Mühe hat er sich nicht gegeben. Und bei den Stimmaufnahmen von Madonna waren neben teilweise exzessiven Autotune wohl auch noch andere KI-Vocal-Tools im Einsatz. Hört sich alles einfach nicht "rund" und gut an.
Leider also nicht wie erhofft ein gutes Alterswerk, sondern eine weitere mäßige Veröffentlichung, die sich nahtlos in ihre letzten schwachen Alben einreiht. Daher nur 2/5.
Konnte es nicht bis ans ende anhören...1/5 ach du scheisse!
Gutes Album. Es wäre noch besser wenn man die 2-3 Filler weggelassen hätte z.b The Test und Les Girl
Wird sicher auf jedem Rummelplatz in Dauerrotation laufen. Alle einsteigen, Hirn ausschalten und manche müssen kotzen.
Was hast du gegen Rummelplätze? Zieh dir mal den Stock aus dem Hintern.
Sollte er einen Bienenstock im Hintern haben, würde ich in der Tat auch Hummelplätze vermeiden.
Ham Hummelns und Bienens Beef?
Naja, ich denke halt, wenn man das eine Hinderniss schon überwinden muss derzeit, sollte man sich nicht noch weitere Schwierigkeiten besorgen. Klar, karmatechnisch kann man das andere auch gleich mitnehmen aus effizienzgründen - dann ist der Tag halt auch einfach rum. Ich würde IMMER wie folgt vorgehen: erst das eine abschließen logisch, dann das andere Problem erst bearbeiten, sonst kommt man grübeltechnisch einfach durcheinander. Vorteil zudem: man kann es an unterschiedlichen Terminen besprechen, ohne, dass die Zusammenhänge durcheinander geraten und am Ende keine echten Lösungen parat stehen.
Herrlich. Ich kann zwar die Einschätzung nicht ganz nachvollziehen. Aber mir gefällt der Spruch. Wenn mir mal wieder ein Album nicht gefällt, bring ich den. Danke!
Hand aufs Herz: find ich geil. Klingt zum Teil original wie die Clubsound den meine Eltern in den 90ern gehört haben - das respektiere ich denn der Sound lässt sich heute nur schwer nachproduzieren. Wieviel Anteil an dem Album aber wirklich Madonna hat sei dahingestellt, im Studio wurde jedenfalls geleistet.
^ der Clubsound
Nach den ersten Horchern hab ich mich etwas über die ersten Reaktionen hier gewundert. Finde nämlich auch, dass das offensichtlichst Retro-Clubsound zelebrieren soll - was einiges an der bisherigen Kritik schon mal ins Leere laufen lässt. Sinnlos, das daran zu messen, ob es zeitgemäß ist oder nicht. Und für perfekte Alben ohne Skips ist die Ciccone nun auch nicht gerade bekannt.
Muss aber auch sagen, dass Beyonze das mit ihrem queeren 80er-House-Album auf den ersten Eindruck besser hingekriegt hat.
Finde ja, der Sampler „Acid House Fever“ von Tele5 schlägt alles, was Clubsound angeht. Und das nicht primär aus nostalgischen Gründen.
das man nach 40 Jahren im Geschäft und 15 Alben ihr immer noch unterstellt sie hätte kaum Anteil an ihrem Werk und es wären nur die Produzenten ist zu köstlich...
Was soll denn an den 90er Clubsound schwer reproduzierbar sein? Das war schon damals größtenteils Billo-Sound aus digitalen Software-Presets. Als ob ein Sound-Geek wie Stuart Price da keinen Zugriff mehr drauf hat. Der wird wohl einfach eine seiner archivierten Festplatten mit dem entsprechenden von Madonna gewünschten Sounds rausgekramt haben und dann die (vom Songwriting her dünnen) Songs schnell weg produziert haben. Viel Liebe im Detail steckt jedenfalls nicht in der Produktion. Da war Stuart Price's Arbeit für Confession 1 deutlich detailverliebter.
Seht, es ist dreamZ, gleich neben realAZ.
Ach, den kenn ich noch von damals aus dem StudivZ.
Zum OP sei noch angemerkt, es war wahrscheinlich ein Künstlerkollektiv, das von Madonna zumindest organisatorisch und analytisch gelenkt worden ist. Dabei spielt es m.E. gar keine Rolle, wie viele Songs sie letztendlich selber geschrieben hat. Sie hat das ganze orchestriert mit ihrem ganzen Erfahrungsschatz, den es ja ohne ihre Kreative Leistung bisher gar nicht geben würde. Ich finde diesen ressourcenbasierten Ansatz in heutigen Zeiten nur noch nervig und deplatziert. Wir müssen das viel mehr aus einer linken Perspektive betrachten: es hat funktioniert
.
nach 4 Flops in Folge wieder mal ein großartiges Album. Meine Favoriten sind definitiv School, L.E.S. Girl, Bizarre und Good for the Soul. Fragile und the Test hätte sie weglassen können. Andererseits sind diese Songs ja auch "nur" auf der Deluxe-Variante und nicht auf dem eigentlichen 12-Song-Album.
"Everybody get up and dance" 5/5
Madonna liefert, oder auch nicht. Typischer Sound der Marke "läuft ganz nett im Hintergrund im Office, ohne jemanden zu stören". Etwas seicht, wie der Schleier in den sich Madonne auf den Cover kleidet. Nichts drängt nach außen, keine Experimente, keine echten Techno-, House Beats, die einen aufhorchen lassen. Dazu langweilige "Everybody get up and dance" Aufforderungen; alles wie gehabt und wie zu erwarten. Eigentlich ein für die Queen of Pop etwas unterwältigens Werk, welches ohne jede größere Vision, eher beiläufig entstanden scheint. Andererseits, wenn man von Madonna nichts neues erwartet, wenn man auf altbewährtes hofft und generell eher begleitende, als fordernde Musik mag, ist das vielleicht genau das Richtige
"noch mitten im Geschehen stand und der Mittelpunkt der Popwelt war..."
Hm? Hat man sich nicht damals schon gefragt, ob so eine recycelte Hook nicht ein wenig arm für das Comeback der Queen of Pop genannten Madonna ist, die sich nicht nur Songmäßig auch noch bei Eric Prydz bediente?
Britney, Christina, Beyonce waren auch schon da. Hier ist doch jemand mieser Fanboi!
Nö. Sicher nicht von Madonna. Insgesamt bin ich wohl von so ziemlich niemandem ein Fanboy und wenn ich doch bei jemandem in die Nähe eines solchen komme, dann bin ich gerade bei diesen Acts besonders kritisch.
Bei Interesse schreib ich hier natürlich gerne natürlich ausufernd, welche Acts ich mag.
Ach, warum so kompliziert: https://www.albumoftheyear.org/user/himmel…
Merci für den Einblick! War natürlich auch kein ernster Vorwurf. (selbst wenn: absolut haltlos)
(Zwei Madonna LPs auf der dritten Seite!!)
Ich hab nicht gesagt, dass ich ihre Musik - besonders als Teenager - mal toll fand und daher einiges immer noch mag.
Genauso finde ich aber auch vieles von ihr semidufte.
"Insgesamt bin ich wohl von so ziemlich niemandem ein Fanboy"
*AuthorizedFunkoPopDistributor has entered the chat
Hahahahaha
@Sven:
"AOTY" Was ist das denn bitte für eine tolle Seite?!
Vielen Dank!
Bitte.
Die Lyrics bestätigen, dass Disco oberflächlich ist. Auch wenn sie das Gegenteil behauptet. Wenig Substanz, viele Wiederholungen, schlichtes Vokabular.
Aber das Album ist trotzdem gut. Beim ersten Durchgang fand ich es noch größtenteils egal. Mittlerweile finde ich FRAGILE und BETRAYAL geil.
Aber ist in sich schlüssig, dass Version I nur 3 Sterne gesprochen wurden während Confessions II hier vier erhält?
Ja ist es, weil es jeweils eins mehr ist.
Andere Zeiten, anderer Autor.
Btw war 1 im Ranking gerade auf Platz 3.
Bin da ganz bei Wiesel. Wenn Mad "mad one A" onna klug ist, wird sie noch Confections III und IV nachlegen - das werden dann der 5-Sterne-Banger und der Meilenstein.